Für viele Senioren ist das Internet unverzichtbar

Senioren im Internet

Wann auch immer man Werbung fürs Internet oder für Smartphones sieht: Stets stehen dabei junge Leute im Mittelpunkt. Dabei haben sich die Zielgruppen in den vergangenen Jahren stark geändert. Denn immer mehr Senioren gehen mittlerweile online.

Praktische Tipps wichtiger denn je

Allerdings gibt es auch heute noch etliche Defizite, die den sogenannten „Silver Surfern“ – wie ältere Internetnutzer auch genannt werden – zu schaffen machen. Nur ein Drittel nämlich fühlt sich im Internet sicher. Das ist das Ergebnis der Bevölkerungsbefragung „Digitale Kompetenzen im Alter“, die von der Bertelsmann-Stiftung durchgeführt wurde. In dieser umfangreichen Befragung wurde auch deutlich, wie wichtig es ist, ältere Menschen digital fit zu machen: Mit Angeboten, die in praktischer Anwendung schulen. Mittlerweile gibt es einige Initiativen, die genau das übernehmen. Dazu gehört beispielsweise das Seniorennetz Süd. Der Verein hilft sowohl beim Kauf von Smartphone und Laptop als auch Installationen und der Vermittlung von Computerkenntnissen. Ähnliche Anlaufstellen gibt es mittlerweile in ganz Deutschland.

Den Alltag erleichtern

Die Nutzung des Internets durch Senioren hat für diese zahlreiche Vorteile. So ist mit Portalen nicht nur die Organisation von Arztterminen völlig unkompliziert, auch Videosprechstunden sind möglich. Darüber hinaus ist das Internet auch ein „Tor zur Welt“, das dabei helfen kann, neue Wege aus der Einsamkeit und Isolation älterer Menschen zu bieten. Das reicht von nützlichen Tools wie etwa Google Maps, um den Weg zu finden, bis hin zu der Möglichkeit, täglich Nachrichten aus aller Welt zu konsumieren.
Doch die Einsatzbereiche für Senioren gehen noch weiter. So können Smart Home Systeme das selbstbestimmte Leben für ältere Menschen deutlich leichter machen. Tools wie etwa die smarte Türklingel, bei der man über Tablet oder Smartphone sehen kann, wer an der Haustür ist, verleihen mehr Sicherheit. Ein Haustürschloss mit Fingerabdrucksystem dagegen ist ideal für Menschen, die auf den Rollator angewiesen sind oder etwa an Arthritis leiden. Auch ein Sprachassistent wie etwa Echo von Amazon bietet für Senioren einen Mehrwert: Mit ihm lassen sich beispielsweise Anrufe durch Zuruf tätigen – ideal, wenn man beispielsweise gestürzt ist. Eine andere Möglichkeit im Smart-Home-Angebot ist SensFloor, eine Sensorenmatte, die bei einem Sturz Angehörige oder das Pflegepersonal benachrichtigt.
Für mehr Unabhängigkeit sorgen auch Smart Care-Apps für die Angehörigen, die sich damit informieren können, ob bei den Eltern oder Großeltern alles in Ordnung ist. Wenn etwas von der täglichen Routine abweicht, informiert das System automatisch, bei Auffälligkeiten leuchtet ein Alarm auf. Ebenfalls hilfreich, etwa für demente oder alleinlebende Senioren, ist ein Notruf-Armband. Eine Geofencing-Funktion alarmiert Angehörige, wenn eine Person ein eingestelltes Gebiet verlässt. Darüber hinaus lassen sich per Knopfdruck verschiedene Notfallkontakte erreichen.

Unterhaltung aus dem Netz

Doch auch zur Unterhaltung lassen sich Smartphone oder Tablet heute natürlich nutzen. Dazu zählen Filme, die man zum Beispiel via Netflix oder Amazon Prime schauen kann. Dazu gehören aber auch E-Books. Mittlerweile gibt es für die elektronischen Bücher diverse Anbieter. Umso wichtiger, dass man den richtigen E-Book-Reader findet. Denn die elektronischen Bücher haben für ältere Menschen echte Vorteile: Zum einen, weil man die Lieblingslektüre bequem online bestellen kann und sie drahtlos geliefert bekommt. Zum anderen aber auch, weil man bei E-Books die Schriftgrößen und die Helligkeit verstellen kann. Somit müssen sich Senioren nicht mehr auf Großdruckbücher beschränken – und die Lesehilfe wird ebenfalls in vielen Fällen überflüssig.

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