Die Schüssler Salze Liste - Anwendung und Wirkung bei Krankheit

Schlüssler Salze Liste
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Die Schüßler-Salze, benannt nach ihrem Begründer, sind in der Welt der alternativen Medizin als ergänzende Hilfsmittel weit verbreitet. Ursprünglich als eine Liste von 12 Basissalzen konzipiert, umfassen die Salze heute auch 15 Ergänzungssalze, die das Spektrum auf insgesamt 27 Schüßler-Salze erweitern. Diese Mineralsalze werden als biochemische Funktionsmittel betrachtet, die darauf abzielen, spezifische Beschwerden durch die Wiederherstellung des Mineralstoffgleichgewichts im Körper zu lindern.

Jedes Schüßler-Salz, von "Nr. 1 Calcium fluoratum" bis "Nr. 12 Calcium sulfuricum" und darüber hinaus, hat eine spezifische biochemische Rolle. Sie werden häufig in den Potenzen D6 oder D12 verabreicht, wobei D6 als Standardpotenz für die meisten Salze gilt. Besondere Aufmerksamkeit in der Anwendung der Schüßler-Salze erhalten beispielsweise das "Nr. 3 Ferrum phosphoricum", welches oft bei ersten Anzeichen von Infektionen eingesetzt wird, und das "Nr. 7 Magnesium phosphoricum", das häufig bei Krämpfen und Schmerzen Anwendung findet.

Die Biochemie nach Dr. Schüßler stellt eine Verbindung zwischen homöopathischen Prinzipien und mineralischen Ergänzungsmittel her und bietet eine sanfte Methode zur Unterstützung der Gesundheit. Auch wenn die Schüßler-Salze Laktose enthalten, was für Menschen mit Laktoseintoleranz berücksichtigt werden sollte, wird ihre Anwendung in Form von Tabletten, Gels oder Salben als komplementärer Ansatz zu konventionellen Therapien geschätzt. Die Schüßler Salze Liste inklusive der 15 Ergänzungssalze bietet eine umfassende Palette an Optionen für diejenigen, die ihre Gesundheitsroutine um biochemische Funktionsmittel erweitern möchten.

Grundlagen der Schüßler Salze

Schüßler Salze sind homöopathisch aufbereitete Mineralverbindungen, die laut Dr. Schüßler essentiell für die zelluläre Funktion und Struktur sind. Sie sollen die Selbstregulierung des Körpers unterstützen und die Aufnahme und Verteilung von Mineralien aus der Nahrung verbessern.

Herstellung von Schüßler Salzen

Die Herstellung der Schüßler Salze folgt homöopathischen Prinzipien. Durch das Potenzieren, also das Verdünnen und Verschütteln, soll die energetische Qualität des Ausgangsstoffes übertragen werden. Dies unterscheidet sich grundlegend von der Herstellung traditioneller Medikamente, bei denen die chemische Zusammensetzung im Vordergrund steht.

Schüßler-Salz Liste

Schüßler identifizierte 12 Basissalze, die eine Brücke zwischen der Homöopathie und der Mineralstofftherapie schlagen. Diese Salze sind:

Nr. 1 - Calcium fluoratum: Für Bindegewebe, Gelenke und Haut
Nr. 2 - Calcium phosphoricum: Stärkt Knochen und Zähne
Nr. 3 - Ferrum phosphoricum: Unterstützt das Immunsystem
Nr. 4 - Kalium chloratum: Behandelt Schleimhäute, Schwellungen und Hautprobleme
Nr. 5 - Kalium phosphoricum: Wichtig für Psyche, Nerven und Muskulatur
Nr. 6 - Kalium sulfuricum: Fördert Entgiftung und Zellerneuerung
Nr. 7 - Magnesium phosphoricum: Beruhigt Nerven und Muskeln
Nr. 8 - Natrium chloratum: Reguliert den Flüssigkeits- und Wärmehaushalt
Nr. 9 - Natrium phosphoricum: Optimiert den Stoffwechsel
Nr. 10 - Natrium sulfuricum: Fördert die Ausscheidung
Nr. 11 - Silicea: Pflegt Haut, Haare und Bindegewebe
Nr. 12 - Calcium sulfuricum: Hilft bei Gelenkproblemen

Schlüssler Salze Tabletten
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Anwendungsgebiete der Schüßler-Salze

Die Schüßler Salze werden in der Biochemie nach Dr. Schüßler zur Unterstützung der körperlichen Funktionen und zur Förderung der Selbstheilungskräfte eingesetzt. Die Anwendungsgebiete basieren auf der Theorie, dass bestimmte Symptome durch den Mangel an spezifischen Mineralstoffen im Körper hervorgerufen werden. Hier eine detailliertere Ausführung der Anwendungsgebiete einiger ausgewählter Schüßler Salze:

Calcium fluoratum (Nr. 1): Dieses Salz wird traditionell bei Problemen mit Haut, Nägeln und Bindegewebe eingesetzt. Es soll die Elastizität der Gewebe stärken und wird daher auch bei Krampfadern oder Hämorrhoiden empfohlen.

Calcium phosphoricum (Nr. 2): Es gilt als das "Knochensalz" und wird zur Förderung der Knochenheilung, bei Zahnproblemen und zur Unterstützung des Wachstums bei Kindern eingesetzt.

Ferrum phosphoricum (Nr. 3): Bekannt als das "Erste-Hilfe-Salz", wird es zur Stärkung des Immunsystems und bei den ersten Anzeichen einer Infektion empfohlen, wie zum Beispiel bei Fieber oder Entzündungen.

Kalium chloratum (Nr. 4): Dieses Salz wird bei entzündlichen Schwellungen, Mandelentzündung und Schleimhautproblemen eingesetzt. Es soll auch bei der Wiederherstellung der Haut nach Verletzungen unterstützend wirken.

Kalium phosphoricum (Nr. 5): Oft als "Nervennahrung" bezeichnet, soll dieses Salz bei geistiger und körperlicher Erschöpfung helfen. Es wird auch bei Nervosität, Depressionen und Konzentrationsschwäche verwendet.

Kalium sulfuricum (Nr. 6): Dieses Salz wird zur Unterstützung der Entgiftungsprozesse und bei Hauterkrankungen, die mit Schuppung verbunden sind, angewendet.

Magnesium phosphoricum (Nr. 7): Es wird oft als "Krampflöser" bezeichnet und bei Muskelkrämpfen, Menstruationsbeschwerden und allgemeinen Nervenschmerzen eingesetzt.

Natrium chloratum (Nr. 8): Dieses Salz wird zur Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes verwendet und kann bei trockener Haut, Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Entschlackung dienen.

Natrium phosphoricum (Nr. 9): Es unterstützt den Stoffwechsel und wird bei Übersäuerung des Körpers, wie sie beispielsweise bei rheumatischen Beschwerden auftritt, empfohlen.

Natrium sulfuricum (Nr. 10): Traditionell wird dieses Salz zur Unterstützung der Ausscheidungsfunktionen eingesetzt, insbesondere bei ödematösen Zuständen und bei der Entgiftung.

Silicea (Nr. 11): Bekannt als das "Schönheitssalz", wird es für gesunde Haut, Haare und Nägel verwendet. Es soll auch das Bindegewebe stärken und wird bei der Reinigung und Entschlackung des Gewebes eingesetzt.

Calcium sulfuricum (Nr. 12): Dieses Salz wird bei eitrigen Entzündungen und Gelenkproblemen verwendet. Es soll die Abheilung unterstützen und wird oft bei chronischen Beschwerden eingesetzt.

Anwendungsliste und Dosierungshinweise

Die Anwendung der Salze folgt spezifischen Dosierungsempfehlungen, die sich nach Alter, Symptomatik und individuellem Bedarf richten. Eine Anwendungsliste im PDF-Format steht zum Download bereit und bietet detaillierte Informationen zur richtigen Anwendung. Die genaue Anwendung und Dosierung sollte individuell angepasst werden, und es ist ratsam, dies in Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker zu tun, insbesondere wenn die Schüßler Salze parallel zu anderen Medikamenten oder Therapieformen eingesetzt werden sollen. Bei schwerwiegenden oder anhaltenden Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Schlüssler Salze
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Wirkungsweise von Schüßler Salzen

Die Schüßler Salze basieren auf den Grundsätzen der Biochemie, wie sie von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler im 19. Jahrhundert definiert wurden. Er ging davon aus, dass Krankheiten hauptsächlich durch ein Ungleichgewicht von lebenswichtigen Mineralstoffen in den Zellen verursacht werden. Er postulierte, dass diese Imbalancen durch die Verwendung von spezifischen mineralischen Salzen, die in sehr feiner Form (potenziert) verabreicht werden, korrigiert werden können. Die Salze sollen die Aufnahme und Verteilung dieser Mineralstoffe aus der Nahrung im Körper verbessern und somit die Gesundheit auf zellulärer Ebene unterstützen.

Die therapeutische Wirkung der Salze wird folgendermaßen erklärt:

Zelluläre Aufnahme: Es wird angenommen, dass die potenzierten Salze die Zellmembranen durchdringen und so die Aufnahme und Assimilation der entsprechenden Mineralien im Körper erleichtern.

Physiologische Regulation: Durch die gezielte Zuführung dieser Mineralien sollen die Salze dabei helfen, physiologische Prozesse zu regulieren, die für die Gesundheit und Funktion des Körpers entscheidend sind.

Homöopathische Potenzierung: Die Salze werden in homöopathischen Potenzen verabreicht, was bedeutet, dass sie in einem Prozess des Verdünnens und Dynamisierens hergestellt werden. Dies soll ihre energetische Wirksamkeit erhöhen, sodass sie auf einer subtilen Ebene im Körper wirken können.

Biochemische Stimulation: Die Salze sollen die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers stimulieren und so die Selbstheilungskräfte aktivieren.

Trotz der positiven Berichte von Anwendern und Praktizierenden ist die wissenschaftliche Gemeinschaft in Bezug auf die Wirksamkeit der Salze geteilt. Klinische Studien, die die Effektivität von Salzen belegen würden, sind begrenzt und oft nicht im Einklang mit den strengen Anforderungen der evidenzbasierten Medizin. Skeptiker weisen darauf hin, dass beobachtete positive Effekte möglicherweise auf den Placebo-Effekt zurückzuführen sind.

Anwender berichten jedoch häufig von einer Verbesserung ihrer Symptome und einem erhöhten Wohlbefinden. Solche subjektiven Erfahrungsberichte können nicht vollständig ignoriert werden, auch wenn sie wissenschaftlich schwer zu messen sind. Aufgrund der sanften Wirkung und der geringen Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen wählen viele Menschen Salze als Teil eines ganzheitlichen Gesundheitsansatzes.

Anwendung der Salze 

Die Anwendung der Salze ist einfach. Die Salze werden in Tablettenform sublingual aufgelöst, sodass sie direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Es wird empfohlen, sie außerhalb der Mahlzeiten einzunehmen.

Mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Salzen aufgrund ihrer Verdünnung selten, aber wie bei allen Substanzen, die im Körper wirken, können individuelle Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Anwender sollten auf die Signale ihres Körpers achten und bei Unsicherheiten professionellen Rat einholen.

Fazit

Die Schüßler Salze bieten einen alternativen Ansatz zur Unterstützung der körperlichen und geistigen Gesundheit. Während sie in der modernen Medizin nicht ohne Kritik bleiben, berichten viele Nutzer von einer Verbesserung ihres Wohlbefindens. Man sollte sich umfassend informieren und bei der Anwendung von alternativen Heilmitteln stets auch die schulmedizinische Perspektive zu berücksichtigen.

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