Tropenkrankheiten rücken näher – was bringt die Mücken-Impfung?

Entspannt chillen im Fünf-Sterne-Hotel, den Dschungel mit dem Kanu erforschen oder in einer einsamen Berghütte den Ziegen beim Grasen zusehen – bei der medizinischen Vorbereitung auf eine Reise kommt es darauf an, welchen Plan Du hast. Doch egal, wohin der Trip geht, eine Reiseapotheke sollte immer dabei sein und je weiter südlich Du reist, desto wichtiger wird auch der Schutz vor Tropenkrankheiten.

Bei Tropenkrankheiten kein ASS

Stell Dir mal kurz vor, Du fängst dir im Urlaub Montezumas Rache, also einen richtig fiesen Magen-Darm-Infekt, ein. Du hast keine Ahnung, wo die nächste Apotheke ist und wie du in der Landessprache erklären sollst, was dich da gerade plagt – mal ganz abgesehen von der Vorstellung, sich in diesem Zustand überhaupt mehr als zehn Meter von der Toilette zu entfernen. Definitiv ist das einer der Momente, in denen Du äußerst dankbar sein wirst, wenn ein Griff ins Gepäck genügt, um ans helfende Medikament zu kommen.
Es muss nämlich nicht gleich eine durch Mücken übertragbare Krankheit wie die Tropenkrankheiten Malaria oder Gelbfieber sein, damit der Sinn einer Reiseapotheke klar wird. Die meisten Beschwerden, die einen auf Reisen plagen, sind damit gut in den Griff zu bekommen. Und wenn es komplizierter wird, zum Beispiel Antibiotika gebraucht werden, dann ist sowieso ein Arztbesuch notwendig. Es gibt ein paar Tipps für die medizinische Reisevorbereitung, die du unbedingt beachten solltest. Dazu gehört, Folgendes in die Reiseapotheke zu packen:

  • Durchfallmittel
  • Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen
  • Elektrolytlösung
  • Wundheilsalbe
  • Fieberthermometer
  • Desinfektionsmittel
  • Pflaster und Verbände
  • Brandsalbe
  • Pinzette
  • Mittel gegen (Kopf-)Schmerzen und Fieber

Bei Tropenkrankheiten, die mit einer erhöhten Blutungsneigung einhergehen – wie das zum Beispiel beim Dengue-Fieber der Fall ist – kann die Einnahme blutverdünnender Mittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) gefährlich werden. Um bei einem Verdacht auf eine durch Mücken übertragene Krankheit kein Risiko einzugehen, solltest Du lieber auf Paracetamol zurückgreifen und Dich schnellstmöglich untersuchen lassen.

Mit Moskitonetz und den richtigen Mitteln gegen Mücken-Krankheiten abwehren

Je weiter du wegfährst, desto presenter sind Gefahren wie verschmutztes Wasser oder harmlos aussehende Mücken, die Krankheiten mit sich tragen. Dazu genügt es inzwischen übrigens, ins südlichste Europa zu reisen. Selbst in Deutschland wurden bereits Asiatische Buschmücken und Tigermoskitos gesichtet, die Tropenkrankheiten übertragen können. Sich vor Krankheiten, die durch Mücken und Parasiten übertragen werden, zu schützen – zum Beispiel durch entsprechende Kleidung und Repellents mit Wirkstoffen wie DEET oder Icaridin – wird daher immer wichtiger.

Tropenkrankheiten werden übertragen durch Mücken – Impfung kann schützen

Eine Mücken-Impfung in dem Sinne gibt es nicht. Die Mesotherapie gegen Mücken wird aber manchmal so genannt. Dabei werden kleine Mengen an Vitamin B1 in die Haut gespritzt. Der daraus entstehende veränderte Hautgeruch soll die Tierchen abhalten. Bei den heimischen Mücken mag die Methode Erfolg haben, als Schutz vor tropischen Mücken-Krankheiten genügt es jedoch nicht. Wer in ferne Länder reist, sollte sich früh genug mit notwendigen oder möglichen „echten“ Impfungen gegen durch Mücken übertragbare Krankheiten wie Gelbfieber auseinandersetzen. Doch auch bei weniger exotischen Reisezielen ist es sinnvoll, den Impfstatus zu überprüfen und zum Beispiel die Diphterie-Impfung aufzufrischen.

Temperaturunterschiede können Arzneimittelwirkstoffe beeinflussen

Bei der Auswahl der Arzneimittel macht es Sinn, darauf zu achten, ob eine spezielle Lagerung oder Verpackung notwendig ist. Behältnisse mit Flüssigkeiten im Handgepäck dürfen jedoch maximal mit 100 Millilitern befüllt sein. Das gilt für Säfte genauso wie für Tropfen oder Salben. Um Platz in deinem Gepäck zu sparen, genügt es, einzelne Medikamentenblister einzustecken, möglichst alles in kleinere Behälter abzufüllen und diese im verlangten Zipbeutel aufzubewahren. Solltest Du auf verschreibungspflichtige Arzneimittel angewiesen sein, dann kümmere Dich darum, dass Du dementsprechend genügend davon parat hast. Achte zudem auf die richtige Einnahme der Medikamente in Bezug auf eine eventuelle Zeitverschiebung.
Notwendige Arzneimittel sind bei allen Fluggesellschaften erlaubt. Bei Flüssigkeiten über 100 Millilitern, die du ins Handgepäck packen musst, (beispielsweise Psychopharmaka oder auch manche Migränemittel) ist es allerdings ratsam, eine Bescheinigung des Arztes dabeizuhaben, die sowohl den Wirkstoff als auch die Dosierung auflistet.

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