Pantheismus - Gott ist überall

Gott ist überall

Der Pantheismus geht von der Annahme aus, dass Gott und die Schöpfung eins sind. Im Pantheismus wird das ganze Sein – das All, die Natur, die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch der Mensch – zusammengedacht. Renaissancedenker wie Giordano Bruno entwickelten eine neue Naturauffassung. Ging der monotheistische Gottesbegriff von einer klaren Trennung von Gott und seiner Schöpfung aus, so versuchte der Pantheismus diese Trennung aufzuheben. Damit schuf der Pantheismus eine neue Sichtweise auf die Natur.

Die Natur galt jetzt als ein positives Element Gottes. Gott, so die Pantheisten, sei in der Schöpfung anwesend. Denn wenn Gott unendlich sei, müsse er auch überall sein. Eine Sichtweise, die die Kirche vehement bekämpfte, weil sie der Lehre eines personalen, allmächtigen Gottes widersprach. Wenn Gott überall ist, wo bleibt dann Gott?

Für Arthur Schopenhauer war der Pantheismus daher eine »vornehme Form des Atheismus«. Für diese vornehme Form des Atheismus musste Giordano Bruno sein Leben auf dem Scheiterhaufen lassen.

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Kommentare

  1. Und wieder mal ein Beitrag zum Pantheismus. Es ist so, wie Du sagst. Ich habe etwas Mühe mit dem Satz " Wenn Gott überall ist, wo bleibt dann Gott?" Kannst Du dies etwas genauer ausdrücken?

    LG
    Chris

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