Wie trocknet man Rosen? Praktische Tipps für die Konservierung

Getrocknete Rose
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Rosen, die Königinnen der Blumen, haben seit jeher die Herzen von Blumenliebhabern erobert. Ihre zarte Schönheit und ihr betörender Duft machen sie zu einem Symbol für Liebe, Schönheit und Vergänglichkeit. Doch was, wenn wir diese Vergänglichkeit überwinden könnten? In diesem Artikel beleuchten wir verschiedene Methoden, um Rosen zu trocknen und somit ihre Schönheit zu konservieren.

Verwendungsmöglichkeiten getrockneter Rosen

Getrocknete Rosen sind nicht nur ein Symbol ewiger Schönheit, sondern auch vielseitig einsetzbar. Als Dekoration verleihen sie jedem Raum eine romantische Note. Ob in einem kunstvoll gestalteten Rosenkranz, als Teil einer eleganten Geschenkverpackung oder in einem rustikalen Blumenstrauß – die Möglichkeiten sind endlos. Darüber hinaus dienen getrocknete Rosen als natürliche Duftspender, die ihr Aroma über Monate hinweg abgeben und so für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

Auswahl der passenden Rosensorten

Nicht jede Rosenart eignet sich gleich gut zum Trocknen. Idealerweise sollten Sie sich für Sorten entscheiden, die auch im frischen Zustand eine gewisse Robustheit aufweisen. Duftrosen, die sich durch stark gefüllte Blüten auszeichnen, eignen sich hervorragend zum Trocknen. Diese prächtigen Blumen finden sich vornehmlich in den Gruppen der Edelrosen oder der Englischen Rosen. Sorten wie die Damaszener-Rose oder die Englische Rose sind besonders empfehlenswert, da sie ihre Farbe und Form auch nach dem Trocknen gut behalten.

Getrockneter Rosestrauß
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Methoden zum Trocknen von Rosen

Lufttrocknung

Die einfachste Methode, Rosen zu trocknen, ist die Lufttrocknung. Zunächst entfernt man die Blätter am unteren Teil der Stiele und bindet bis zu zehn Stiele mit einem Gummiband zu einem Rosenstrauß zusammen. Die gebündelten Rosen werden dann kopfüber in einem gut belüfteten, trockenen und dunklen Raum aufgehängt, wie beispielsweise einem Dachboden oder Heizungskeller. Die Dunkelheit trägt dazu bei, die Blütenfarbe zu bewahren, wobei ein dunklerer Raum zu intensiveren Farben führt. Es ist wichtig, genügend Abstand zwischen den Rosen zu lassen, damit die Luft zirkulieren kann. Der Trocknungsprozess dauert etwa 10 bis 30 Tage, abhängig von der Größe der Blüten und der Länge der Stiele. Eine Alternative zur Aufhängung ist die Befestigung der Rosenstiele mit Wäscheklammern an einer Schnur. Sind die Rosen vollständig getrocknet, was man am Rascheln erkennen kann, haben sie ihre gesamte Feuchtigkeit verloren. Dieser Prozess kann länger dauern, aber das Ergebnis ist eine perfekt erhaltene Rose.

Tipp:
Nachdem die Blumen getrocknet sind, besteht die Möglichkeit, sie mit Haarspray zu behandeln. Diese Maßnahme trägt dazu bei, das Auseinanderbrechen der Trockenblumen zu verhindern und bietet Halt sowie Schutz für die einzelnen Bestandteile. Allerdings ist zu beachten, dass durch die klebrigen Eigenschaften des Haarsprays der getrocknete Blumenstrauß anfälliger für Staubablagerungen werden kann.

Backofentrocknung

Legen Sie die Rosen, entweder komplett oder nur die Blüten, auf ein Backblech im Backofen. Stellen Sie diesen auf eine Umlufttemperatur von 50 bis 60 Grad ein und lassen Sie die Rosen für circa fünf bis sechs Stunden trocknen. Dabei sollte die Ofentür leicht geöffnet bleiben. Überwachen Sie den Trocknungsprozess, um ein Verbrennen der Blüten zu verhindern, und lassen Sie die Rosen nach dem Trocknen vollständig abkühlen.

Trocknung mit Salz oder Silicagel

Diese Methode ist ideal, um die lebhaften Farben und die Form der Rosen zu erhalten. Um Rosen mit dieser alternativen Methode zu trocknen, kann Trockensalz oder Silicagel in Pulverform verwendet werden, wobei diese Technik die natürliche Farbe der Blumen bewahrt. Dafür benötigt man einen großen, luftdicht verschließbaren Behälter. Zuerst wird eine Schicht Trockensalz oder Silicagel auf den Boden des Gefäßes gestreut, bevor die gekürzten Blütenköpfe hinzugefügt werden. Diese werden dann vollständig mit dem Salz oder Pulver bedeckt, sodass sie nicht mehr sichtbar sind. Nachdem der Behälter verschlossen wurde, sollte er an einem trockenen und warmen Ort aufgestellt werden. Die Rosen sind typischerweise nach drei bis fünf Tagen getrocknet.

Einsatz von Glycerin

Hierbei werden die Rosen in eine Mischung aus Wasser und Glycerin getaucht. Dies verleiht den Blüten eine weiche und flexible Textur und ist besonders geeignet für floristische Arrangements. Glycerin ist in allen in Apotheken erhältlich. Für diese Technik sollten die Rosen frisch sein. Schneiden Sie die Stiele schräg an und bereiten Sie eine Lösung aus einem Teil Glycerin und zwei Teilen Wasser vor. Tauchen Sie die frisch geschnittenen Rosenstiele in diese Lösung. Die Rosen absorbieren das Gemisch, wobei das Wasser im Laufe der Zeit verdunstet und das Glycerin in der Pflanze verbleibt, was die Rosen haltbar macht. Der Prozess ist abgeschlossen, sobald Tröpfchen an den Blütenblättern sichtbar werden.

Pressen von Rosenblättern

Ideal für die Herstellung von Lesezeichen oder Kunstwerken. Die Blätter werden zwischen Buchseiten oder speziellen Blumenpressen getrocknet. Für das Pressen sind Materialien wie Löschpapier, Zeitungspapier, glatte Graupappe oder unstrukturierte, hochwertige Papierservietten erforderlich. Man sollte beachten, dass dünne Servietten sich auflösen und an den Blütenblättern haften bleiben können. Küchenpapier ist eine Alternative, kann jedoch eine Struktur hinterlassen, die auf den Blütenblättern sichtbar wird. Neben diesen Materialien wird entweder eine Blütenpresse oder ein dickes, altes Buch benötigt. Die ausgewählten Blütenblätter werden mit etwas Abstand auf ein Blatt des gewählten Papiers gelegt und dann in einem alten, dicken Buch platziert, um sie zu pressen. Es ist möglich, weitere Bücher darauf zu stapeln, um zusätzlichen Druck zu erzeugen. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass Feuchtigkeit in das Buch ziehen und es beschädigen kann, was sich durch wellige Seiten oder Wasserflecken bemerkbar macht. Daher empfiehlt es sich, entweder ein Buch zu verwenden, das nicht mehr gebraucht wird, oder in eine eigene Blütenpresse zu investieren, was sich insbesondere für Bastelbegeisterte lohnt, da Blütenpressen schon zu günstigen Preisen erhältlich sind.

Trocknen von Rosenblüten für Potpourris

Potpourris aus Rosenblütenblättern und Rosenknospen, insbesondere aus Duftrosen, sind eine beliebte Wahl. Um die Blütenblätter zu trocknen, können sie auf Zeitungspapier oder ein Baumwolltuch gelegt werden, wobei sie nebeneinander und nicht übereinander positioniert sein sollten. Eine gute Luftzirkulation ist wichtig, weshalb eine Unterlage wie ein feines Drahtgitter empfehlenswert ist. Die Rosen sollten an einem dunklen, luftigen und trockenen Ort platziert werden.

Alternativ zum Zeitungspapier oder Baumwolltuch kann Backpapier verwendet werden, das auf einem Backblech ausgelegt wird. In diesem Fall erfolgt das Trocknen im Backofen. Die Blüten werden für etwa fünf bis sechs Stunden bei einer Temperatur von 50 °C bis 60 °C getrocknet, wobei die Ofentür leicht geöffnet bleiben sollte, um eine Überhitzung zu vermeiden. Man sollte die Blüten regelmäßig kontrollieren, um ein Verbrennen zu verhindern.

Nachdem die Rosen getrocknet sind, kann ein wenig Rosenöl auf die Blüten aufgetragen werden, um den Duft zu intensivieren. Die getrockneten Rosen können in Dosen, Einmachgläsern, Säckchen oder flachen Schalen aufbewahrt werden. Um den Duft der Rosen im Winter zu verstärken, kann das Potpourri leicht erwärmt werden.

Getrocknete Rosen als Deko
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Dauer und Prozess des Trocknens

Die Dauer des Trocknens variiert je nach Methode. Die Lufttrocknung kann bis zu mehreren Wochen dauern, während die Backofentrocknung nur einige Stunden in Anspruch nimmt. Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und die Größe der Rosen spielen ebenfalls eine Rolle bei der Bestimmung der Trocknungszeit.

Fazit

Das Trocknen von Rosen ist eine wunderbare Methode, um die Schönheit dieser edlen Blumen dauerhaft zu bewahren. Ob als Dekoration, Duftspender oder als Teil eines künstlerischen Projekts – getrocknete Rosen bieten eine Vielzahl an kreativen Möglichkeiten. Mit den hier vorgestellten Techniken können Sie diese Blumen in ein zeitloses Kunstwerk verwandeln. 

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