realo
Erstellte Foren-Antworten
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Ich finde es umwerfend intelligent. Gestern wurden die AKW abgeschaltet, heute Abend wird im Ersten darüber diskutiert ab das richtig oder falsch war. Die Medien vermitteln Lebenskunst, heute entschieden und morgen hinterfragt, ob es richtig war. Mit der Methode kann man jeden verunsichern.
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Die Probleme der Menschen sind auch weniger die Brennstäbe, aber das ganze Thema atomare Energie wird in Deutschland hochgekocht und mit Skandal versehen, eine wunderbare Ablenkung von den wirklichen zwischenmenschlichen Konflikten. Wenn ein aktuelles Thema nicht philosophisch zu betrachten geht, dann entgleitet es der menschlichen Fähigkeit völlig. Dann kann der Mensch nur noch zugucken, was passiert. Ich kann beruhigen, es sind verschiedene Lebensentwürfe möglich im Dasein, aber sterben kann man nur einmal.
Auch das Gegenteil, der Abbau von Uran über die Firma Wismut war ein Skandal und viele Bergarbeiter sind an der atomaren Strahlung erkrankt. An Skandalen mangelt es nicht, wenn es um Atomkraft geht, entdeckt wurde die Kernspaltung von Albert Einstein.
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Wer auch immer der Erste war, der in Deutschland den Atomausstieg anregte, es waren die Grünen, durch Regierungswechsel änderten sich die Belange. Fakt ist, dass eine Angst dahinter steckt, die man nur als krankhaft bezeichnen kann. Sicher gab es Unfall und Tote, aber wenn es danach ginge, müsste man alle Autos untersagen, denn durch sie entstehen die meisten Unfälle und Tote. Der Ausstieg soll eine politische Macht stärken, erst durch die Grünen und dann durch die CDU. Deutschland bekommt eine Sonderstellung auf der Welt, während um Deutschland drumherum in Europa neue Atomkraftwerke gebaut werden. Ausstieg ist für die regierende Partei ein Machtinstrument, global gesehen. Wie erbittert waren die Kämpfe viele Jahre lang zwischen Atomkraftgegnern und dem Staat. Auch ein reines Politikum des Kräftemessens um Macht. Heute sind die letzten drei Werke abgeschaltet und nichts der aktuellen Probleme in der Gesellschaft sind dadurch gelöst, im Gegenteil, die finanziellen Anteile des Einzelnen nehmen zu. Windräder, ist doch lächerlich, der Strom, den Deutschland braucht, wird als Atomstrom von den Nachbarn billig gekauft und mit dem Titel Energiewende teuer an den Einzelnen verkauft. Es ist eine Heuchelei, wie es in der Politik üblich ist. Deshalb betrachte ich diese Prozesse als Philosoph und nicht als Politikwissenschaftler, der meistens einer bestimmten Partei angehört.
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Um Politik zu verstehen, die Strukturen, Prozesse und Inhalte zur Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens, sollte man nicht Kernphysik studieren, sondern Philosophie. Da geht es um Zusammenhänge menschlichen Verhaltens in der Gemeinschaft. Es sind nicht Kernphysiker, die Strompreise kreieren, sondern die gewählten Vertrauensleute in der Regierung. Jedoch, wenn selbst diese klaren Unterschiede verwässert werden in der Darstellung ist der Irrsinn nicht verwunderlich. Leben wir damit ganz gelassen. Ich habe nicht vor, den Menschen mit seinen Ambivalenzen zu ändern, ich beobachte und amüsiere mich.
Der Deutsche Bundestag beschließt am 30. Juni 2011 mit großer Mehrheit bis 2022 den Ausstieg aus der Atomenergie.
Wer war da in Deutschland an der Regierung? Kleine Quizfrage.
Nach Fukushima: Merkel läutet Atomausstieg ein – 14.3.2011
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Es ist doch ein Politikum. Den Atomausstieg, den damals CDU/CSU beschlossen haben, sollte Deutschland als den Größten und Besten darstellen in der Welt, alle Atomgegner freuten sich riesig und nun bliesen alle Deutschen ins selbe Horn. Es kam die Energiewende mit den erhobenen Kosten und der Kreisel für die steigenden Strompreise nahm seinen Lauf. Deutschland wurde Weltmeister mit den höchsten Strompreisen. Das interessiert einen Minister oder einen Abgeordneten weniger, aber die vielen Menschen mit kleinem Einkommen müssen blechen. Mag der Atomstrom subventioniert gewesen sein und dadurch billig, die erneuerbaren Energien werden es nicht, im Gegenteil, es kommt die EEG-Umlage dazu und weitere Abgaben so, dass die vier Stromkonzerne und der Staat die Hauptverdiener sind. Alles im Namen der Umwelt und der bösen Atomenergie.
Heute ist der Abschalttag der letzte drei Atomkraftwerke in Deutschland. Ein Sieg für die Atomgegner und ein Sieg für die Energiekonzerne und dem Staat, aber eine Niederlage für die vielen Menschen, die mit den Strompreisen geschröpft werden. Ein Politikum, die Macht hat der in unserer Gesellschaftsordnung, der das Geld bekommt. Die Gelder, die über die Umweltthemen verdient werden durch Maßnahmen der Grünen, fließen direkt in die Taschen der Machthaber. Eine Firma, die Wärmepumpen herstellt, verdient sich dumm und dämlich und ein Teil davon fließt den Grünen zugute als Dankeschön. Man kann es drehen und wenden wie man will, egal welche Partei in der Regierung ist, es geht um Macht und Geldströme, auch auf Kosten von Umweltthemen. Klimakrise ist gerade modern, also wird damit das Geld geschöpft. Ein Minister fühlt sich wohl, er ist das Alphatier einer ganzen Nation, er hat die Macht, das anzusagen, was dann gemacht wird. Es ist fünf vor zwölf beim Klima, also das Geld in großem Stil sofort ausgeben für den Wandel, sonst kommt der Untergang.
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Ich als Neuer finde es gut, wenn es einen neuen Thread zum Thema gibt.
Es gibt eben nicht nur die persönliche Haltung, das Selbst im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, sondern es sind auch andere Menschen mit anderen Bedürfnissen beteiligt.
Ich kann die Leute verstehen, die Atomenergie akzeptieren, der Preise wegen.
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realo
Mitglied14. April 2023 um 18:04 In Bezug auf: Frage des Monats: Wie schädlich ist Einsamkeit?Nicht nur Skype, die gesamte virtuelle Welt ist eine Möglichkeit, falls das Alleinsein oder nicht Alleinsein zu Einsamkeitsgefühlen führt. Einsamkeit heißt, der Kontakt ist abgerissen, vor allem zu mir selbst und dann braucht es Zerstreuung mit Anderen. Wer einen guten und harmonischen Kontakt mit sich selber hat, kennt das Gefühl Einsamkeit kaum. Wer den inneren Dialog pflegt und das geht anonym über die virtuelle Welt offensichtlich, braucht vor der Isolation keine Angst zu haben und verspürt die Einsamkeit weniger als Bedrohung. Das Problem im Alter mit Gebrechlichkeit, es wird erwartet, dass diesen Zustand jemand bemerkt und dann zu Hilfe eilt, jedoch durch in der Wohnung zurückgezogen sitzen, kommt niemand und die Frustration ist groß. Das führt zu einer sehr schmerzlichen und traurigen Einsamkeit. Es gibt so viel Altenbetreuung, Sozialhilfe, Besuchsdienst oder Arzt Hausbesuche, aber alles muss man vorab organisieren und aktiv ins Leben rufen, sonst passiert nichts. Also macht es Sinn, in Zeiten, in denen man noch rüstig ist, für die Gebrechlichkeit vorzusorgen und so der Einsamkeit im hilfsbedürftigen Alter zu entgehen. Die meisten Senioren haben Familienangehörige, die sich kümmern, nur wer das nicht hat, sollte sich beizeiten selber kümmern und sich bewusst sein, dass die Sozialkontakte nicht häufiger werden mit zunehmender Senilität. Mir persönlich schwebt ein Mehrgenerationshaus vor für die bedürftige Zeit im Alter. Auf Familienangehörige brauche ich nicht hoffen, sie sind weit weg.
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Das sind die kommunikativ am lustigsten, die deutlich und unübersehbar ins Netz schreiben, dass sie sich bei dem Quatsch nicht äußern. ha ha ha
Kann man bei irgendeinem Amt Altersarmut beantragen, ich hätte es gerne.
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Mir ginge es um das Gejammere wegen Altersarmut. Ich behaupte, dass der Begriff von der Gesellschaft künstlich installiert ist, um Angst zu schüren, praktisch trifft man nie jemanden an, auf den das zutrifft, niemand behauptet von sich, ich leide an Altersarmut außer im Fernsehen. Ich finde den Begriff so absurd und er wird ständig wiederholt und bedrohlich angesprochen. Natürlich gibt es in Deutschland so viel Geld, ein blühender Kapitalismus, jedoch das meiste Geld besitzen wenige und die meisten haben weniger Geld. Menschen, die so viel Kapital besitzen, dass sie das Geld per Zinsen vermehren können, sind auch in Deutschland eine Minderheit. Auf jeden Fall ist der Begriff
Altersarmutals Bedrohung gewollt. Die Würde im Alter gestaltet sich genauso wie die Würde das gesamte Leben über gelebt wurde. Wie gesagt, im Alter bekommt man die Rechnung für die Lebensqualität des ganzen Daseins. Wer das Leben lang den Rachen nicht vollkriegen konnte, wird im Alter das Gefühl haben unter Altersarmut zu leiden. Wer sein Leben lang nie ins Theater gegangen ist, weil er lieber mit der Spielekonsole spielte, braucht auch im Alter nicht ins Theater gehen, sondern sich eine Arztserie im Vorabendprogramm hineinziehen. -
Untervermieten bedeutet vor allem, mit einem fremden Menschen in einer Wohnung zusammenleben. Da braucht es viel soziales Verständnis und Empathie, sonst wird das nichts. Meine Untermieterin, nur wenig jünger als ich, ist in ihrer Heimatstadt eine Hausbesitzerin und ist hier beruflich in der Stadt. Da lohnt eine eigene Wohnung nicht. Sie will noch nicht in Rente gehen, ist fit und agil. Untervermieten ist kein Privileg eines besser gestellten Rentners, das kann jeder machen, der ein Zimmer freihat, es braucht die Fähigkeit des zwischenmenschlichen Kontaktes. Sollte es gegen dieses gruslige Wort Altersarmut helfen, eine gute Lösung. Die meisten Menschen im Kapitalismus sind arm, das ist gewollt.