Die Nacht

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Die Nacht

Wie schön, hier zu verträumen
Die Nacht im stillen Wald,
Wenn in den dunklen Bäumen
Das alte Märchen hallt.

Die Berg im Mondesschimmer
Wie in Gedanken stehn,
Und durch verworrne Trümmer
Die Quellen klagend gehn.

Denn müd ging auf den Matten
Die Schönheit nun zur Ruh,
Es deckt mit kühlen Schatten
Die Nacht das Liebchen zu.

Das ist das irre Klagen
In stiller Waldespracht,
Die Nachtigallen schlagen
Von ihr die ganze Nacht.

Die Stern gehn auf und nieder -
Wann kommst du, Morgenwind,
Und hebst die Schatten wieder
Von dem verträumten Kind?

Schon rührt sich's in den Bäumen,
Die Lerche weckt sie bald -
So will ich treu verträumen
Die Nacht im stillen Wald.

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Kommentare

  1. Muss sagen "Die Nacht "gefaellt mir sehr gut.Probiere immer etwas gutes zu schreiben aber es gelingt mir nicht. Die Nacht im Walde hat so seinen Reiz, habe es immer romantisch gefunden, aber jetzt wuerden mich keine 10 Pferde mehr alleine dort hin bringen. Wohne in Holland, Flachland, bin im Rheinland gross geworden am Rhein rund um Berge also sehr schoen.
    Tja wenn ich es koennte wuerde ich mir auch eine Weblog zulegen habe aber niemand wo mir dabei hilft. Die echten Fachbegriffe kenne ich nicht, was ich kann habe ich mir selbst beigebracht. :-B
    Es gruessen KleintjePils.

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