realo
Erstellte Foren-Antworten
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Was haben die Klimaproteste in Berlin mit dem innerdeutschen Ost-West-Konflikt zu tun? Auf jeden Fall liegt Berlin im Osten und es ging um Protest. Die einen protestieren mit AfD und die anderen mit Kleber. Stets richtet es sich an die Gesellschaft, an Veränderung im Bestehenden und an Kritik gegenüber der Vergangenheit. Lebe als Ex-Berliner in Bayern, da gibt es diese Konflikte kaum, alles ist konservativ, stabil und streng geordnet.
Heute lässt sich über das Netz jeder Winkel der Erde beobachten, so auch, was in Berlin und im Osten los ist. Die Nachrichten der allgemeinen Tagesschau verraten das nicht, jedoch wenn man zwischen den Zeilen der offiziellen Berichterstattung liest, bekommt man einige Zusammenhänge mit. Sowohl was die Klimaproteste angeht, als auch was den reaktionären Osten angeht, im Protest besteht da eine Verbindung. Der Protest bezieht sich nicht auf materiellen Wohlstand und auch nicht auf viel Geld, sondern auf das Lebensgefühl und das ist beeinträchtigt. Bei denen, die Angst vor dem Klimawandel haben und bei denen, die annektiert wurden. Wenn dann diejenigen, die annektiert wurden, Angst vor Klimawandel haben, ist es ganz aus, wie es bei der jungen Generation, die sich letzte Generation nennt, durchaus denkbar ist. Es sind jeweils Fanatiker, aber wie züchtet man in einer Gesellschaft Fanatiker? Das hat ganz konkrete Ursachen, die mit dem jeweiligen System zusammenhängen.
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@rooikat „M.E. wurde für beide Seiten, damals für ganz Deutschland die Chance
eines wirklich gemeinsamen Neubeginns verpasst. Wurde nicht auch von
einer gemeinsamen Verfassung statt des GG gesprochen?“Gesprochen wurde viel und Idee gab es jede Menge in der Wendezeit ’89/ ’90, jedoch die Realität hat gezeigt, der Westen hat über den Osten gewonnen, in jeder Hinsicht, politisch, wirtschaftlich, militärisch, in allen Bereichen, da gibt es keine Kompromisse, der Sieger sagt an, was mit dem annektierten Land passiert und genauso wie die Bürger der Krim zu Russland wollten, so wollten die DDR-Bürger zum Westen. Von Angleichen oder Wiedervereinigung war im Osten die Rede, aber im Westen sah die Realität anders aus. Nun kann man sich mit dem Verlauf der Geschichte im Nachhinein nur abfinden. Es gab die Idee einer neuen Verfassung, aber praktisch umgesetzt wurde die Angleichung an das GG. Was hilft da lamentieren? Besser ist das GG studieren, es gilt in der Gesellschaft für alle, Ost wie West.
Die Römer damals haben es besser gemacht, wenn sie Ländereien besetzten haben, haben sie die einheimische Kultur und den Geist erhalten, nur ihre Regeln noch dazu getan, so fühlte sich der Mensch nicht aller seiner Werte beraubt und akzeptierte die römischen Besatzer. Das führte zu einem großen Imperium, dass lange Zeit gut funktionierte ohne Revolten und ohne AfD.
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@ Heigi Ich weiß, die Freunde von Wessis im Osten haben viel geklagt. Es waren auch die, die eine Dose Dallmayr prodomo aus dem Westpaket im Fenster stehen hatten, um zu zeigen, wie weltoffen sie sind. Letztendlich hat dieser Konsum den Osten komplett überrumpelt. Jedoch ich weiß, offiziell haben die Ossis politisch gekämpft gegen den Sozialismus, um die Freiheit zu bekommen. Ich kenne im Bayern kaum jemand der Dallmayr prodomo kauft, viel zu teuer, jedoch wenn er im Angebot ist, dann geht es. Klagen über DDR Verhältnisse, vor allem Wessis gegenüber schön und gut, die Propaganda des kalten Krieges war und ist stark, jetzt auf die Russen und Chinesen bezogen. Es hilft nichts, es gibt die Lager, das ist in den Köpfen drin, dafür wird viel getan in den Medien. Der Wahlsieg von AfD im Osten ist ein Resultat.
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Na, ja, was hat die DDR-Bürger gelockt, die Westtante, die Produkte vom Intershop und die D-Mark. War da noch etwas?
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realo
Mitglied28. April 2023 um 14:27 In Bezug auf: ENDLICH Das neue "Heizungsgesetz" verständlich erklärtUm die ‚Ziele‘ zu erreichen, muss alles neu gekauft werden ohne Ausnahme, Marktwirtschaft lässt grüßen.
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@ Webra Die Anderen beneiden nicht wegen der Demokratie, sondern wegen des materiellen Wohlstandes und Geld regiert die Welt. Da kann man sagen und denken, was man will, Hauptsache die Kohle stimmt, das wirkt oberflächlich gesehen verlockend.
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realo
Mitglied27. April 2023 um 9:06 In Bezug auf: ENDLICH Das neue "Heizungsgesetz" verständlich erklärtAuf diese etwas naive Frage mache ich mir nicht die Mühe und formuliere selbst, sondern benutze einen Text aus dem Netz: ‚Die Kunstfreiheit
ist im Grundgesetz verankert – und zwar in Artikel 5. Dort heißt es:
,Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei‘. ,Frei‘ bedeutet
nach dem Wortlaut des Grundgesetzes zunächst, dass die Kunst an sich keine Grenzen haben soll.‘ Deshalb haben Künstler uneingeschränkte Freiheit in ihrer Äußerung. Jedoch jeder kann von seinem Hausrecht Gebrauch machen, auch gegenüber einem Künstler, wenn es ihm nicht passt. So ist zwischen öffentlichem und privatem Terrain zu unterscheiden. Jeder hat genauso das Recht den Künstler mit Narrenfreiheit zu verhöhnen und zu verspotten, das muss er dann aushalten können. -
Nur wenn das ganze Klimathema ein Marketinggag ist, fliegt die Argumentation der letzten Generation auf, aber auch noch vieler anderer, die versuchen, damit Kapital zu schaffen.
Auch die Truman Show ist eine Fantasie, aber die Fantasie ist real.
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realo
Mitglied26. April 2023 um 11:01 In Bezug auf: ENDLICH Das neue "Heizungsgesetz" verständlich erklärt@Heigi Natürlich, bei Böhmermann ein Medienrummel, das wünschen sich die meisten Darsteller und Erdogan ein Humor-Muffel, weil innerlich zerrissen. Das markanteste Paradebeispiel der letzten Jahre. Es wurde letztlich in Deutschland als Kunst anerkannt und somit juristisch nicht weiter verfolgt, trotz der Klage wegen Beleidigung. Es gibt jedoch mehr Beispiele von politischen provokanten Äußerungen, die letztlich als Kunstform anerkannt wurden. Trotzdem halte ich es für mutig, auf diese Art öffentlich zu agieren. Die Political Correctness wird in Deutschland so streng gehandhabt in den politischen Bereichen, da reicht ein kleines Vergehen und man ist weg vom Fester. Nur die Künstler haben Narrenfreiheit.
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Verstehe die Aufregung nicht, das ist Protest, derselbe Protest wie ihn die Grünen damals im Bundestag an den Tag legten. Natürlich beeinträchtigt es die Bequemlichkeit und Gewohnheit, soll es auch. Ziviler Ungehorsam ist für Bürger unbequem, das ist der Sinn von Protest. Da geht es nicht um Demo mit Blumen und Musik, da geht es um Protest, der den Schmerzpunkt treffen soll. Ob es was bringt? Was soll es bringen? Ein dickeres Konto nicht. Denn der letzten Generation, die sich ankleben, bringt es etwas, sie protestieren mit Nachdruck und treffen den Nerv. Einen deutschen Autobesitzer am Fahren hindern ist die Höchststrafe, das wissen die protestierenden jungen Leute. Ob Studentenrevolte wie
68, die RAF oder die Atomkraftgegner, stets ging es um Protest in der Gesellschaft mit Gewaltakt. Jetzt heißen die protestierenden jungen Leute letzte Generation und treffen einen Nerv. Der Aufschrei vom Bürger ist jedes Mal gleich groß, das christliche Abendland ist in Gefahr, sein kleines Hab und Gut, dieFreiheit`im Auto. Mich betrifft es nicht, bin schon lange von Berlin weggezogen und habe gerade kurz vor Weihnachten das Auto verkauft. Mich persönlich kann die letzte Generation nicht ärgern, bin Sympathisant von Protest und Zivilcourage. War in meiner Jugend in Berlin großer Freund der Hausbesetzer, sie hatten die besten Nachtcafés.