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Erstellte Foren-Antworten
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Das Medium spricht gedehnt: „Jetzt sehe ich den Geist Ihrer Frau.“
Besucher erschrocken: „Um Gottes willen! Was sagt sie denn?“
„Nichts.“
„Dann ist es nicht meine Frau.“
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Meine Oma wurde 94, sie war zum Schluss ein Pflegefall im Pflegeheim. Hätte sie wie die Kessler-Zwillinge mit 89 das begleitete Sterben gewählt, wären ihr die Jahre der Pflege erspart geblieben. Meine Mutter hat sie lange zu Hause betreut, aber dann ging es nicht mehr und sie musste ins Heim. Mit der Sterbebegleitung kann man das sinnlose Dahinsiechen vermeiden. Auch im Hospiz wird er Sterbeprozess begleitet und nicht künstlich in die Länge gezogen wie vielleicht im Krankenhaus auf der Intensivstation.
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realo
Mitglied21. November 2025 um 11:52 In Bezug auf: Keine Medikamente und medizinische Behandlung für HochbetagteJe ernster die Lage, umso wichtiger der Humor.
Wenn ich ein Pflegefall werde, werde ich ins Pflegeheim gehen, koste es was es wolle, da hilft der Wunsch immer jung und fit zu bleiben nicht weiter. Im Alter kann der Pflegefall eintreten, so oder so, oder man macht es wie die Kessler-Zwillinge, halte ich für sehr mutig.
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30 Jahre nach dem Ende des Bosnien-Kriegs hat die Staatsanwaltschaft
Mailand Ermittlungen wegen eines möglichen Scharfschützen-Tourismus
eingeleitet.Da kann man nur entsetzt sein, aber was hat es alles auf der Welt gegeben, worüber man nur entsetzt sein kann.
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Man kann ein persönliches Leid dadurch lindern, indem man es öffentlich macht und ganz bewusst über den Rahmen der Familie verbreitet. Viele Fernsehinterviews sind so entstanden, mit Menschen, die schreckliches erlebt haben und ihnen das Erzählen in die Kamera Erleichterung verschafft haben. Dem zuzuhören kann Überwindung kosten, aber man ist dann ‚bloß‘ Zuhörer und kein Betroffener. Wenn also jemand bei der sterbenden Mutter singt und das Lied veröffentlicht, macht sie es nicht, um andere Menschen zu beglücken, sondern um das eigene Leid zu lindern. Man kann durch Zuhören und Anteilnahme zeigen helfen. Nicht jeder veröffentlicht private Situationen, aber Menschen, die sowieso in der Öffentlichkeit arbeiten, tun, das. Ich habe damals im Hospiz einen Kurs als Sterbebegleiter gemacht, ich habe mit so einer Szene in der Öffentlichkeit kein Problem.
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Bin als Atheist absolut der Ansicht, dass man den Weg aus dem Leben, durch die Tür des Todes durchschreiten kann, wann man möchte. Die Kessler-Zwillinge haben auf der Bühne für die Show gelebt, das ist mit 89 nicht mehr möglich, so haben sie den gemeinsamen Tod gewählt, das finde ich mutig und vorbildhaft. Für mich ist wichtig, dass ich einen Ausgang aus dem Leben finde, wann immer es notwendig ist, weil das Leid nicht mehr auszuhalten ist.
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realo
Mitglied20. November 2025 um 15:02 In Bezug auf: Keine Medikamente und medizinische Behandlung für Hochbetagte@ Carlinette Für manche Inhalte ist der Straßenslang, um auszudrücken, worum es geht unumgänglich, denn jede vornehme Ausdrucksweise würde die Tatsache verdrängen und das möchte ich verhindern. Aber ich nehme die Kritik an und werde mich bessern.
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Es ist offensichtlich so, dass der auf ein Kind schießende Polizist die Tragik ist und nicht der ironische Text darüber, zumal diese Nachricht an anderen Orten auch verbreitet wurde. Ein Polizist mit Kurzschlussreaktion gehört öffentlich angeprangert.
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Irgendwie hat sich das Bewusstsein für Kapitalismus und Marktwirtschaft
verschieden etabliert. So wie ich es damals 1989 kennengelernt habe und
ich war für eine ungarische Bekleidungsfirma in Westberlin in
den Boutiquen unterwegs, wird beim Handel immer geflunkert und zunächst
ein völlig überteuerter Preis verlangt. ‚Mogelpackung‘, also weniger Inhalt
bei gleichem Preis ist doch ein alter Hut. Genauso wie
Verpackungsmaterial mit wiegen bei teuren Salaten oder wie neulich in
der Reportage kam. Eine Jeanshose war im Outlet 20 € billiger als im
Laden. Erst die Materialprobe hat ergeben, keine reine Baumwolle, es
wurde Kunstfaser mit eingewebt und deshalb vom Material billiger. So habe ich gelernt, Markwirtschaft gleich Tricks im Handel. Dafür
leben wir im materiellen Wohlstand. -
realo
Mitglied20. November 2025 um 11:44 In Bezug auf: Keine Medikamente und medizinische Behandlung für HochbetagteIn den Arsch geschoben bekommt man den Tod nicht, man muss es schon selber tun, das Sterben, auch indem man z.B. Nahrung verweigert oder einen Arzt kontaktiert, der einem das Rezept ausschreibt, für die tödlichen Medikamente, die man das selber einnimmt. Eine Tötung als Dienstleistung, wovon man selber nichts mitbekommt, wird es nicht geben. Selbstbestimmtes Sterben heißt, ich bestimme meinen Tod und leite das Sterben selber ein. Das ist in Deutschland möglich mit dem neuen Gesetz der Sterbebegleitung. Aber diesen Prozess an jemand anderen delegieren und der führt es für einen aus, geht nicht.