Webra
Erstellte Foren-Antworten
-
Hallo Yossarin,
ich habe geschrieben, dass es Menschen gibt, die so denken. Wie kommst du darauf, dass ich damit die Agnostiker gemeint habe? Gerade die stellen sich doch solche oder ähnliche Fragen.
Gemeint ist die Gruppe und die ist gar nicht so klein, die philosophisches Denken für Zeitverschwendung halten. Das Leben in vollen Zügen genießen, das ist ihr Lebensmotto.
Auch hier im Forum geschieht das Meiste bei Spiel und Spaß und ähnlichen Unterhaltungsforen. Diese Feststellung ist keine Bewertung, ich weise nur auf die Realität hin.
-
„Ganz einfach: es gibt zum Beispiel die Menschen, die weder an Gott glauben noch seine Existenz leugnen. Denen stellt sich die Frage nicht, ob es einen Gott gibt oder ob es ihn nicht gibt. Vor langer Zeit habe ich mal eine einfache Frage dazu gelesen:
Würde sich dein Verhalten ändern, wenn es einen sicheren Beweis für die Existenz eines Gottes gäbe? Wenn Ja, dann brauchst du einen Gott. Wenn Nein, dann brauchst du auch keinen.“ Yossarian
Hallo Yossarian,
diese Menschen gibt es. Es sind die, die das Leben so nehmen, wie es ist. Sie haben sich auch nie die Frage gestellt: Wo kommen wir her, warum sind wir hier und wo gehen wir hin?
Wenn man sich aber diese Frage stellt, taucht gleichzeitig eine neue Frage auf:
Wer oder was hat alles Seiende geschaffen? Und schon sind wir bei Gott.
Als nachdenklicher Mensch wird das Leben aber komplizierter, weil es auf diese Fragen
keine endgültige Antwort gibt. Man kommt nur zu der Erkenntnis, dass dieses oder jenes
möglich sein kann. Möglichkeiten gibt es aber in verschiedenen Abstufungen, je nach sachlicher Begründung.
Möglich, wahrscheinlich möglich, sehr wahrscheinlich möglich und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit möglich.
Ich habe bei Wikipedia nachgeschaut, was Anglizismus ist. Der Kern meines Kommentars
ist doch das gleiche, was bei Wikipedia erklärt wird.
Agnostizismus (Neologismus zu altgriechisch γνωστικός gnōstikós „zum Erkennen, Einsehen geschickt, erkenntnisfähig, einsichtig“ und negierendem Alpha privativum ἀ- a-; Sinn etwa „Lehre der Unerkennbarkeit“)<sup id=“cite_ref-dwds_1-0″>[1]</sup> ist die philosophische Ansicht, dass Annahmen – insbesondere theologische, die die Existenz oder Nichtexistenz einer höheren Instanz, beispielsweise eines Gottes, betreffen – ungeklärt oder nicht klärbar sind.<sup id=“cite_ref-2″>[2]</sup> Vertreter des Agnostizismus werden als Agnostiker bezeichnet.
Agnostizismus ist eine Weltanschauung, die insbesondere die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens, Verstehens und Begreifens betont. Die Möglichkeit der Existenz transzendenter Wesen oder Prinzipien wird nicht bestritten. Agnostizismus ist sowohl mit Theismus als auch mit Atheismus vereinbar, da der Glaube an Gott und die Ablehnung von Gott möglich sind, selbst wenn die Gewissheit seiner Existenz oder Inexistenz fehlt. Ebenso ist die Auffassung, wonach atheistische Thesen wahrscheinlicher sind als theistische, mit dem Agnostizismus vereinbar. Die Frage „Gibt es einen Gott?“ beantworten Agnostiker nicht mit „Ja“ oder „Nein“, sondern mit „Ich weiß es nicht“, „Es ist nicht geklärt“, „Es ist nicht beantwortbar“ bzw. „Ich kann es nicht wissen (können)“ oder ähnlichem.
-
Hallo Yossarian,
welcher Ansicht könnte man den noch sein, wenn es um den Glauben an einen Gott geht?
-
In den Salzburger Nachrichten lese ich heute, dass das Ziel des Treffens der Staatsmänner in der Schweiz nicht war, Frieden zu schaffen. Nein, Sie wollen einen gerechten Frieden schaffen.
Sie bedenken dabei aber nicht, dass ein ungerechter Frieden Menschenleben retten würde,
ein weiterhin andauernder Unfrieden aber Menschenleben kostet. Hier werden Menschen
wegen der Gerechtigkeit geopfert.
Des Weiteren habe ich gelesen, dass Putin im Vorfeld der Verhandlungen angeboten hat
Friedensverhandlungen aufzunehmen. Ziel dieser Verhandlungen sollte sein, dass die Ukraine
die jetzt von Russen eroberten Gebiete für immer an Russland abtritt und sich vertraglich verpflichtet, alle Bemühungen aufzugeben, Mitglied der Nato zu werden.
Es ist aber in der Politik durchaus möglich und oft auch schon Realität geworden, das man
bei den Verhandlungen von Maximalforderungen abgewichen ist und sich auf einen
Kompromiss geeinigt hat. Ein Kompromiss könnte doch in diesem Fall sein, dass die Ukraine
die besetzten Gebiete an Russland abtritt, Russland dagegen auf eine schriftliche Verzichtserklärung für Natomitgliedschaft der Ukraine verzichtet. Die neue, geografisch
kleinere Ukraine könnte dann in Zukunft sicher sein, von Russland nicht mehr bedroht zu werden.
Die Ukraine kann sich ja nur noch einigermaßen gegen die Russen verteidigen, weil sie von der Nato mit Waffen unterstützt wird. Was aber bisher nicht berücksichtigt wurde, ist
das Ungleichgewicht der beiden Nationen an Menschen. Wir können doch davon ausgehen,
dass bei einem Mangel an Soldaten beiderlei Geschlechts, die Nato der Ukraine keine
Truppen zur Verfügung stellt. Dann wird es aber überhaupt keine Ukraine als eigenständigen mehr Staat geben. Dieses politische Gebilde wird dann ein Vasallenstaat von Russland sein, wie viele andere auch schon.
-
Wenn wir Menschen über die Existenz eines Gottes diskutieren, befinden wir uns in der gleichen Situation, wie Menschen, die blind geboren sind und darüber diskutieren, was Licht ist. Uns fehlt der Sinn, mit dem wir Gott wahrnehmen könnten.
Hinzu kommt noch, dass durch unsere Lebenserfahrung unser Gehirn so programmiert
ist, dass es jede Wirkung eine Ursache hat.
Darum sollten wir den Gottgläubigen und den Gott leugnenden ihren Glauben lassen.
-
Aus der Vergangenhit lernen, in der Gegenwart leben und für die Zukunft planen.
Das ist mein Lebensmotto. Damit war ich zufrieden und glücklich. Ich stelle Zufriedenheit vor
Glücklichsein, weil ein unzufriedener Mensch nicht glücklich sein kann.
Da ich aber aufgrund diverser Altersbehinderungen mein Leben in der Gegenwart nicht so leben kann wie vorher, erzeugt die Erinnerung an mein vergangenes Leben den Zustand der Zufriedenheit. Temporäre Glückszustände treten nur dann ein, wenn ich die Zukunft aus meinem Denken streiche.
-
Hallo SFath,
ich verstehe verstorben als einen Zustand, bei dem die natürlichen Organe des menschlichen Körpers ihre lebenserhaltende Funktion nicht mehr erfüllen. Bei einem Hirntoten ist dies aber nicht der Fall. Hier übernimmt eine Herz-Lungenmaschine diese Funktion.
Ein hirntoter Mensch wird gesetzlich als verstorben betrachtet. Der Hirntod wird definiert als der nicht behebbare Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms. Dieser Zustand ist eine Voraussetzung für die Organentnahme im Rahmen einer Organspende12. Die Feststellung des Hirntods dient nicht der Organentnahme, sondern der Beendigung einer sinnlos gewordenen Therapie. Nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft wird der Spender für tot erklärt, wenn der Hirntod nachgewiesen wurde2. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Hirntod als Ausfall von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm gesetzlich definiert und bildet die Grundlage für die Zulässigkeit der Organentnahme1.
Weitere Informationen
1
Bitte melden Sie sich an, um Bilder und Videos zu sehen.organspende-wiki.de2Bitte melden Sie sich an, um Bilder und Videos zu sehen.ethikkomitee.de3Bitte melden Sie sich an, um Bilder und Videos zu sehen.bing.com4Bitte melden Sie sich an, um Bilder und Videos zu sehen.thieme-connect.de5Bitte melden Sie sich an, um Bilder und Videos zu sehen.en.wikipedia.org -
Hallo hapyday, du hast recht.
Bei der Nennung der Mitgliederzahl habe ich nicht berücksichtigt, dass sich die Zahl
1.649 auf Seiten und nicht auf Personen bezieht. Für diese Unachtsamkeit entschuldige ich mich.
Die von mir genannten Zahlen 50 bis 60 bezogen sich auf schreibende Mitglieder und nicht
auf eine Altersgruppe.
-
Die Deutschen sollten es so machen wie die Österreicher.
-
-
Ja, in Österreich gilt die sogenannte Widerspruchslösung für die Organentnahme bei Verstorbenen. Das bedeutet, dass jede Person automatisch als Organspender gilt, sofern sie zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat12. Liegt vom Verstorbenen kein Widerspruch vor, dürfen ihm nach dem Tod die Organe entnommen werden2. Die Widerspruchslösung besagt im Kern, dass eine Organentnahme an einer/einem hirntoten Verstorbenen zulässig ist, wenn diese/dieser einer Organentnahme nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat1. Es gibt keine Altersgrenze für eine Eignung zur Organspende, aber Personen, die an einem septischen Schock oder einem metastasierenden Tumor leiden, kommen nicht als Organspenderin/Organspender in Betracht1. Vor der Organentnahme ist eine Abfrage des Widerspruchsregisters gesetzlich verpflichtend, um zu prüfen, ob ein Widerspruch der potentiellen Spenderin/des potentiellen Spenders im Register verzeichnet ist1. In der Praxis wird immer auch das Gespräch mit den Angehörigen der potentiellen Spenderin/des potentiellen Spenders gesucht1. Die Feststellung des Hirntodes erfolgt über eine fixe Abfolge verschiedener Untersuchungen durch eine Ärztin/einen Arzt, die/der weder bei der Entnahme noch bei der Transplantation des Organs beteiligt ist und auch in keinem persönlichen Verhältnis zu der Spenderin/dem Spender oder der Empfängerin/dem Empfänger steht1. Nachdem der Hirntod festgestellt wurde, werden detaillierte Informationen über die Spenderin/den Spender dem zuständigen Transplantationszentrum übermittelt1. Dieses tritt in Kontakt mit Eurotransplant, wobei die Organisation mithilfe eines EDV-Punktesystems geeignete Empfängerinnen/Empfänger, die auf der Warteliste stehen, ermittelt1. Das für die Empfängerin/den Empfänger zuständige Transplantationszentrum wird von Eurotransplant über das verfügbare Organ informiert. Dieses verständigt die Empfängerin/den Empfänger, die/der mittels “Piepser” in der Regel jederzeit erreichbar ist, und bereitet die Implantation (das Einsetzen) des Organs vor1. Die Organentnahme wird im Krankenhaus, in dem die Spenderin/der Spender verstorben ist, vorgenommen und durch ein Team von Chirurginnen/Chirurgen des zuständigen Transplantationszentrums durchgeführt. Der Spenderin/dem Spender können dabei mehrere Organe entnommen werden, und die Spenderin/der Spender darf durch die Organentnahme nicht auf eine die Pietät verletzende Art verunstaltet werden1.
-
-
-
Webra
Mitglied29. Mai 2024 um 22:01 In Bezug auf: Wie empfinden wir unsere Sonne und ihre Eigenschaften ?„Der Urknall ist eine Hypothese, die sich aus dem heutigen Wissensstand über das Universum ergibt. Yossarin heute, 8.32. Auszug aus ihrem Kommentar zu meinem Beitrag.
Hallo Yossarin,
ich habe mal einen wissenschaftlichen Bericht gelesen, dass die gesamte Materie unseres
Universums vor dem Urknall auf die Größe eines Stecknadelkopfes komprimiert gewesen sein soll. Es gelingt mir einfach nicht zu akzeptieren, dass dies eines Tages hypothetisch überprüft werden kann. Deshalb mein Vergleich mit der Religion. Du dagegen hältst so etwas für möglich.
Den ersten Link in deinem Kommentar habe ich mir bereits durchgelesen. Der zweite folgt später. Aufgrund der vielen fachspezifischen Ausdrücke, die da verwendet werden,
gehe ich davon aus, dass er für Fachleute, bzw. für akademisch gebildete Leser geschrieben ist. Ich, als abgebrochener Realschüler, habe nur einen Teil verstanden.
Am 24. März 1948 musste ich, nach drei Jahren, die Albert-Schweitzer-Realschule in Dortmund-Mengede verlassen. Mein Vater war einfacher Arbeiter und hatte vier Kinder zu ernähren. Da war das monatliche Schulgeld von 25 Reichsmark und der finanzielle Aufwand für Lehrmaterial nicht mehr zu finanzieren. Ich musste „auf Zeche anfangen“.
In diesem Link ist mir besonders ein Satz aufgefallen, den ich nicht einordnen kann.
„Darüber hinaus gibt es die gravitative Zeitdiktion. In einem starken Gravitätsfeld vergeht die
Zeit langsamer als in einem schwachen“.
Gravitation hat doch mit Masse zu tun. Eine Masse besteht doch aus Materie. Da Zeit aber keine Masse ist, verstehe ich nicht, wie diese Anziehungskraft den Ablauf der Zeit beeinflussen kann.
Kannst du mir erklären, wie diese Aussage zu verstehen ist?