Mangelernährung: Symptome, Ursachen und Folgen - Ein Überblick

Mangelernährung

Mangelernährung ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem, das oft übersehen wird. Es kann jeden betreffen, unabhängig von Alter oder Lebensstil. Besonders besorgniserregend ist die Mangelernährung im Alter. In diesem Artikel wollen wir die verschiedenen Aspekte von Mangelernährung beleuchten und einfache Ernährungstipps geben.

Zwei Formen von Mangelernährung

Mangelernährung kann auf verschiedene Weisen auftreten und wird oft in zwei Hauptkategorien eingeteilt:

Unterernährung

Diese Form der Mangelernährung ist wahrscheinlich die bekannteste und bezieht sich auf einen Mangel an Kalorien oder Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Proteine, Fette), die eine Person benötigt, um grundlegende körperliche Funktionen aufrechtzuerhalten. Sie kann zu erheblichem Gewichtsverlust, Muskelschwund, allgemeiner Schwäche und einer beeinträchtigten Immunfunktion führen.

Mikronährstoffmangel

Diese Form der Mangelernährung bezieht sich auf einen Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralien, die der Körper benötigt. Obwohl Menschen mit einem Mikronährstoffmangel nicht unbedingt dünn oder untergewichtig sein müssen, kann ihr Körper dennoch leiden. Typische Beispiele für Mikronährstoffmangel sind Eisenmangel, der zu Anämie führen kann, und Vitamin-D-Mangel, der Knochenschwund und andere Probleme verursachen kann.

Mangelernährung ist nicht nur ein Problem für Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen. Sie kann auch in wohlhabenden Ländern auftreten, insbesondere bei älteren Menschen, Menschen mit Essstörungen und Menschen, die keinen Zugang zu gesunden Lebensmitteln haben.

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5 Gruppen von Risikofaktoren für Mangelernährung

Die Risikofaktoren für Mangelernährung lassen sich grob in fünf Kategorien einteilen:

Biologische Faktoren: Hierzu gehören Alter, Geschlecht und genetische Veranlagungen. Ältere Menschen, insbesondere diejenigen über 65 Jahre, sind besonders anfällig für Mangelernährung aufgrund von Veränderungen in Stoffwechsel, Appetit und der Fähigkeit, Nahrung zu verdauen und Nährstoffe aufzunehmen.

Medizinische Faktoren: Chronische Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, Krebs und gastrointestinale Erkrankungen können die Nahrungsaufnahme und -verdauung beeinflussen und zu Mangelernährung führen. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Demenz können das Essverhalten und damit die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.

Sozioökonomische Faktoren: Armut, Bildungsstand und Wohnverhältnisse können das Ernährungsverhalten und die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln beeinflussen. Personen, die in Armut leben, haben oft einen schlechteren Zugang zu gesunden Lebensmitteln, was zu Mangelernährung führen kann.

Verhaltens- und Lifestyle-Faktoren: Dazu gehören Ernährungsgewohnheiten, körperliche Aktivität, Rauchen und Alkoholkonsum. Eine unausgewogene Ernährung, mangelnde Bewegung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können das Risiko einer Mangelernährung erhöhen.

Umweltfaktoren: Dies kann den Zugang zu gesunden Lebensmitteln, die Qualität des Wassers und der Luft, sowie die Verfügbarkeit von Gesundheits- und Sozialdiensten beinhalten. In Gebieten mit schlechter Infrastruktur und Umweltbelastungen ist das Risiko einer Mangelernährung oft höher.

Diese Risikofaktoren können einzeln oder in Kombination auftreten und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung. Es ist wichtig, sie frühzeitig zu erkennen und geeignete vorbeugende und therapeutische Maßnahmen zu ergreifen.

Ursachen von Mangelernährung

Mangelernährung hat viele Ursachen. Manchmal ist es das Ergebnis sozioökonomischer Umstände, wie Armut oder mangelnder Zugang zu gesunden Lebensmitteln. Es kann aber auch durch gesundheitliche Probleme verursacht werden, wie chronische Krankheiten, die die Fähigkeit zur Nahrungsaufnahme oder -verwertung beeinträchtigen. Auch psychische und emotionale Probleme, wie Depressionen oder Essstörungen, können zu Mangelernährung führen.

Welche Risiken begünstigen Mangelernährung?

Es gibt verschiedene Risiken, die eine Mangelernährung begünstigen können.

Krankheiten: Chronische Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen, gastrointestinale Störungen oder neurologische Störungen wie Alzheimer und Demenz können die Fähigkeit einer Person, Nahrung richtig zu essen oder zu verdauen, beeinträchtigen.

Soziale Faktoren: Menschen, die alleine leben, besonders ältere Menschen, können dazu neigen, weniger gesunde Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Auch Armut und der Mangel an Zugang zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln kann zur Mangelernährung beitragen.

Psychische Gesundheit: Depression und andere psychische Gesundheitsprobleme können den Appetit beeinträchtigen und dazu führen, dass Menschen weniger essen oder ungesunde Lebensmittel wählen.

Alter: Ältere Menschen sind besonders anfällig für Mangelernährung, da sie möglicherweise Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken haben, weniger hungrig sind oder an Krankheiten leiden, die die Aufnahme oder Nutzung von Nährstoffen beeinträchtigen.

Medikamente und Behandlungen: Einige Medikamente oder medizinische Behandlungen, wie Chemotherapie, können den Appetit mindern, den Geschmackssinn verändern oder Verdauungsprobleme verursachen, was zu Mangelernährung führen kann.

Falsche Ernährungsgewohnheiten: Eine unausgewogene Ernährung, bei der wichtige Nährstoffe fehlen, kann ebenfalls zur Mangelernährung führen. Dies kann bei Menschen der Fall sein, die Diäten einhalten, die bestimmte Lebensmittelgruppen ausschließen, oder bei denen, die hauptsächlich verarbeitete Lebensmittel konsumieren.

Alkoholismus: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Körper daran hindern, Nährstoffe richtig zu absorbieren und zu nutzen, und kann auch den Appetit beeinträchtigen.

Diese Risiken können einzeln oder gemeinsam auftreten und das Risiko einer Mangelernährung erhöhen.

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Mangelernährung: Symptome und Anzeichen

Die Symptome der Mangelernährung sind vielfältig. Zum Ernährungszustand gehören körperliche Anzeichen, wie Gewichtsverlust, Müdigkeit, geschwächtes Immunsystem und Schwierigkeiten beim Heilen von Wunden. Psychische Anzeichen können Verwirrtheit, Depressionen und Reizbarkeit umfassen.

Diagnose von Mangelernährung

Die Diagnose einer Mangelernährung bei Erwachsenen erfolgt anhand von verschiedenen Kriterien. Mindestens eines dieser Kriterien muss zutreffen:

Medizinische Anamnese: Dies umfasst eine detaillierte Analyse des allgemeinen Gesundheitszustands, der Ernährungsgewohnheiten, möglicher Probleme bei der Nahrungsaufnahme und jeglicher Veränderungen des Körpergewichts.
Falls ein Patient z. B. keine genauen Angaben zum Gewichtsverlauf der letzten Monate machen kann, können Fragen zu Kleidung (z.B. sitzt sie lockerer als gewöhnlich) oder zur Nutzung von Gürteln hilfreiche Informationen liefern. Ebenso können Änderungen in den Essgewohnheiten, Fragen zu Einkaufsgewohnheiten und der benötigten Unterstützung bei alltäglichen Tätigkeiten, insbesondere bei älteren Menschen, bei der Ermittlung der Ursachen aufschlussreich sein.

Körperliche Untersuchung: Eine gründliche körperliche Untersuchung kann Hinweise liefern. Beispielsweise können schlechte Wundheilung, dünne und trockene Haut, und Muskelabbau Zeichen von Mangelernährung sein.

Body-Mass-Index (BMI): Der BMI wird berechnet, indem das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird. Ein BMI unter 18,5 wird als untergewichtig angesehen, was auf Mangelernährung hindeuten kann.

Gewichtsverlust: Ein ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 10% innerhalb von sechs Monaten oder mehr als 5% innerhalb eines Monats kann auf Mangelernährung hindeuten.

Bluttests: Bluttests können helfen, Mangelernährung zu diagnostizieren, indem sie den Gehalt bestimmter Nährstoffe im Blut messen. Ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kann auf Mangelernährung hindeuten.

Um die Mangelernährung bei Erwachsenen zu diagnostizieren, gibt es darüber hinaus diverse Screening-Instrumente. Zusätzlich zur Berechnung des BMI und der Nutzung von Screening-Tools können auch eine Messung des Unterhautfettgewebes und eine Beurteilung der Körperzusammensetzung (BIA-Messung) zur Bewertung des Ernährungszustandes genutzt werden.

Der Body Mass Index - Instrument zur Diagnose

Der Body Mass Index (BMI) ist eine Messung, die verwendet wird, um zu beurteilen, ob eine Person ein gesundes Körpergewicht für ihre Körpergröße hat. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht einer Person in Kilogramm durch das Quadrat ihrer Körpergröße in Metern geteilt wird.

Die Formel lautet:

BMI = Gewicht (kg) / (Größe (m))^2

Der BMI ist eine nützliche Messung für die meisten Menschen über 18 Jahre alt. Es handelt sich jedoch nur um eine Schätzung. Damit kann das Körperfett nicht direkt gemessen werden, und nicht andere Faktoren wie Muskelmasse, Knochenstruktur, Fettverteilung oder das Geschlecht der Person berücksichtigt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert die folgenden BMI-Kategorien für Erwachsene:

Unter 18,5: Untergewicht

18,5 - 24,9: Normalgewicht

25,0 - 29,9: Übergewicht

30,0 und darüber: Fettleibigkeit

Der BMI ist nur ein Aspekt der gesamten Gesundheitsbewertung und nicht für alle Menschen gleich geeignet. Bei älteren Menschen, Sportlern, Schwangeren oder Menschen mit bestimmten medizinischen Zuständen kann er möglicherweise nicht vollständig zutreffen.

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Folgen von Mangelernährung

Die Folgen von Mangelernährung können gravierend sein. Neben den unmittelbaren Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit kann sie auch langfristige Gesundheitsprobleme verursachen, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und eine beeinträchtigte Gehirnfunktion.

Geschwächtes Immunsystem: Eine unzureichende Zufuhr von Nährstoffen kann das Immunsystem schwächen und das Risiko von Infektionen erhöhen.

Verzögerte Wundheilung: Mangelernährung kann die Wundheilung verlangsamen und das Risiko von Komplikationen nach Verletzungen oder Operationen erhöhen.

Verlust von Muskelmasse: Bei Mangelernährung kann der Körper beginnen, Muskelgewebe abzubauen, um Energie zu gewinnen, was zu Schwäche und Ermüdung führen kann.

Kognitive Beeinträchtigung: Insbesondere bei älteren Menschen kann Mangelernährung zu kognitiven Beeinträchtigungen wie Konzentrationsschwäche und Gedächtnisverlust führen.

Erhöhtes Risiko für Osteoporose: Mangelernährung kann zu einem Mangel an Kalzium und Vitamin D führen, was das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche erhöht.

Höhere Anfälligkeit für Krankheiten: Personen, die unter Mangelernährung leiden, haben ein höheres Risiko für verschiedene Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und bestimmte Arten von Krebs.

Wachstums- und Entwicklungsprobleme bei Kindern: Bei Kindern kann Mangelernährung zu Wachstumsverzögerungen, Entwicklungsverzögerungen und Lernschwierigkeiten führen.

Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind entscheidend, um die langfristigen Folgen von Mangelernährung zu vermeiden oder zu minimieren.

Gesundes Essen

Wie beugt man einer Mangelernährung vor?

Mangelernährung kann durch eine Reihe von präventiven Maßnahmen verhindert werden:. Das beginnt mit der Entwicklung gesunder Ernährungsgewohnheiten und dem Verständnis für den eigenen Nährstoff- und Energiebedarf. Zugang zu ausreichendem und gesundem Essen ist ebenfalls wichtig.

Ausgewogene Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist die beste Methode zur Vorbeugung von Mangelernährung. Es ist wichtig, alle wichtigen Nährstoffgruppen in ausreichenden Mengen zu konsumieren: Proteine, Kohlenhydrate, gesunde Fette, Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe.

Regelmäßige Mahlzeiten: Es ist empfehlenswert, regelmäßige Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen, um einen gleichmäßigen Nährstofffluss sicherzustellen.

Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit. Wasser ist besonders wichtig für die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpers und Geistes.

Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität hilft, den Appetit zu fördern und die Muskelmasse zu erhalten.

Frühzeitiges Erkennen von Risikofaktoren: Bei älteren Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten oder Menschen, die sich von einer schweren Krankheit oder Operation erholen, sollte auf Anzeichen von Mangelernährung geachtet werden.

Ernährungsberatung: Bei Bedarf sollte eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch genommen werden, um sicherzustellen, dass man genug wichtige Nährstoffe zu sich nimmt.

Regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen: Regelmäßige Gesundheitschecks und Gespräche mit dem Hausarzt können dazu beitragen, Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Nährstoffe gegen Energiemangel

Neben einer allgemein gesunden Ernährung sind bestimmte Nährstoffe besonders wichtig, um Energiemangel zu verhindern. Dazu gehören Kohlenhydrate, Proteine und Fette sowie Vitamine und Mineralien, die den Energiestoffwechsel unterstützen.

Energie ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens und kommt in Form von Nährstoffen in der Nahrung vor. Wichtige Nährstoffe, die den Körper mit Energie versorgen:

Kohlenhydrate: Sie sind die Hauptenergiequelle des Körpers. Sie werden in Glukose umgewandelt, die vom Körper zur Energiegewinnung genutzt wird. Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst.

Proteine: Proteine sind notwendig für die Reparatur und den Aufbau von Körpergewebe. Sie können auch als Energiequelle dienen, wenn die Kohlenhydrat- und Fettreserven des Körpers erschöpft sind. Gute Proteinquellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.

Fette: Fette dienen als sekundäre Energiequelle und sind besonders wichtig für längere, weniger intensive körperliche Aktivitäten. Gute Fettquellen sind Avocados, Nüsse, Samen, Fisch und Olivenöl.

Vitamine: Vitamine, insbesondere B-Vitamine, spielen eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel und helfen dem Körper, Energie aus der Nahrung zu gewinnen. Gute Quellen für B-Vitamine sind Vollkornprodukte, Fleisch, Eier, Milchprodukte, Obst und Gemüse.

Mineralien: Mineralien wie Eisen, Magnesium und Kalium sind wichtig für die Energieerzeugung. Eisen hilft bei der Bildung von Hämoglobin, das Sauerstoff im Blut transportiert. Magnesium ist an der ATP-Produktion beteiligt, dem Hauptenergieträger des Körpers. Gute Mineralquellen sind grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Fleisch.

Wasser: Auch wenn es nicht direkt Energie liefert, ist Wasser für viele Funktionen im Körper unerlässlich, einschließlich der Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen. Ausreichend hydratisiert zu bleiben kann dazu beitragen, dass man sich energiegeladen fühlt.

Eine ausgewogene Ernährung, die alle diese Nährstoffe in den richtigen Mengen enthält, ist der Schlüssel zu einer guten Energieversorgung. Übermäßiger Verzehr eines einzelnen Nährstoffs kann zu Ungleichgewichten und gesundheitlichen Problemen führen.

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Mangelernährung im Alter

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Mangelernährung im Alter. Ältere Menschen haben spezielle Ernährungsbedürfnisse und können anfälliger für Mangelernährung sein. Symptome können Schwäche, Gewichtsverlust und ein geschwächtes Immunsystem umfassen. Ursachen können Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken, mangelnder Appetit oder bestimmte Medikamente sein. Die Folgen können von einem erhöhten Sturzrisiko bis hin zu ernsthaften Gesundheitsproblemen reichen.

Ursachen von Mangelernährung im Alter

Mangelernährung im Alter ist ein komplexes Problem, das durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt sein kann. Einige der wichtigsten Gründe, warum ältere Menschen zu einer unausgewogenen Ernährung neigen:

Veränderungen im Alter

Mit dem Alter kommen oft körperliche Veränderungen, die die Ernährung beeinflussen. Das kann ein verändertes Kau-, Geschmacks- und Geruchsempfinden sein, eine eingeschränkte Beweglichkeit, die die Zubereitung von Mahlzeiten erschwert, oder ein nachlassendes Appetit- und Durstgefühl. Auch ein langes Sättigungsempfinden kann dazu führen, dass ältere Menschen weniger essen als sie sollten.

Persönliche Lebensumstände

Die persönliche Situation spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Ernährung im Alter. Das kann der Verlust des Partners sein, der zu Motivationsverlust bei der Essenszubereitung führt, ein mangelnder Zugang zu geeigneten Lebensmitteln, Depressionen und Einsamkeit, finanzielle Schwierigkeiten oder das Fehlen von Kenntnissen über eine gesunde Ernährung. Auch der Umzug in ein Pflegeheim kann die Ernährungsgewohnheiten verändern und zu Mangelernährung führen.

Krankheiten und Medikamente

Viele ältere Menschen leiden unter Krankheiten, die ihre Ernährung beeinflussen können, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Auch Medikamente können den Appetit beeinflussen und zu Magen-Darm-Problemen führen. Darüber hinaus können Sehbehinderungen oder Schluckstörungen die Nahrungsaufnahme erschweren.

Nach Operationen

Große Operationen können bei älteren Menschen zu erhöhtem Stress und einem gesteigerten Nährstoffbedarf führen. Daher kommt es oft vor, dass Senioren nach einer Operation unterernährt sind.

Symptome und Folgen

Es gibt mehrere Warnsignale, die auf Mangelernährung hinweisen können. Achten Sie insbesondere darauf, ob Ihr älteres Familienmitglied ungewollt Gewicht verliert oder Probleme beim Essen hat. Ein nachlassender Appetit kann ebenfalls ein Anzeichen sein. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn durch Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen Nährstoffe verloren gehen.

Andere Symptome können Müdigkeit und Schwäche sein. Eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen oder Anomalien in der Organfunktion können ebenfalls auf Mangelernährung hinweisen und sollten medizinisch untersucht werden.

Mangelernährung hat ernsthafte Folgen für ältere Menschen. Nicht nur das Sterblichkeitsrisiko steigt, auch die allgemeine Gesundheit leidet. Es kommt zum Muskelabbau, was im Alltag zu Einschränkungen führen kann. Der Mangel an Proteinen und Mikronährstoffen schwächt das Immunsystem, verlangsamt die Wundheilung und die Reaktionsfähigkeit, und erhöht das Risiko für Schwindel, Stürze und Knochenbrüche.

Symptome von Mangelernährung

  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • Funktionsstörungen der Organe
  • Abbau der Muskelmasse
  • Verlangsamte Reaktionsfähigkeit
  • Verzögerte Wundheilung
  • Erhöhtes Risiko für Stürze, Schwindel und Knochenbrüche

Diese Symptome frühzeitig zu erkennen und auf sie zu reagieren, ist wichtig, um die Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten.

Mangelernährung diagnostizieren

Um Mangelernährung bei älteren Menschen zu identifizieren, kann ein systematischer Fragenkatalog - oft als Ernährungs-Screening oder MUST-Screening bezeichnet - nützlich sein. Dieses Werkzeug hilft, die Ursachen für die Unterernährung sowie die spezifisch benötigten Nährstoffe zu ermitteln. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können dann als Grundlage für die Entwicklung eines individuellen Ernährungsplans dienen.

Nahrungsergänzungsmittel

Vorbeugung von Mangelernährung

Um Mangelernährung bei Senioren vorzubeugen, erfordert es ein umfassendes Verständnis dieser Faktoren und eine individuell angepasste Ernährungsstrategie. Um Mangelernährung im Alter vorzubeugen, sind eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Mahlzeiten wichtig. Dazu gehören genügend Proteine, Kohlenhydrate und gesunde Fette, sowie eine Vielzahl von Gemüse und Obst.

In einigen Fällen helfen Nahrungsergänzungsmittel, wie z.B. Orthomol*. Nahrungsergänzungsmittel* sind reich Nährstoffen und liefern wichtige Mikronährstoffe, die die Gehirnfunktion unterstützen. Dennoch ist es wichtig, stets auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu achten und den Flüssigkeitsbedarf zu decken, um den individuellen Energie- und Nährstoffbedarf zu erfüllen.

Ernährungstipps

Die richtige Ernährung kann einen großen Unterschied für ältere Menschen machen, die unter Mangelernährung leiden. Einige Ernährungstipps:

Regelmäßig essen: Ältere Menschen neigen dazu, ihren Appetit zu verlieren, was oft zu unregelmäßigen Mahlzeiten führt. Es ist wichtig, regelmäßig zu essen, auch wenn man keinen Hunger hat. Versuchen Sie, kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen.

Kaloriengehalt der Nahrung erhöhen: Wenn der Appetit abnimmt, ist es möglich, nährstoffdichte Lebensmittel zu wählen. Versuchen Sie, gesunde Fette wie Avocado, Nüsse und Olivenöl hinzuzufügen, um den Kaloriengehalt der Mahlzeiten zu erhöhen. Eiweißhaltige Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Eier sind ebenfalls wichtig.

Genug Flüssigkeit: Ältere Menschen neigen dazu, weniger zu trinken, was zu Dehydration führen kann. Es ist wichtig, ausreichend zu trinken, auch wenn man keinen Durst hat. Wasser, Kräutertees und Saft sind gute Alternativen.

Nahrungsergänzungsmittel: In einigen Fällen kann der Hausarzt die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln empfehlen, um den Nährstoffbedarf zu decken.

Gemeinsam mit anderen essen: Das Essen mit anderen kann den Appetit anregen und das Essen zu einem angenehmeren Erlebnis machen. Wenn möglich, planen Sie regelmäßige Mahlzeiten mit Freunden oder der Familie.

Körperliche Aktivität: Leichte körperliche Aktivität kann den Appetit anregen und die Körperzusammensetzung verbessern. Spaziergänge, leichte Gymnastik oder Physiotherapie können hilfreich sein, wenn sie in den Alltag integriert werden.

Fazit

Zusammenfassend ist Mangelernährung ein ernstzunehmendes Problem, das zumeist behandelt werden kann. Besonders im Alter ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

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