Zahnimplantate – Behandlungsablauf und Kosten

Zahnimplantat

Mit zunehmendem Alter lassen sich bestimmte Behandlungen beim Zahnarzt schwer vermeiden. Das betrifft vor allem das Setzen von Zahnimplantaten. Wenn Inlays, Brücken oder Kronen als provisorischer Zahnersatz nicht mehr ausreichen, können Zahnimplantate helfen, wieder ein großes Stück Lebensqualität zurückzugewinnen.

Fehlende Zähne mit Implantaten ersetzen

Je älter man wird, umso größer scheint das Risiko für einen Zahnverlust. Das liegt unter anderem daran, dass weniger Speichel gebildet wird. Doch eben jener ist wichtig für die Zahngesundheit. Können die natürlichen Zähne mit Zahnwurzel nicht erhalten werden, sind Zahnimplantate eine praktikable Lösung um den Zahn zu ersetzen. Dank ihnen können Zahnlücken dauerhaft und schmerzschonend geschlossen werden.

Jedes Zahnimplantat besteht aus drei Teilen:

  • dem Implantatkörper, der im Kieferknochen befestigt wird
  • dem Implantataufbau, der aus dem Knochen herausragt
  • der Implantatkrone, welche die Zähne ersetzen soll

Nach einer umfassenden Beratung und Untersuchung einigen sich Zahnarzt und Patient auf ein geeignetes Verfahren. Für dieses kann eine Vorbehandlung erforderlich sein, wie etwa die Behandlung der an Karies oder Paradontose erkrankten Zähne sowie Zahnfleischentzündungen. Liegt eine Wurzelentzündung an der Wurzelspitze vor, ist zunächst eine Wurzelkanalbehandlung notwendig. Zähne, die nicht erhalten werden können, werden mittels Zahnextraktion entfernt. Bevor das Implantat gesetzt werden kann, müssen eventuell noch vorhandene Zysten im Kieferknochen entfernt werden. Häufig ist auch ein Knochenaufbau vor dem Einsetzen von Zahnimplantaten notwendig.

Wie sehen die Kosten für Zahnimplantate aus?

Die Versorgung mit Zahnimplantaten ist recht kostspielig. Daher ist ein Gespräch zwischen Patient, Zahnarzt und Krankenkasse wichtig. Ob sich der Patient für ein günstigeres Modell oder ein preisintensiveres Modell entscheidet, ist meist eine Kostenfrage. Mit einer Zahnzusatzversicherung für Zahnimplantate können die Kosten von jeweils ca. 1.000 bis 3.000 Euro (+ ca. 750 Euro für die Zahnkrone) abgefedert werden. Denn gesetzliche Krankenkassen leisten für Zahnimplantate lediglich einen Festzuschuss, der bei 60 bis 75 Prozent der Behandlungskosten liegt.

So läuft die Behandlung mit einem Implantat ab

Üblicherweise nimmt das schmerzfreie Einsetzen eines Zahnimplantats nicht mehr als 60 bis 90 Minuten in Anspruch – immer in Abhängigkeit von den individuellen Rahmenbedingungen. Bei einem zweiten und dritten Zahnarztbesuch wird am Folgetag bzw. wenige Wochen nach dem Eingriff kontrolliert, ob sich das Implantat gut eingefügt hat.

Im Vorfeld der Behandlung findet eine umfassende Anamnese statt, zudem werden Röntgen- und Schichtaufnahmen gemacht. Damit die Behandlung langfristig von Erfolg gekrönt ist, werden im zweiten Schritt kariöse Zähne und Zahnfleischentzündungen behandelt. Ebenfalls wichtig: die Beratung durch den Zahnarzt, ob und in welchem Bereich ein vorheriger Knochenaufbau notwendig ist.

Bevor das Zahnimplantat gesetzt werden kann, muss das Zahnfleisch vom Kiefer gelöst werden. Dies findet unter lokaler Betäubung statt und ermöglicht dem Zahnarzt, den Zustand des Knochens zu beurteilen und eine passende Stelle für das Implantat zu finden. Nach der Freilegung werden spezielle Bohrer eingesetzt. Jene präparieren das Implantat so, dass eine Basis für das spätere Einbringen der Implantate besteht. Jetzt können die Zahnimplantate passgenau in den Knochen eingesetzt werden (Implantat-Insertion). Dank genauer Positionierung werden keine Nerven verletzt und außerdem sichergestellt, dass Zahnersatz oder Prothese später gut sitzen.

Danach muss das Implantat einheilen. Dieser Einheilungsprozess dauer zwischen 2-6 Monaten.

Bild von Freepik

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