Bremer Klaben: Geschichte und Zubereitung der süßen Spezialität

Der Bremer Klaben ist mehr als nur ein süßes Gebäck – er ist ein wichtiger Bestandteil der Bremer Kultur und Tradition. Eine feine, regionale Spezialität aus der Hansestadt Bremen. Hübsch verpackt, besticht der Klaben bzw. Kuchen durch eine Fülle von Trockenfrüchten und Gewürzen, die ihm seinen unverwechselbaren Geschmack verleihen. Der Bremer Klaben spielt eine zentrale Rolle in den Bremer Weihnachtsfeierlichkeiten. Er ist nicht nur eine beliebte Spezialität aus Hefeteig, sondern auch ein traditionelles Geschenk, das oft an Freunde und Familie weitergegeben wird.

Historischer Hintergrund

Die genauen Ursprünge des Bremer Klabens sind ungewiss, doch die ersten schriftlichen Erwähnungen datieren auf das späte Mittelalter. Seither hat er sich als fester Bestandteil der Bremer Backtradition etabliert und wird insbesondere in der Weihnachtszeit genossen. Seine einzigartige Zusammensetzung und Zubereitungsart haben ihn durch die Jahrhunderte hindurch bewahrt und zu einem wahren Kulturgut Bremens gemacht.

Die sog. "Klabenzeit" bezieht sich hierbei auf die traditionelle Zeitperiode, in der der Bremer Klaben, ein typischer Kuchen aus Bremen, hergestellt und verzehrt wird. Die Spezialität ist ein fester Bestandteil der adventlichen und weihnachtlichen Traditionen in Bremen und Umgebung. Seine Zubereitung und das gemeinsame Genießen markieren für viele Menschen den Beginn der festlichen Jahreszeit, daher die Bezeichnung "Klabenzeit".

In dieser Zeit ist der Bremer Klaben ein beliebtes Gebäck, das oft zuhause gebacken oder in Bäckereien gekauft und als festlicher Genuss serviert wird. Es wird oft als Geschenk gegeben oder als Teil des Weihnachtsgebäcks in der Familie genossen.

Klaben
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Rezept und Zubereitung

Ein authentischer Bremer Klaben besteht aus folgenden Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl
  • 200 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 200 g Rosinen
  • 100 g Zitronat
  • 100 g Orangeat
  • 50 g Mandeln
  • 20 g Hefe
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml Milch
  • 1 TL Kardamom
  • 1 TL Zimt

Zubereitung des Bremer Klaben

Vorbereitung: Beginnen Sie damit, die Rosinen in etwas warmem Wasser einzuweichen, damit sie aufquellen können. Während die Rosinen einweichen, schneiden Sie das Zitronat und Orangeat in kleine Würfel.

Hefeteig herstellen: Erhitzen Sie die Milch in einem kleinen Topf, bis sie lauwarm ist. Geben Sie dann die Hefe und einen Teelöffel Zucker hinein und rühren Sie, bis sich beides aufgelöst hat. Geben Sie das Mehl in eine große Rührschüssel und machen Sie in der Mitte eine Mulde. Gießen Sie die Hefemischung hinein, bedecken Sie sie mit etwas Mehl und lassen Sie das Ganze abgedeckt an einem warmen Ort etwa 15 Minuten gehen.

Teig kneten: Fügen Sie den restlichen Zucker, das Salz, die weiche Butter, Zimt und Kardamom zum Teig hinzu. Kneten Sie den Teig gründlich, bis er glatt und elastisch ist. Dies kann einige Minuten dauern.

Zutaten hinzufügen: Drücken Sie das Wasser aus den Rosinen und geben Sie sie zusammen mit dem Zitronat, Orangeat und den Mandeln in den Teig. Kneten Sie alles gut durch, bis die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind.

Teig gehen lassen: Formen Sie den Teig zu einer Kugel und lassen Sie ihn abgedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Backofen vorheizen und Teig formen: Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Celsius vor. Formen Sie den Teig zu einer länglichen Rolle und legen Sie ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Drücken Sie den Teig etwas flach, so dass er die charakteristische Form des Bremer Klaben erhält.

Backen: Backen Sie den Klaben im vorgeheizten Ofen etwa 60 Minuten, bis er goldbraun ist und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

Abkühlen und Servieren: Lassen Sie den Klaben auf einem Gitter vollständig abkühlen

Tipp: Der Bremer Klaben schmeckt am besten, wenn er ein paar Tage ruhen konnte, da die Aromen dann intensiver werden. Lagern Sie ihn gut verpackt an einem kühlen Ort.

Lagerung und Haltbarkeit

Der Bremer Klaben hält sich bei richtiger Lagerung mehrere Wochen. Er sollte in einer luftdichten Dose oder unter einer Käseglocke aufbewahrt werden, um ihn vor Austrocknung zu schützen. Im Kühlschrank gelagert, kann seine Haltbarkeit sogar noch verlängert werden.

Christstollen

Früchtebrot, Stollen oder Klaben?

Im Vergleich zu anderen Früchtebroten, wie dem Dresdner Stollen, hat der Bremer Klaben einen höheren Anteil an Trockenfrüchten und Gewürzen, was ihm einen intensiveren Geschmack verleiht. Während der Stollen oft mit Marzipan gefüllt ist, ist dies beim Klaben nicht üblich. Der Klaben unterscheidet sich auch vom Stollen dadurch, dass er nicht manuell geformt wird. Stattdessen wird er immer in großen, rechteckigen Formen gebacken, wobei jede Form 5 bis 6 kg Teig enthält. Diese Methode verleiht dem Klaben seine charakteristisch lange, flache Form und sorgt dafür, dass die geschnittenen Scheiben nahezu rechteckig sind. Nach dem Backen wird der Klaben mit Eistreiche überzogen, jedoch im Gegensatz zum Stollen nicht mit Puderzucker bestreut.

Weitere Bremer kulinarische Spezialitäten

Neben dem Klaben hat Bremen noch viele weitere kulinarische Spezialitäten zu bieten, darunter Bremer Kluten (Pfefferminzbonbons), Bremer Kaffeebrot und natürlich den berühmten Bremer Labskaus. Der Klaben passt perfekt in diese Palette von Leckereien, die die Vielfalt und Einzigartigkeit der Bremer Küche unterstreichen.

Fragen & Antworten

Ein Stollen ist ein traditionelles deutsches Gebäck, das besonders zur Weihnachtszeit beliebt ist. Es handelt sich um ein schweres, süßes Hefegebäck, das mit Trockenfrüchten, Nüssen und Gewürzen gefüllt und oft mit Puderzucker bestäubt ist.
Einige der spezifischen Zutaten, die typischerweise in einem Stollen verwendet werden, sind Rosinen, Zitronat, Orangeat und Mandeln. Einige Versionen enthalten auch Marzipan oder Quark. Die Gewürze, die verwendet werden, sind normalerweise warm und aromatisch, wie Zimt, Muskat und Kardamom. Das Aussehen des Stollens ist auch charakteristisch, da es normalerweise eine längliche Form hat, die in der Mitte gefaltet ist, um die Füllung zu umschließen. Dies soll symbolisch an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern. Es gibt viele regionale Variationen von Stollen, aber der bekannteste ist wahrscheinlich der Dresdner Christstollen, der strengen geographischen und qualitativen Anforderungen unterliegt, um seinen Namen tragen zu dürfen.

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