Bittertee - Wirkung, Anwendung und Rezepttipps

Bittertee

Bittertee hat eine lange Tradition in der medizinischen Anwendung und ist heute als beliebtes Heilmittel in vielen Kulturen verbreitet. Die Bitterstoffe im Tee werden hauptsächlich wegen ihrer entgiftenden Eigenschaften geschätzt, da es die Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Körper fördern. Die Bitterkeit des Tees rührt von den Tanninen her, die als natürlich vorkommende Polyphenole in vielen Pflanzen zu finden sind. Tannine verleihen bestimmten Teesorten ihren einzigartigen Geschmack und ihre Adstringenz sowie zahlreiche gesundheitliche Vorteile.

Bitterer Tee ist reich an Tanninen, die als starke Antioxidantien die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen. Außerdem enthält er Polyphenole und andere Verbindungen wie Koffein und Theanin, die das Energieniveau steigern und die geistige Wachheit verbessern können Bittertee wird seit Jahrhunderten zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Unwohlsein eingesetzt. Die Auswirkungen von Bitterstoffen sind beachtlich. Die Bitterstoffe können auch helfen, Fieber und Entzündungen zu reduzieren. Außerdem soll der Tee der Gesundheit des Herzens zuträglich sein, da er einen schlechten Cholesterinspiegel senken, Blutgerinnseln vorbeugen und die Durchblutung verbessern kann.

Einige Studien haben sogar gezeigt, dass das Tee trinken bei der Gewichtsabnahme helfen kann, da er den Appetit zügelt und das Verlangen nach Nahrung verringert. Darüber hinaus spielen Tannine eine Rolle bei der Vorbeugung von Karies und Mundgeruch.

In diesem Artikel möchten wir uns ansehen, was bitterer Tee bewirken kann und bei welchen Störungen er angewendet werden kann. Zudem geben wir wichtige Tipps zur Zubereitung inkl. Rezepttipps.

Bitterkraut
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Warum ist bitter so gesund?

Bitter ist eine natürlich vorkommende Substanz, die viele gesundheitliche Wirkungen hat. Bitterstoffe haben z. B. antioxidantische und entgiftende Eigenschaften, helfen beim Abbau von Fetten und Cholesterin im Körper und unterstützen das Immunsystem.

Bitterstoffe von Pflanzen wirken sich direkt auf die Produktion von Magen- und Gallensaft aus. Sie wirken u. a,. appetitanregend. In der basischen Ernährung helfen Bitterstoffe den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zudem können Bitterstoffe auch den Magen beruhigen, was hilfreich sein kann, wenn man mit dem Magen Probleme hat. Des Weiteren wird angenommen, dass der Bitterstoff auch beim Abnehmen hilft, da bitter eine geringere Kalorienzufuhr ermöglicht und ein schnelleres Sättigungsgefühl bewirkt. Weiterhin wird vermutet, dass die regelmäßige Aufnahme von Bittersubstanzen den Blutzuckerspiegel reguliert und damit diabetischen Symptomen vorbeugt. Bittere Aromen und die damit verbundenen Lebensmittel werden seit Jahrhunderten für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen genutzt. Lebensmittel wie Kaffee und dunkles Blattgemüse enthalten beispielsweise viele Bitterstoffe und sind daher wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung. Studien haben gezeigt, dass Bitterstoffe in Pflanzen dazu beitragen, die natürlichen Entgiftungsprozesse des Körpers zu unterstützen, die Verdauungsfunktionen zu regulieren und die Zuckeraufnahme zu verlangsamen. Bittere Lebensmittel enthalten auch Antioxidantien, die zum Schutz vor Umweltgiften beitragen können.

Teezubereitung

Bittertee zubereiten - So erreichen Sie die maximale Wirkung

Um die Wirkung von bitterem Tee* zu maximieren, ist es wichtig zu wissen, wie man ihn richtig aufbrüht. Um eine Tasse Tee zuzubereiten, nehmen Sie einen Teelöffel Teeblätter (Bitterkräuter) auf eine Tasse heißes Wasser und lassen ihn zwei bis fünf Minuten ziehen. Sie können auch Gewürze oder Kräuter wie Ingwer oder Zimt hinzufügen, um den Geschmack zu verändern.

Rezept für die Zubereitung eines Bittertees

Zutaten:

  • 1 Teelöffel geriebene Chinarinde
  • 1 Teelöffel Zitronenmelisse
  • 1 Teelöffel getrocknetes Bockshornklee
  • 1/4 Teelöffel Rosmarinöl
  • 250 ml kochendes Wasser

Anleitung für eine Tasse Tee:

  1. Alle Zutaten in einen mittelgroßen Topf geben.
  2. Mit dem kochenden Wasser übergießen und abdecken.
  3. Den Tee auf niedriger Hitze 10 Minuten leicht köcheln lassen.
  4. Die Flüssigkeit vorsichtig durch ein feines Sieb abgießen und die Kräuter auffangen und wegwerfen.
  5. Genießen
Teegläser

Bittertee nicht für jeden geeignet

Bitterer Tee ist nicht für jeden geeignet. Manche Menschen haben eine Unverträglichkeit gegenüber den Bitterstoffen. Andere können aufgrund der starken Wirkung des Tees einen unangenehmen Geschmack im Mund oder Probleme mit dem Magen bekommen. Frauen, die schwanger sind oder stillen, sollten ihn nicht trinken, da die Gerbstoffe unerwünschte Nebenwirkungen verursachen können. Außerdem sollten Personen, die Medikamente einnehmen oder an bestimmten Krankheiten leiden, vor dem Genuss von bitterem Tee einen Arzt konsultieren.

Bitterstoffe

Was bewirkt Bittertee?

Was die medizinische Verwendung anbelangt, so wird bitterer Tee in einigen Kulturen seit langem als Heilmittel für verschiedene Beschwerden eingesetzt. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er zum Beispiel zur Behandlung von Fieber, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden eingesetzt. Im Ayurveda, dem alten indischen System der ganzheitlichen Gesundheit, sollen bittere Tees das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist fördern.

Bittere Tees sind auch für ihre beruhigende Wirkung bekannt. Studien zeigen, dass Theanin, eine im Tee enthaltene Aminosäure, Stress abbauen und die Entspannung fördern kann.

Der bittere Geschmack von Tee kann zudem dazu beitragen, das Verlangen nach Süßem zu verringern, was ihn zu einer guten Wahl macht für diejenigen, die ihr Gewicht kontrollieren wollen.

Welche Bitterstoffe sind gut für die Leber?

Bitterstoffe sind gut für die Leber, da sie die Verdauung fördern und den Körper entgiften. Bitterstoffe in Löwenzahn, Artischockenblättern und Enzianwurzel können verwendet werden, um die Leber zu reinigen und ihre Funktion zu verbessern.

Die Bitterstoffe enthalten bioaktive Verbindungen, die die Produktion von Gallenflüssigkeit anregen, was dazu beiträgt Fette und Giftstoffe abzubauen. Sie enthalten auch Flavonoide, die die Leber vor Schäden durch freie Radikale schützen können. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Bitterstoffe Entzündungen in der Leber verringern und ihre Fähigkeit zur Selbstreparatur verbessert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bitterstoffe viele gesundheitliche Vorteile für die Gesundheit der Leber besitzen und eine gute Wahl für alle sind, die die Leber stärken möchten.

Pflanzen/Bitterkräuter mit vielen Bitterstoffen

Lebensmitteln, die Bitterstoffe enthalten

  • Artischocken
  • Bitterschokolade
  • Chicorée
  • Spargel
  • Endivie
  • Mandeln
  • Rhabarber
  • Radicchio
  • Chicoreesaft
  • Grapefruit
  • Kürbiskerne

Die Wirkung von Bitterstoffen im Überblick

Im Ayurveda und in der Chinesischen Medizin (TCM) werden schon seit Jahrhunderten Pflanzen (Heilkräuter) mit Bitterstoffen eingesetzt, da sie Gesundheit fördern und Beschwerden mindern. Bitterer Tee ist ganz besonders für seine gesundheitlichen Wirkungen bekannt.

Hier ein Überblick über einige Vorteile der Bitterstoffe im Tee:

  • Er hilft beim Abnehmen, da er verdauungsfördernd ist
  • Er lindert die Übersäuerung des Körpers
  • Bitter Tee lindert Beschwerden am Magen
  • Der Tee regt den Stoffwechsel an
  • Bitterstoffe führen zu einem schnellen Sättigungsgefühl
  • Sie helfen bei Entzündungen
  • Der Tee wirkt gegen Müdigkeit
  • Sie helfen zudem bei Verstopfung, Völlegefühl und Übelkeit
  • Sie wirken gegen erhöhte Blutfettwerte

Welche Nebenwirkungen haben Bitterstoffe?

Bitterstoffe können eine Reihe von Nebenwirkungen haben, darunter Übelkeit, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, allergische Reaktionen und Benommenheit. Auch eine geschwächte Immunität und Muskelkrämpfe sind mögliche Nebenwirkungen der Bitterstoffe. Zu viel Bitterstoff kann auch zu Schläfrigkeit oder Benommenheit führen. Daher ist es wichtig, dass Sie den Rat Ihres Arztes befolgen und nur die empfohlene Menge an Bitterstoffen zu sich nehmen.

Schwarzer Tee

Wann soll man Bittertee trinken?

Schon morgens kann man statt mit einem Kaffee mit einem bitteren Tee in den Tag starten. Der Bitterstoff wirkt belebend.

Bittere Teesorten sollten in Maßen konsumiert werden. Ein Zuviel kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Bittere Tees werden jedoch am besten vor den Mahlzeiten getrunken, da sie die Verdauung anregen, den Säure Basen Haushalt ausgleichen und die Entgiftung der Leber unterstützen können. Bittertees sollten auch nicht spät in der Nacht getrunken werden, da sie den Schlafrhythmus stören können. Außerdem sollten Schwangere und Stillende bittere Tees vermeiden, da die Inhaltsstoffe für ein sich entwickelndes Baby schädlich sein können.

Außerdem ist es empfehlenswert, hochwertige und biologische Bitterstoffe für den Tee zu kaufen.

Tipps und Hinweise zur Einnahme von Bitterkräutern:

  • Nehmen Sie 1-2 Teelöffel bitteren Tee in heißes Wasser und lassen Sie ihn 5 bis 10 Minuten ziehen.
  • Trinken Sie den Tee langsam und vorsichtig, um die Nebenwirkungen zu reduzieren.
  • Passen Sie die Menge an Bitterteekraut abhängig von Ihrem Geschmack an.
  • Warten Sie ein bis zwei Stunden, bevor Sie einen weiteren Tee trinken.
  • Suchen Sie medizinische Beratung auf, wenn sie Schwierigkeiten haben, die empfohlene Maximalmenge einzuhalten.

Tipp:
Mit einem schönen Teegeschirr* und entsprchenden Tee-Utensilien, wie einem Matchaset*, einer Teekanne*, einem Teesieb* oder einer Teedose*, läßt sich der Tee besonders gut genießen!

Teesorten

Welche Teesorten haben Bitterstoffe?

Von allen Teesorten besitzt grüner Tee die höchste Menge an Bitterstoffen. Die Menge der Bitterstoffe hängt dabei von Faktoren wie Erntezeitpunkt oder dem Alter der gepflückten Blätter ab. Dabei bieten die verschiedenen Sorten von grünem Tee verschiedener Stufen des bitteren Geschmacks. Bancha (einfache, japanische Grünteesorte mit beruhigender Wirkung) schmeckt beispielsweise milder als Sencha (japanischer grüner Tee mit einem markanten und frischen Geschmack und belebender Wirkung). Grüntee ist eine Teeart, bei der die Teeblätter im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht fermentiert wurden. Grüntee unterscheidet sich von schwarzem Tee auch in der Zubereitung, im Geschmack, den Inhaltsstoffen und Wirkungen des Aufgusses.

Grüner Tee ist weltweit ein sehr beliebtes Getränk, nicht zuletzt wegen seiner vielen positiven Wirkungen der Bitterstoffe auf die Gesundheit. Informieren Sie sich hier über 23 gute Gründe der wohltuenden Wirkungen von grünem Tee.

Schwarztee, Oolong (chinesische Teesorte. Die Oxidationsstufe liegt zwischen der von grünem und schwarzem Tee) und Pu-Erh Tee (eine Teesorte, aus der südchinesischen Provinz Yunnan, die aus Blättern der Assam-Variante gewonnen wird) enthalten ebenfalls viele Bitterstoffe, wobei die Menge durch die Fermentation der Blätter wesentlich geringer ist als bei grünem Tee (bis zu 80 %).

Diese Teesorten enthalten ebenfalls viele Bitterstoffen wie Koffein, Polyphenole und Tannine. Diese Verbindungen in Tees sorgen für den unverwechselbaren bitteren Geschmack. Darüber hinaus sind einige Kräutertees, die aufgrund ihres Gehalts an Bitterstoffen von Natur aus bitter. Kuding-Tee (ein Kräutertee, der aus zwei verschiedenen Pflanzenarten gewonnen wird, aus einer Stechpalmen-Art sowie aus einer Liguster-Art) ist ein eine sehr bittere Kräuterteesorte. Andere Kräutertees, wie Enzianwurzel, haben von Natur aus einen hohen Anteil an Bitterstoffen.

Weitere Teesorten mit Bitterstoffen:

Wo kann man Bittertee und Kräutertee kaufen?

Wer sich für den Kauf von Teesorten mit Bittertsoffen und/oder Kräutertee interessiert, hat viele Möglichkeiten. Eine Mischung kann in Apotheken* gekauft werden. Online-Händler wie Etsy* bieten eine große Auswahl an Teesorten an, so dass man dort schnell fündig werden kann. Örtliche Naturkostläden und Teeläden können eine Auswahl an natürlichen und biologischen Teesorten anbieten. Wenn man lieber direkt an der Quelle Tee kaufen möchte, kann man auf den Websites vieler Unternehmen direkt bestellen. Viele dieser Firmen bieten auch zusätzliche Informationen über ihre Produkte an, so dass man eine fundierte Entscheidung darüber treffen kann, welche Art von Tee am besten für die persönlichen Bedürfnisse geeignet ist.

Wichtig ist bei der Auswahl, dass man qualitativ hochwertige Bitterteekräuter aus seriösen Quellen kauft. Auch sollte man, nach Möglichkeit, auf biologische Sorten zurückgreifen, um sicherzustellen, dass der Tee keine chemischen Zusätze oder künstlichen Aromen enthält.

Tipp:
Unabhängig davon, wo man einkauft, sollte man vor dem Kauf immer die Etiketten sorgfältig lesen, damit man sicher sein kann, dass man den Tee bekommt, den man möchte.

Bei der großen Auswahl an Teemischungen mit Bitterstoffen, die heute erhältlich sind, sollte man keine Probleme haben Produkte zu finden, die dem persönlichen Geschmack entsprechen.

Bitterer Tee kann im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber wenn man erst einmal die richtige Mischung für den Gaumen gefunden hat, wird man den reichen Geschmack sicher genießen.

Teetasse

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bitterer Tee viele positive Auswirkungen auf den Körper hat. Bitterer Tee enthält Bitterstoffe, die den Verdauungstrakt stimulieren und Appetit anregen. Er kann als heilende Erfrischung getrunken oder zur Stärkung der Verdauung angewendet werden.

Von seiner beruhigenden Wirkung bis hin zu den potenziellen gesundheitlichen Vorteilen gibt es viele Gründe, ihn in Ihren Speiseplan aufzunehmen. Ganz gleich, ob Sie nach einer Möglichkeit suchen, Stress abzubauen, oder einfach nur den einzigartigen Geschmack der Tannine genießen möchten, bitterer Tee ist es wert, ausprobiert zu werden. Genießen Sie ihn!

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