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  • Was wäre wenn?

    Von volker40599 am 14. April 2026 um 12:45

    Für alle Freunde des freien denkens ergeben sich eine ganze Reihe von Fragen die immer nur unvollständig beantwortet werden können, wie der Sinn des Lebens ganz allgemein.

    Mein Ansatz ist daher ein was wäre wenn denken anzuwenden und von dieser grundsätzlichen Prämisse aus schlüssige Konzepte zu erdenken wie es tatsächlich sein könnte.

    Gleich zu Beginn stelle ich in diesen Raum folgende Überlegung:

    Was wäre wenn Gott die Urquelle von ALLEM ist, sozusagen der Inhaber sämtlicher Informationen oder die All – Macht als Einheit und Ganzheit und aus seiner Quelle auch die Gattung Mensch stammt mit gleichen Fähigkeiten wie Gott selber, allerdings in einem wesentlich kleinerem Maßstab, etwa so wie eine einzige Welle zu seinem Meer wirkt.

    In diesem Bild würden alle Menschen in erster Linie aus geistiger Substanz bestehen, so wie Gott, sozusagen aus dem Urbewusstsein das sich selber bewusst wurde (Urknall) und zusätzlich auch als irdische Lebewesen ihre Lebenserfahrungen in das Urbewusstsein einspeisen, was Gott nicht kann.

    Sie sind Doppelwesen, mit dem Sinn den Kosmos mitzuentwickeln, das Urbewusstsein mit zu optimieren. Im so genannten Astralleib lebt das wahre Selbst des Menschen als Ebenbild Gottes und im irdischen Menschen glüht sein Götterfunke als Verbindung zum eigenen Astral und zum Urbewusstsein.

    Der Mittler zwischen diesen beiden Leibern ist die Seele und mit dem gesunden Verstand zusammen hat der irdische Mensch alle nötigen Möglichkeiten um seinen Sinn zu entdecken und entsprechend auf Erden zu wirken.

    Aus dieser Sicht braucht es für die irdischen Völker keine Religionen mehr und alle könnten daran mitwirken den gesamten Kosmos als lebendig wahrzunehmen und dementsprechend demütig und naturverbunden auf Erden zu agieren.

    Für den Anfang ist dies sicher mehr als genug, also haut in die Tasten wie ihr das bewertet. (g)

    Danke für die Kommentare, ich werde sie alle bedenken.

    Neuer Stoff:

    Ich denke, dass Geist eine eigene Wirklichkeitsebene hat, so wie wir Menschen wissen das es außerhalb unserer Wahrnehmungsmöglichkeiten ein großes Spektrum gibt, wie zum Beispiel beim sehen und hören, wo unser Vermögen doch sehr eingegrenzt ist.

    Das Menschen über Herz- Gefühl, Bauch- Gefühl, Gewissen, Verstand und über mindestens zwei Bewusstseinsebenen verfügen, wissen wir auch, obwohl Bauchgefühl, oder Gewissen, wissenschaftlich nicht nachweisbar sind. Trotzdem wissen wir es.

    Zum Wissen zähle ich auch das Phänomen der Liebe, welches für mich ein geistiges Phänomen ist und zusätzlich ein Baustein für alles lebendige darstellt und wegen dieser Eigenschaften die absolute Verbindlichkeit und absolut bedingungslos ist.

    Beim Menschen bedeutet das, wenn er ehrlich liebt, dann absolut verbindlich und bedingungslos. Sobald Begierde und Ego überhand nehmen, geht seine (angebliche) Liebe schief. Deshalb ist Ehrlichkeit die wichtigste menschliche Tugend, denn ohne diese ergibt sich kein Vertrauen und ohne Vertrauen entstehen keine stabilen Gemeinschaften, auf die auch in der Not Verlass wäre.

    • Diese Diskussion wurde um vor 8 Stunden, 16 Minuten durch  volker40599 geändert. Grund: Erweiterung zu was wäre wenn
    Webra antwortete vor 4 Stunden, 6 Minuten 7 Mitglieder · 9 Antworten
  • 9 Antworten
  • Webra

    Mitglied
    14. April 2026 um 22:26

    Hallo volker40599 (PLZ Stadtgebiet Düsseldorf NRW),

    dein toller Eingangsbeitrag liefert viel Stoff zum Nachdenken. Philosophische Gedanken sind Erkenntnisse. Sie müssen und sie können auch nicht bewiesen werden. Wenn sie aber gut, also einleuchtend begründet werden, können sie überzeugen. Überzeugt sein kann man in drei Stufen. Stufe 1. Wahrscheinlich.

    Stufe 2. Sehr wahrscheinlich und Stufe 3. Höchst wahrscheinlich. Für Stufe 3. kann man aber auch glauben einsetzen. „Ich glaube nicht an Gott“ heißt aber nicht „Es gibt keinen Gott“.

    Atheisten und Christen sind beides glaubende Menschen, die für das, was sie aussagen nicht den Beweis erbringen können.

    Experimentieren mit Gedanken kann zu Erkenntnissen führen. Experimentieren mit Materie kann zu Ergebnissen führen. Jeder Mensch, der das Experiement zu den gleichen Bedingungen durchführt,

    kommt auch zu dem gleichen Ergebnis. Die Gedanken eines anderen Menschen, die sich mit Möglichkeiten beschäftigen nachzuvollziehen, ist aber sehr schwierig. Man kann sie deshalb auch nicht sachlich bewerten, weil Gedanken ja keine Sachen sind.

    Dein Beitrag und die vielen guten Kommentare versorgen mich für einige Zeit mit Stoff zum Nachdenken. Denken ist für mich ein Zeitvertreib, so wie für andere Lesen, Musik hören, Fernsehen und andere geistige und körperliche Tätigkeiten.

  • volker40599

    Mitglied
    14. April 2026 um 18:25

    Für mich ist absolut unbeschwertes denken vollkommen natürlich und ich leite von diesen gedanklichen Reisen immer wieder sinnvolles ab, was durch meine Bewertung und meine Aalyse gegangen ist.

    Für mich sind alle mir zur Verfügung stehenden Fähigkeiten, von Gewissen über das Herz und/oder Bauchgefühl und dem Verstand gleich wichtig. Einen schönen Abend.

  • Emmie09

    Mitglied
    14. April 2026 um 17:40

    12:45 @Volker40599 Danke für diesen Eintrag. Er ist genau nach meinem Geschmack. Fühlte mich in meiner ehemaligen Philosophiegruppe am wohlsten, leider wurde unser Leiter sehr krank und die sehr gut besuchte Gruppe schrumpfte, bis sie sich endgültig auflöste.

    Gott, das ist ein großes Wort. Ich denke, den schaffen sich die Religionen selber und auch der Rest derjenigen, die daran glauben, dass es einen Gott als Leitenden geben könnte. Schließlich ist es ja auf Erden so, dass immer irgendwo jemand etwas leitet oder ein Oberhaupt ist. Dann müsste es ja theoretisch so etwas wie eine Leitung geben, denn es heißt ja: wie im Kleinen so im Großen.

    Thema Urknall: ich denke schon, dass es so etwas wie einen Urknall gegeben hat, nur bin ich der Meinung, dass da vorher schon etwas da gewesen sein muss an Materie, vielleicht hat ja auch einen riesengroßes schwarzes Loch, dessen Größe unsere Vorstellungskraft weit überschreitet, alles vorherig Eingesammelte wieder ausgespuckt – verwandelt in eine andere Energie. Der Grund dafür muss nicht „Gott“ sein. Es kann auch etwas physikalisches gewesen sein.

  • realo

    Mitglied
    14. April 2026 um 16:31

    Dem Eingangstext ist ja eine gewisse Freude am Formulieren nicht abzusprechen, auch die Mischung der Begriffe unterstreicht diese Freude und belegt weniger eine wissenschaftliche Korrektheit. Das ist so weit schon in Ordnung, die Liebe zur Weisheit beinhaltet vor allem den emotionalen Aspekt und wer behauptet, Weisheit ist reine Wissenschaft der irrt und ist nicht weise. Zum Philosophieren gehört die Fantasie, nur mit dem Was wäre wenn? habe ich so ganz persönlich ein Problem, denn das ist ein pures Gedankenspiel und führt in der Praxis zu keiner Lösung. Warum sich Gedanken machen, nur damit Gedanken entstehen, daran habe ich keine Freude. Bin Befürworter der praktischen Philosophie und das heißt bei mir, sich Gedanken machen über den Alltag, um eine bessere Lebensbewältigung zu ermöglichen. Da habe ich für Gedankenspiele keine Muse, denn es gibt genug Probleme im Alltag, über die man philosophieren kann, um eine Lösung zu finden. Deshalb ist ‚Was wäre wenn? schön und gut aber reine Unterhaltung zum Zeitvertreib.

  • Stadtwolf

    Mitglied
    14. April 2026 um 15:28

    @Genuss 👍👍👍

  • Genuss

    Mitglied
    14. April 2026 um 15:11

    Henry Ford sagte mal über das Denken

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen. 😃

  • Stadtwolf

    Mitglied
    14. April 2026 um 14:59

    Wer sich mit Philosophie befasst,weiß dass sie praktisch selten Antworten liefert.Vielmehr stellt sie Fragen. Fragen über die menschliche Existenz und den Sinn (wenn es einen gibt)des Lebens.

    Philosophie lebt geradezu vom Austausch von Ideen,sprich von Diskussionen.Jeder muß von sich entscheiden,was er/sie für richtig und wertvoll hält.

    Die Philosophie ist vor allem eine DENKÜBUNG,ein Versuch,die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen,zu deuten und zu verstehen.

    Einige wollen gar nicht denken,sondern nur irgendwelche meist banale Sprüche posten,die sie irgendwo im Internet gefunden haben.Inhalt und Bedeutung sind Wurst.Manchmal wollen Menschen die Wahrheit nicht hören,weil sie nicht wollen,dass ihre Illusionen zerstört werden.

    FRAGEN: Seit Sophokles sind sie die Grundlage jedes Philosophierens!!!

  • Fagus

    Mitglied
    14. April 2026 um 14:26

    Zitat: „Das führt zu einer gewissen Unschärfe und erschwert eine klare Nachvollziehbarkeit.“

    DAS kann ich, mit meinem schlichten Gemüt, als Quintessenz gerade noch erfassen.😐

    Weiter so😉

    • Diese Antwort wurde in vor 12 Stunden, 5 Minuten um  Fagus geändert.
  • Genuss

    Mitglied
    14. April 2026 um 13:24

    Du verwendest da sehr unklare Begriffsdefinitionen und vermischst da einige Konzepte

    Begriffe wie „Gott“, „Urquelle“, „Urbewusstsein“, „Astralleib“, „Seele“ und „Götterfunke“ werden verwendet, ohne sie klar und einheitlich zu definieren. Das führt zu einer gewissen Unschärfe und erschwert eine klare Nachvollziehbarkeit.

    Die Vermischung von theistischen, esoterischen und metaphysischen Begriffen ohne klare Abgrenzung oder Begründung kann für Leser, die eine stringente Argumentation erwarten, verwirrend sein.

    Fehlende empirische Grundlage Die Annahme, dass Menschen „gleiche Fähigkeiten wie Gott“ besitzen, wenn auch in kleinerem Maßstab, ist eine metaphysische Behauptung, die sich weder empirisch überprüfen noch logisch zwingend herleiten lässt.

    Konzepte wie „Astralleib“ und „Urbewusstsein“ entziehen sich wissenschaftlicher Überprüfbarkeit, was den Text in den Bereich der spekulativen Spiritualität rückt. Das ist legitim, sollte aber klar kommuniziert werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

    Problematische Universalität und Absolutheitsanspruch

    Die Aussage, dass „für die irdischen Völker keine Religionen mehr gebraucht werden“, ist ein großer Generalisierungsschritt. Religionen erfüllen für viele Menschen vielfältige soziale, kulturelle und psychologische Funktionen, die nicht einfach durch eine metaphysische Sichtweise ersetzt werden können.

    Die Idee, dass alle Menschen „den gesamten Kosmos als lebendig wahrnehmen“ und „demütig und naturverbunden“ handeln könnten, klingt idealistisch, ignoriert aber die komplexen sozialen, politischen und individuellen Faktoren, die menschliches Verhalten prägen.

    Mangel an Differenzierung zwischen Individuum und Kollektiv

    Der Text spricht von der „Gattung Mensch“ als Einheit mit göttlichen Fähigkeiten, geht aber kaum auf die Vielfalt individueller Erfahrungen, Kulturen und Weltanschauungen ein.

    Die Vorstellung eines „Urbewusstseins“, das durch individuelle Lebenserfahrungen optimiert wird, ist eine schöne Idee, bleibt aber vage und lässt offen, wie dieser Prozess konkret funktioniert und wie individuelle Freiheit und Verantwortung dabei berücksichtigt werden.

    Philosophische und theologische Herausforderungen

    Die Gleichsetzung von Gott mit einem „Inhaber sämtlicher Informationen“ und „All-Macht als Einheit und Ganzheit“ ist eine stark vereinfachte Gottesvorstellung, die in vielen religiösen und philosophischen Traditionen differenzierter behandelt wird.

    Die Idee, dass Gott „nicht“ Lebenserfahrungen machen kann, während Menschen dies tun und damit Gott „optimieren“, wirft theologische Fragen auf. Die ich Dir als überzeugter Atheist nicht beantworten kann.

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