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     Paesi antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen 6 Teilnehmer · 29 Beiträge
  • GSaremba61

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 11:30

    ….mir der Zugang zum Konto verwehrt wird und ich nicht schließen darf, obwohl es im Bank-Vertrag anders steht.

    Ganz explizit nachgefragt: @Paesi – Du hast eine schriftliche Kündigung mit den entsprechenden Unterlagen an die Bank gesendet und die Bank löst das Konto nicht auf?

    GeSa

  • SFath

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 11:40

    Um allem Ärger und sonstigem Aufwand aus dem Wege zu gehen, ließe ich das Konto als Karteileiche der Bank einfach stehen! Aus die Maus!

    Nachtrag: Komplett enterben kann man nur Personen, die sich dem Erblasser gegenüber z.B. mit einer Morddrohung, tätlichen Angriffen etc. selbst von der Erbfolge ausgeschlossen haben. Diese müßten durch pol. Anzeige nachgewiesen werden. Gilt auch im Falle der Begrenzung auf den Pflichtteil. Dies würde das Nachlaßgericht klären. Wenn du einen Erbschein beantragst, dann ist es automatisch eingeschaltet und du kannst erst über dein Erbe vollumfänglich verfügen, nachdem alle Ansprüche rechtlich geklärt sind. Trotz Testament! So ganz unanfechtbar ist es also nicht.

    • Dieser Beitrag wurde vor 1 Monat von  SFath bearbeitet.
  • Paesi

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 13:34

    Geklärt, habe mich auf zur Hauptfiliale gemacht und den Chef um ein Gespräch gebeten.

    Ergebnis: Die Bank darf nicht sperren, mein Zugang ist rechtens. Ich kann das Konto schließen. Ich benötige nur die Sterbeurkunde, die hat die Bank bereits. Ich brauche weder Testament noch Erbschein, ich muss nicht einmal Erbe sein – es reicht, dass ich Kontobevollmächtigter bin und somit muss die Bank dem Willen des einstigen Vollmachtgebers nachkommen.

    @SFath, das Erbe ist geregelt. Ich brauche keinen Erbschein.

    Jemand ist enterbt, wenn wenn er im Testament nicht bedacht ist, obwohl er ohne Testament gesetzlicher Erbe wäre. (Erben ist mehr als nur etwas bekommen. Mit dem Erbe sind Rechte und Pflichten verbunden, die entfallen beim Pflichtteiberechtigtem.)

    Das Gesetz schützt aber gesetzliche Erben mittels Pflichtteilanspruch vor einem völligem Leerausgehen. (Völlige Enterbung ist schwer möglich, aber darum geht es bei mir nicht.)

  • Wattfrau

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 13:38

    Schön, Paesi, das ist ja auch der Sinn einer Bankvollmacht!

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 13:48

    Geklärt, habe mich auf zur Hauptfiliale gemacht und den Chef um ein Gespräch gebeten.

    Genauso würde ich es mit dem Konto Deiner Mutter machen. Nach Kontoabwicklung Restguthaben auf Dein Konto.

  • SFath

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 13:52

    @Paesi, dann ist zumindest die Kontosache geklärt.

    Aus eigener Erfahrung eines 6 Jahre dauernden Erbstreits (alle Kinder, auch die aus 1. Ehe), waren im gegenseitigen Berliner Testament auf den Pflichtteil gesetzt. Und das wurde angefochten. Ergebnis: Der gemeinsame, minderjährige Sohn bekam einen gesetzlichen Amtsvormund zur Wahrung seiner Interessen. Die erwachsenen Kinder gingen am Ende insofern leer aus, da sie die Summe des angedachten Pflichtteils für Rechtsberatung ausgegeben hatten.

  • Paesi

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 14:03

    Zum Erbstreit wird es nicht kommen. Die Kinder wollen sich keine Haushälfte teilen und mit mir in eine Erbgemeinschaft treten. Ich soll allein verfügen können. Sie müssten ja sonst auch Nebenkosten und andere Verbindlichkeiten übernehmen. Viel ist die Hälfte auch nicht wert und nach Abzug aller Nachlassverbindlichkeiten und Schulden bleibt fast nichts mehr zum Teilen. Das funktioniert schon.

    @All: Danke, dass sich so viele Gedanken gemacht haben.

    • Dieser Beitrag wurde vor 1 Monat von  Paesi bearbeitet.
  • SFath

    Teilnehmer
    24. August 2020 um 14:53

    @Paesi, dann schätze dich glücklich, wenn es so ist!!! Star Struck

  • Paesi

    Teilnehmer
    15. September 2020 um 10:42

    Nachtrag:

    Ich habe gestern das Konto meiner Mutti aufgelöst, als Kontobevollmächtigte – kein Erbschein, kein Testament wurde verlangt – nur die Sterbeurkunde.

    Was ich nicht wusste, dass man als Erbe 3 Monate Zeit hat, um sich beim Finanzamt für Erbschaftssteuer zu melden.

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