Harninkontinenz – folgende Therapiemöglichkeiten gibt es

Statistisch gesehen leidet jede dritte Frau über 60 Jahre an einer Harninkontinenz. Die Anzahl der Männer, die unter diesem Problem leiden, ist etwas geringer. Zudem gibt es aber auch jüngere Menschen, die unter einer Blasenschwäche leiden. Es gibt jedoch nicht nur die eine Harninkontinenz, sondern es gibt unterschiedliche Arten. Doch bei allen sind die Auswirkungen gleich. Urin fließt in kleineren oder größeren Mengen völlig unkontrolliert aus.

Wodurch entsteht eine Harninkontinenz?

Die Ursachen sind vielfältig. Allerdings ist es enorm wichtig, den Grund für das Problem zu ermitteln, damit eine entsprechende Therapie eingeleitet werden kann. Folgende Arten von Blasenschwächen gibt es:

  • Belastungsinkontinenz
  • Überlaufinkontinenz
  • Dranginkontinenz
  • Reflexinkontinenz

Eine Belastungsinkontinenz tritt sehr häufig auf. Die Ursache dafür ist eine Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur. Aber auch der Schließmuskel funktioniert nicht mehr so, wie er sollte. Deshalb treten beim Lachen, Niesen oder Heben schwerer Gegenstände immer ein paar Tropfen Urin aus.
Bei der Überlaufinkontinenz spürt die betroffene Person nicht, wenn die Blase gefüllt ist. Dadurch entleert sie sich selbstständig und völlig unvermittelt.
Die Dranginkontinenz äußert sich dahingehend, dass ein ständiger Harndrang entsteht. Die betroffene Person hat dauernd das Gefühl, eine Toilette aufsuchen zu müssen. Es treten dann meistens nur wenige Tropfen aus. Der häufigste Grund für dieses Problem sind zumeist Harnwegsinfektionen.
Die Reflexinkontinenz wird durch Nervenschäden hervorgerufen. Oftmals gibt es bei dieser Art der Inkontinenz Probleme mit den Verbindungen der Nerven in der Blase mit Nerven im Rückenmark. Dadurch entstehen Fehlfunktionen. Diese führen unter anderem dazu, dass sich der Schließmuskel unvermittelt öffnet, weil er das Signal dazu von den fehlerhaften Nervenverbindungen bekommt.

Therapiemöglichkeiten der Blasenschwäche

Ein großes Problem besteht darin, dass es den meisten betroffenen Personen zunächst unangenehm erscheint, einen Arzt aufzusuchen. Diese Bedenken sind jedoch völlig unbegründet. Jeder Arzt hat regelmäßig mit Harninkontinenz in allen möglichen Varianten zu tun. Deshalb ist es empfehlenswert, das Problem rechtzeitig untersuchen zu lassen. Nur dann ist eine erfolgversprechende Behandlung möglich. Eine Harninkontinenz heilt nicht von selbst.
Nachdem der Arzt herausgefunden hat, welches Problem genau vorliegt, leitet er eine entsprechende Therapie ein. Diese kann sich folgendermaßen gestalten:

  • Beckenbodengymnastik
  • Medikamentengabe
  • Chirurgische Eingriffe

Um eine Belastungsinkontinenz zu behandeln, reicht mitunter eine regelmäßige Beckenbodengymnastik. Diese kann der Patient auch bei sich zu Hause durchführen. Überlauf- und Dranginkontinenz lassen sich mitunter auch medikamentös behandeln. Da die Ursache für eine Reflexinkontinenz nicht unmittelbar in der Blase zu suchen ist, muss die auslösende Krankheit behandelt werden, damit eine Besserung eintritt.

Chirurgische Eingriffe sind nur sehr selten erforderlich. Diese kommen eigentlich nur bei einer sogenannten Blasenabsenkung infrage. Ist das Bindegewebe der Blase so sehr erschlafft, dass die Blase nicht mehr in ihrer eigentlichen Position gehalten werden kann, sinkt sie ein wenig ab und kann sich dadurch nicht mehr richtig entleeren. Im Rahmen eines operativen Eingriffs wird die Blase zurück an ihre perfekte Position gebracht und dort fixiert.

Was kann der Patient selbst tun?

Eine gute Möglichkeit bietet das Blasentraining. Diese Methode hilft bei unterschiedlichen Beschwerden und ist einfach anzuwenden. Dazu ist es lediglich erforderlich, in regelmäßigen Abständen eine Toilette aufzusuchen, um die Blase zu entleeren. Das kann beispielsweise alle vier Stunden durchgeführt werden.
Zudem gibt es zahlreiche Inkontinenzartikel beim Anbieter Ardmed. Je nach Schwere der Inkontinenz gibt es Einlagen und Vorlagen. Diese saugen große Mengen an Urin auf und verhindern dadurch unangenehme Gerüche. Zudem verringern sie die Gefahr von Infektionen. Für sehr schwere Fälle oder für die Nachtstunden stehen auch komplette Pants zur Verfügung. Diese können sogar mehrere Urinladungen aufnehmen. Diese Hilfsmittel eignen sich zwar nicht zur Behandlung des Problems, aber sie erleichtern das Leben mit einer Harninkontinenz.

Fazit

Die Harninkontinenz ist ein weitverbreitetes Problem. Nach einer genauen Diagnose ist es jedoch möglich, entsprechende Behandlungen einzuleiten. Zudem ermöglichen moderne Inkontinenzartikel den betroffenen Personen ein normales Leben.

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