Verdauungsbeschwerden im Alter – was hilft?

Ältere Menschen leiden viel häufiger unter Verdauungsbeschwerden wie Verstopfungen als junge Menschen. Doch woran liegt das überhaupt? Und wie kann man im Alter solche Beschwerden in den Griff bekommen? Der Beantwortung dieser und weiterer Fragen widmet sich folgender Artikel.

Verstopfung – warum im Alter so häufig?

Wer älter wird, muss mit zahlreichen neuen Beschwerden kämpfen. Häufig steht man morgens schon mit Schmerzen auf und schleppt sich nur noch so durch den Tag. Umso störender ist es da, wenn auch noch die Verdauung verrücktspielt. Doch dabei gibt es einen Zusammenhang.
Bevor man eine Verstopfung mit natürlichen Abführmitteln löst, sollte man die Ursache dafür kennen. Im Alter ist es häufig der Bewegungsmangel. Viele ältere Menschen machen wenig bis gar keinen Sport, was sich direkt auf die Verdauung auswirkt. Die Folge: Die Verdauung wird träge und eine Verstopfung macht sich bemerkbar.
Eine weitere Ursache für Verstopfung im Alter ist eine zu geringe Aufnahme von Flüssigkeit. Viele ältere Menschen vergessen zu trinken. Dabei sind 2-3 Liter Wasser am Tag selbst im hohen Alter unverzichtbar.
Natürlich kann hinter Verdauungsbeschwerden auch eine ernste Ursache stecken. Nicht immer muss eine Verstopfung harmlos sein. Wenn sie daher lange anhält oder Betroffene immer wieder unter Beschwerden leiden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann abklären, ob es sich um eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts oder eine andere Ursache handelt.

Was hilft gegen Verstopfung im Alter?

Wie in vielen anderen Lebensbereichen gilt auch bei Verdauungsbeschwerden im Alter: Ein gesunder Lebensstil und ausreichend Bewegung sind das A und O. Wer auf eine ballaststoffreiche Ernährung achtet, tut dem Körper etwas Gutes. Vor allem Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte sollten auf dem Speiseplan stehen. Darüber hinaus gilt es Zucker und andere Kohlenhydrate zu vermeiden oder nur in Maßen zu genießen.
Wie bereits erwähnt, ist es auch häufig der Flüssigkeitsmangel, der zu Verdauungsproblemen führt. Somit sollte man darauf achten, täglich mindestens 2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu sich zu nehmen. Auf zuckerhaltige Getränke sollte man besser verzichten, da diese die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen und eine Verstopfung weiter fördern können.
Doch wie schafft man es im Alter, sich ausreichend zu bewegen? Um den Körper fit zu halten, sollte man auf ein gesundes Maß an Bewegung achten. Zudem ist eine gewisse Regelmäßigkeit erforderlich. Wer täglich einen Spaziergang macht oder ein paar Übungen zu Hause absolviert, hält sich nicht nur beweglich, sondern hält auch die Verdauung in Schwung.

Hilfsmittel gegen Verstopfung im Alter

Früher oder später leidet jeder Mensch einmal in seinem Leben unter einer Verstopfung. Das ist an sich nichts Schlimmes – man muss sich nur zu helfen wissen. Es gibt viele effektive Hausmittel, die dabei helfen, die Verdauung zu fördern.
Gerne wird hier Kaffee erwähnt. Das Koffein sorgt dafür, dass die Produktion von Magensaft angekurbelt wird. Allerdings vertragen nicht alle Senioren Koffein und sind daher im Alter auf koffeinfreien Kaffee umgestiegen. Was nun? Tatsächlich enthält Kaffee mehr Inhaltsstoffe als Koffein, die verdauungsfördernd sind. Diese fördern die Kontraktionen im Darm, mit denen der Nahrungsbrei befördert wird. Somit gilt Kaffee nach wie vor als beliebtes Hausmittel – sei das für junge Leute oder Senioren.
Ein weiteres Hausmittel, das gegen Verstopfung hilft, ist Trockenobst. Ob im morgendlichen Müsli oder pur verzehrt – dieses Hausmittel ist voll von Ballaststoffen und regt dadurch die Verdauung an. Doch Vorsicht: Wer Probleme mit dem Blutzuckerspiegel hat, sollte es mit Trockenobst nicht übertreiben. Denn auch Fruchtzucker ist Zucker und dieser ist reichlich in getrockneten Pflaumen, Aprikosen und anderem Obst enthalten.
Als besonders effektiv gelten Quellstoffe als natürliches Abführmittel. Sie quellen stark auf, wenn sie in Kontakt mit Flüssigkeit kommen. Auf diese Weise geht die Verdauung schneller und beschwerdefrei. Zu den gängigen Quellstoffen zählen Weizenkleie, Leinsamen und Flohsamen. Wichtig dabei ist, immer ausreichend Wasser zu trinken, um die Wirkung nicht zu beeinträchtigen!

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