Calciummangel: Symptome erkennen, Ursachen verstehen und behandeln

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Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für unseren Körper. Er spielt eine zentrale Rolle für gesunde Knochen und Zähne, die Blutgerinnung und das neurologische System. Ein Mangel an diesem wichtigen Stoff, medizinisch als Hypokalzämie bezeichnet, kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen.

Was ist Calciummangel?

Calciummangel, oder Kalziummangel, tritt auf, wenn der Kalziumspiegel im Blut unter ein bestimmtes Niveau fällt. Dies kann die Funktion vieler Körperteile beeinträchtigen und zu einer Reihe von Symptomen führen. Besonders bekannt ist der Zusammenhang zwischen Calciummangel und Osteoporose, dem Knochenschwund, der besonders bei älteren Menschen auftritt.

Symptome von Calciummangel

Calcium spielt eine Schlüsselrolle in diversen physiologischen Prozessen des Körpers, weshalb ein Mangel an diesem Mineral zu einer breiten Palette an Symptomen führen kann. Diese Symptome variieren je nach Schweregrad und Dauer des Calciumdefizits. Zu den Anzeichen, die auf einen Mangel an Calcium hindeuten könnten, gehören:

- Muskelkrämpfe und Kribbeln
- Muskelschmerzen
- Verkrampfung der Halsmuskulatur
- Muskelkrämpfe (Tetanie)
- Probleme mit Herz und Kreislaufsystem
- Herzrhythmusstörungen
- Brüchige Nägel
- Veränderungen in Haut- und Haarbeschaffenheit (trockene Haut)
- Zahnprobleme wie Karies und Parodontitis
- Schwierigkeiten bei der Verdauung
- Psychische Störungen
- Entwicklung eines grauen Stars
- Beeinträchtigungen im Stoffwechsel der Knochen
- Krankheiten wie Osteoporose und Rachitis

Empfohlene Calciumaufnahme

Die tägliche empfohlene Calciumaufnahme variiert je nach Altersgruppe und Lebensphase. Die Richtwerte lauten:

Säuglinge
0-6 Monate: 200 mg
7-12 Monate: 260 mg

Kleinkinder
1-3 Jahre: 700 mg

Kinder
4-8 Jahre: 1.000 mg

Jugendliche
9-18 Jahre: 1.300 mg

Erwachsene
19-50 Jahre: 1.000 mg
Über 50 Jahre: 1.200 mg

Schwangere und Stillende
Unter 19 Jahre: 1.300 mg
19 Jahre und älter: 1.000 mg

Senioren
Über 70 Jahre: 1.200 mg

Diese Richtwerte sind wichtig, um einen optimalen Calciumspiegel für gesunde Knochen und eine gute Gesundheit zu gewährleisten. Besonders Senioren sollten auf eine ausreichende Calciumzufuhr achten, da sie ein höheres Risiko für Osteoporose und andere knochenbezogene Erkrankungen haben.

Ursachen für Calciummangel

Es gibt mehrere Ursachen für Calciummangel. Eine unzureichende Calciumaufnahme, oft in Verbindung mit einem Vitamin-D-Mangel, ist eine der Hauptursachen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Calciumzufuhr von etwa 1.000 mg für Erwachsene. Andere Ursachen können ein zu niedriger Spiegel des Parathormons (Hypoparathyreoidismus), ein niedriger Magnesiumspiegel (Hypomagnesiämie), oder eine Pankreatitis sein.

Calcium in Nahrungsmitteln
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Diagnose und Behandlung

Die Ursachen eines Calciummangels sind vielfältig und können von Ernährungsgewohnheiten bis zu spezifischen medizinischen Zuständen reichen. Zu den wichtigsten Faktoren, die zu einem Mangel führen können, gehören:

Unzureichende Calciumaufnahme: Eine der häufigsten Ursachen für Calciummangel ist eine Ernährung, die nicht genügend Calcium bereitstellt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen eine Aufnahme von etwa 1.000 mg Calcium pro Tag. Dies kann besonders bei Personen mit eingeschränkter Diät oder bei Veganern ein Problem darstellen, da die Hauptquellen für Calcium oft in tierischen Produkten, wie Milchprodukten zu finden sind.

Vitamin-D-Mangel: Vitamin D ist für die Calciumaufnahme im Körper wesentlich. Ein Mangel an Vitamin D kann dazu führen, dass der Körper das aus der Nahrung aufgenommene Calcium nicht effektiv verwerten kann. Dies ist besonders in Regionen mit geringer Sonneneinstrahlung oder bei Menschen, die wenig Zeit im Freien verbringen, ein Problem.

Hormonelle Faktoren: Ein niedriger Spiegel des Parathormons, bekannt als Hypoparathyreoidismus, kann zu einem Calciummangel führen. Das Parathormon reguliert den Calcium- und Phosphatspiegel im Blut, und ein Ungleichgewicht kann die Calciumabsorption und -verteilung im Körper stören.

Niedriger Magnesiumspiegel (Hypomagnesiämie): Magnesium ist wichtig für die Aufrechterhaltung des Calciumspiegels im Körper. Ein Mangel an Magnesium kann daher indirekt zu einem Calciummangel führen, da er die Freisetzung von Parathormon beeinflusst, was wiederum die Calciumabsorption und -verwertung stört.

Pankreatitis und andere Erkrankungen: Bestimmte Krankheiten wie Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) können die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, Nährstoffe aus der Nahrung zu absorbieren, einschließlich Calcium. Weitere medizinische Zustände, die die Calciumabsorption beeinflussen können, sind entzündliche Darmerkrankungen und Nierenprobleme.

Bei Verdacht auf Calciummangel sollte man einen Arzt konsultieren, um die genauen Ursachen zu identifizieren und eine geeignete Behandlung zu beginnen. Eine ausgewogene Ernährung, die ausreichend calciumreiche Lebensmittel enthält, sowie ausreichende Sonnenexposition oder Vitamin D-Supplementierung können dabei helfen, das Risiko eines Calciummangels zu verringern.

Vorbeugung

Die Vorbeugung eines Calciummangels setzt eine bewusste Aufmerksamkeit auf die tägliche Ernährung und Lebensgewohnheiten voraus. Einige grundlegende Maßnahmen, um einen ausreichenden Calciumspiegel im Körper zu gewährleisten:

Ausreichende Calciumzufuhr: Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Calciummangel ist eine ausgewogene Ernährung, die genügend Calcium enthält. Milchprodukte wie Milch, Käse und Joghurt sind ausgezeichnete Calciumquellen. Für Menschen, die keine Milchprodukte konsumieren können oder wollen, bieten sich Alternativen wie angereichertes Pflanzenmilchersatzprodukte, Tofu, grünes Blattgemüse wie Brokkoli und Grünkohl, sowie Nüsse, insbesondere Mandeln, an.

Vitamin D-Aufnahme sicherstellen: Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle bei der Calciumaufnahme im Körper. Natürliche Sonnenlichtexposition ist eine effektive Methode, um Vitamin D zu produzieren. Etwa 10-30 Minuten Sonnenlicht mehrmals pro Woche können ausreichend sein, abhängig vom Hauttyp und geografischer Lage. In den Wintermonaten oder bei unzureichender Sonnenlichtexposition können Vitamin D-Supplemente hilfreich sein.

Bewusstsein für Risikogruppen: Bestimmte Gruppen wie ältere Menschen, postmenopausale Frauen, Menschen mit bestimmten Erkrankungen (wie Nierenerkrankungen) oder Menschen mit dunklerer Hautfarbe sind anfälliger für Calciummangel und sollten besonders auf eine angemessene Calcium- und Vitamin D-Aufnahme achten.

Regelmäßige körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung, insbesondere Gewicht tragende Übungen wie Wandern, Laufen, Yoga und Krafttraining, kann die Knochengesundheit fördern und damit indirekt zur Prävention von Calciummangel beitragen.

Kontrollierte Einnahme von Ergänzungsmitteln: In einigen Fällen kann die Einnahme von Calcium- und Vitamin D-Supplementen notwendig sein, insbesondere bei Personen, bei denen eine ausreichende Nährstoffaufnahme durch die Nahrung nicht gewährleistet ist. Dies sollte jedoch unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da eine übermäßige Einnahme von Calcium zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

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Regelmäßige medizinische Kontrollen: Besonders für Personen in Risikogruppen können regelmäßige medizinische Kontrollen des Calcium- und Vitamin D-Spiegels hilfreich sein, um Mängel frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen kann das Risiko eines Calciummangels effektiv reduziert und die allgemeine Knochen- und Gesundheitsgesundheit gefördert werden.

Calcium in Nahrungsergänzungsmitteln
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Fazit

Kalzium spielt eine wesentliche Rolle für zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper, weshalb ein Mangel ernsthafte Auswirkungen haben kann. Der tägliche Calciumbedarf variiert je nach Alter und Lebensphase, ist jedoch für die Aufrechterhaltung der Gesundheit essentiell. Eine unzureichende Aufnahme von Calcium, oft gekoppelt mit zu wenig Vitamin D3, kann zu einem Rückgang der Calciumkonzentration im Blut führen und diverse Symptome und Ursachen von Gesundheitsproblemen nach sich ziehen.

Es ist wichtig, die Symptome und Behandlung eines Calciummangels zu kennen, denn obwohl einige Symptome verschwinden können, bedeutet dies nicht, dass der Mangel behoben ist. Calciummangel kann durch eine angepasste Ernährung, die eine ausreichende Aufnahme von Calcium sicherstellt, und bei Bedarf durch Nahrungsergänzungsmittel, die die Aufnahme von Calcium im Darm unterstützen, effektiv behandelt werden. Zudem spielt Vitamin D3 eine Schlüsselrolle bei der Aufnahme und Verwertung von Calcium.

Der menschliche Körper benötigt zudem ein ausgewogenes Hormonlevel, um die Calciumkonzentration im Blut zu regulieren. Bei Anzeichen eines Calciummangels ist es daher wichtig, professionellen medizinischen Rat einzuholen. So können die genauen Ursachen identifiziert und eine adäquate Behandlung eingeleitet werden.

Schließlich lässt sich festhalten, dass die Prävention von Calciummangel durch Achtsamkeit und das Bewusstsein für die eigene Ernährung und Gesundheit eine wichtige Rolle spielt. Durch die richtige Ernährung und die Berücksichtigung des persönlichen Calciumbedarfs lässt sich das Risiko eines Mangels verringern und somit langfristig die eigene Gesundheit fördern.

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