Erstellte Foren-Antworten

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  • realo

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    15. April 2026 um 16:45 In Bezug auf: Thema des Monats: Wohin mit unseren Ängsten?

    Da ich mal unter generalisierter Angststörung litt, weiß ich ein Lied von Ängsten zu singen, nicht so sehr global als viel mehr innerlich. Heute habe ich das Meiste bewältigt, und zwar mit Konfrontation. Wenn man Ängste verdrängt werden sie größer, also macht es Sinn, sie sich bewusst zu machen und zu artikulieren. Ausgesprochene Ängste sind nur noch halb so schlimm, denn den meisten unserer Ängste liegt keine reale Bedrohung zugrunde, sondern wir projizieren einen inneren Konflikt auf diese Phobien und haben dann Angst vor etwas. Angst vor Russen oder Chinesen z.B. ist keine reale Bedrohung, sie tun uns nichts, aber die Stimmung ist so etabliert, damit Ängste entstehen. Genauso tun Spinnen nichts, aber die Suggestion ist stark und die Angst bei vielen auch. Man hört ja bei Extremsportlern oft, sie haben keine Angst aber Respekt vor dem was sie gefährliches tun, demnach ist Angst etwas Lähmendes, nicht Hilfreich im Leben, wenn man seinen Schweinehund überwinden will.

  • realo

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    15. April 2026 um 16:27 In Bezug auf: Anzug und Krawatte

    Habe einen Anzug mit Krawatte und weißem Hemd im Schrank hängen, falls es mal notwendig ist, aber ich habe ihn nie angehabt bisher. Zähle mich nicht zu dieser uniformierten Gattung. Weder im Berufsleben noch bei Hochzeiten musste ich Anzug tragen, habe mich stets kreativ gekleidet. Aber ich verurteile auch Menschen nicht die Anzüge tragen, weder Frauen noch Männer, es ist ein Dresscode, den die Entwicklung hervorgebracht hat, es sieht sauber und ordentlich aus, schlimmer sind Menschen die sich ohne jeden Geschmack kleiden und alles durcheinander anziehen so, dass einem die Augen weh tun beim Hinschauen. Die Büroangestellten, die Bänker, was soll man dazu sagen, einfach machen lassen.

  • realo

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    15. April 2026 um 16:13 In Bezug auf: Frage des Monats: Was machen Sie im Frühling am liebsten?

    Der Frühling ist vor allem imaginär gesehen das Ende des kargen Winters mit seiner Starre, es sprießen wieder neue Lebenssäfte. Das drückt sich durch Freude an der grün werdenden Natur aus, die dunklen und depressiven Perioden sind bewältigt, es gibt gute Stimmung auch im Nichtstun. Eine Produktivität wie im Winter um Wärme und Behaglichkeit zu erzeugen ist im Frühjahr nicht notwendig. Die Freude am puren Sein ist bei hohen Temperaturen in der Sonne Erfüllung genug.

  • realo

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    15. April 2026 um 16:00 In Bezug auf: Was wäre wenn?

    Da widerspreche ich Webra vehement, denken ist für mich Lebensbewältigung, existenziell, wenn ich gut denke, lebe ich gut, wenn ich schlecht denke sterbe ich. So achte ich darauf, dass der Satz stimmt: So wie ich heute denke, so werde ich morgen leben. Deshalb veranstalte ich keine Denkspiele zum Zeitvertreib. In der Erholung, der Meditation versuche ich gar nicht zu denken. Aber wenn denken dann möglichst im Flow. „Im Flow sein“ bezeichnet einen Zustand völliger Vertiefung, hoher Konzentration und müheloser Handlung, bei dem das Zeitgefühl verloren geht.
    Diese Schaffens- oder Tätigkeitsrausch entsteht oft bei intrinsisch
    motivierten Tätigkeiten, die weder unter- noch überfordern. Es ist ein
    Zustand maximaler Leistungsfähigkeit, Glück und kreativen Schaffens.

  • realo

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    15. April 2026 um 15:41 In Bezug auf: Sucht jeder den Sinn seines Lebens?

    Sehe das nicht so pessimistisch, es braucht nicht eine Ausschüttung und dann geht es allen gut, die Welt ist polarisierend aufgebaut mit gut und schlicht, hell und dunkel, oben und unten, Leben und Tod, das wird sich auch nicht ändern und so hat es Gründe warum die Machtverteilung so ist wie sie ist. Den einen geht es gut, den anderen geht es schlecht, das mag ungerecht erscheinen, aber der Sinn erfüllt sich im Alltag ganz automatisch oder gar nicht. Wer krank ist, fragt nach dem Sinn, aber er bekommt keine Antwort. Die begreift er erst, wenn er wieder gesund ist. Aber das kein Lebewesen auf der Erde mal krank ist oder nie stirbt, wird es, solange wie diese Erde existiert nicht geben. Nur wer Unglück kennt, weiß das Glück zu schätzen.

  • realo

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    15. April 2026 um 15:28 In Bezug auf: Berufe "in spe"

    Wie es aussieht, gibt es solche Anekdoten für jeden SPD-Kanzler, das ist wohl Teil der politischen Agenda. Sagt nicht jeder Jungpolitiker ‚ich will man Kanzler werden‘, wenn auch nur zum Spaß, aber bei denen, die es geworden sind ist es dann kein Spaß, da ist es Realität. In diesem Leben ist der Zug für mich angefahren, aber im nächsten Leben werde ich Kanzler.

  • realo

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    14. April 2026 um 17:09 In Bezug auf: Sucht jeder den Sinn seines Lebens?

    Ja Webra, so sind wir erzogen worden und das Christentum leistet dabei einen großen Beitrag, im Gegensatz zum Buddhismus. Ein Beispiel: Jesus
    Christus wird im Christentum als Heiland der Welt verehrt, da er laut
    Glaube die Menschheit durch sein Wirken, Sterben und Auferstehen von
    Sünde erlöst, Heilung bringt und die Hoffnung auf ewiges Leben schenkt. Da kann man nicht anderes als sich ihn zum Vorbild nehmen, Gottes Sohn. Dieses macht es bei sich innerlich ankommen sehr schwer, stets gibt es eine Stimme von außen, die sagt, wie es geht. Auch an den Eltern nicht anhaften kommt in der Erziehung selten vor und so bleibt die elterliche Stimme von außen ein Leben lang erhalten, wie soll man da zu sich selbst finden. Ganz abgesehen von den vielen Informationen, die auf uns in der europäischen Welt einprasseln und uns mitteilen wollen was richtig und was falsch ist, ständig kommen von außen Ansagen, jetzt über die KI besonders umfassend und sachlich. Da bleibt um zu sich selbst zu finden kaum eine Lücke. Am ehesten bietet eine massive Lebenskrise eine Chance, sich auf sich selbst zu besinnen.

  • realo

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    14. April 2026 um 16:50 In Bezug auf: Benzinpreise

    Es ist noch nicht angekommen. Die Politiker verbreiten in der Markwirtschaft Aktionismus, um die Wähler zu besänftigen, aber den Preis bestimmen die Mineralölkonzerne. Das ist Kapitalismus, die Gesellschaftsordnung in der wir uns gerade befinden. Es gibt Gruppen und Vereine die meinen lieb sein ist das höchste Gebot, aber das interessiert das Privateigentum an Kapital wenig. So greift der Staat in den Preis nicht ein, er kann ein wenig die Steuern senken, aber mehr nicht. Die Regierung des Staates besteht im Moment hauptsächlich aus CDU/CSU und in der Koalition die SPD. Also bestimmt CDU am meisten und das sie besonders Unternehmerfreundlich sind wissen wir doch schon lange. Nun hat diese Regierung eine Steuersenkung um 17 Cent für zwei Monate beschlossen. Das muss als neues Gesetz durch alle Gremien und wird frühstens im Mai wirksam. Dann müssen noch die Spritfirmen umrüsten, das dauert.

    Mehr ist vom Staat was die Benzinpreise angeht nicht zu erwarten. Die Aufgabe des Kapitalismus ist nicht das Portemonnaie des Bürgers zu schonen, sondern für eine hohe Rendite beim Kapital zu sorgen.

  • realo

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    14. April 2026 um 16:31 In Bezug auf: Was wäre wenn?

    Dem Eingangstext ist ja eine gewisse Freude am Formulieren nicht abzusprechen, auch die Mischung der Begriffe unterstreicht diese Freude und belegt weniger eine wissenschaftliche Korrektheit. Das ist so weit schon in Ordnung, die Liebe zur Weisheit beinhaltet vor allem den emotionalen Aspekt und wer behauptet, Weisheit ist reine Wissenschaft der irrt und ist nicht weise. Zum Philosophieren gehört die Fantasie, nur mit dem Was wäre wenn? habe ich so ganz persönlich ein Problem, denn das ist ein pures Gedankenspiel und führt in der Praxis zu keiner Lösung. Warum sich Gedanken machen, nur damit Gedanken entstehen, daran habe ich keine Freude. Bin Befürworter der praktischen Philosophie und das heißt bei mir, sich Gedanken machen über den Alltag, um eine bessere Lebensbewältigung zu ermöglichen. Da habe ich für Gedankenspiele keine Muse, denn es gibt genug Probleme im Alltag, über die man philosophieren kann, um eine Lösung zu finden. Deshalb ist ‚Was wäre wenn? schön und gut aber reine Unterhaltung zum Zeitvertreib.

  • realo

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    14. April 2026 um 16:12 In Bezug auf: Ode an die Freude

    Natürlich Marius, weiß ich das ich mich auf vermintes Terrain begebe, das mache ich mein Leben lang, nicht erst seit dreißig Jahren, seit es die DDR nicht mehr gibt, deshalb mache ich es ja und ich lebe noch. Etwas zerrupft und geschunden, aber gesund und lebendig. Sich auf vermintes Terrain begeben, wenn man es überlebt, stärkt die Resilienz und da ist Orban in Ungarn eine super Steilvorlage. Jedoch, wie Du siehst, es passiert nichts, kein Aufschrei von alteingesessenen Bundesbürgern über mein unflätiges Verhalten wegen des aus westlicher Sicht unmöglichen Orban. Muss mir mal eine andere Strategie überlegen, das Ost-West-Thema ist inzwischen ausgelutscht. Dabei ist das Thema Mächteverhältnis zwischen Westeuropa, der USA und den BRICS-Staaten so aktuell wie nie zuvor.

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