realo
Erstellte Foren-Antworten
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Das die Alten auf die Jungen schimpfen ist so alt wie die Zivilisation selbst und so sinnlos, die Alten sterben weg und die Jungen sind am Ruder, so oder so. Der Generationenkonflikt, einer der ältesten und andauernden Konflikte der Menschheit und so krank im Kopf, da völlig sinnlos. Ich unterstütze sehr gern die Jugend, sie müssen unser Erbe antreten und nicht immer ist es nur ein Haus und viel Geld, manchmal werden über die Gene sehr unangenehme Ansichten weitergegeben. Davon muss sich dann der Jugendliche befreien, will er eine Chance auf ein selbstständiges Leben haben. Der Alte hat es hinter sich und leicht reden, aber der Jugendliche hat das Leben noch vor sich und das ist schwer genug. Ich kenne Jugendliche persönlich, die sich sehr einen Kopf machen über die bewusste Gestaltung des Alltags, aber Party machen am Samstag gehört nun mal dazu.
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realo
Mitglied24. Februar 2026 um 12:03 In Bezug auf: Wie gut hören Sie – und wie schützen Sie Ihr Gehör?Zu dem Thema habe ich eine Geschichte. Hatte im Briefkasten ein Angebot zu einem Hörtest. Das habe ich wahrgenommen, man ermittelte gewisse Schwächen in den Frequenzen und schickte mich zum HNO-Arzt. Der ließ in seinem Studio auch einen Test machen, der viel so schlecht aus, dass ich postwendend ein Rezept für ein Hörgerät bekam. Zurück im Hörgeräteladen bekam ich ein Testhörgerät, das empfand ich als so unangenehm mit der künstlich über Lautsprecher verstärkten Akustik, ich hatte bisher überhaupt keine Beschwerden, dass wir uns im Laden darauf einigten, im Moment kein Hörgerät zu brauchen, das Rezept einlösen geht nur einmal und ich höre im Alltag gut ohne Einschränkungen. Da bin ich gerade noch einmal um das Hörgerät drum herumgekommen. Seitdem bekomme ich von dem Hörgeräteladen jede Mitteilung per Post, E-Mail und telefonisch. Sie lassen an mir als potenzieller Kunde nicht locker. Nur wenn die Untermieterin sagt bring mal den Müll runter, reagiere ich mit, was hast Du gesagt?
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Goethe hat sich nicht abfällig über die Jugend geäußert, er hat sich geärgert über die Unterstellung, er würde mit diesem Buch zum Suizid anregen. Das kann nur ein dummer Mensch äußern, denn jeder, der etwas von der Materie versteht, weiß, dass ein Suizidversuch durch innere Gefühle entsteht, nicht durch äußere Ansage. So gesehen sind Goethes unflätigen Worte absolut verständlich. Es ist ein Missbrauch des Suizidbegriffes, zu behaupten, es kommt durch äußere Umstände, durch Ansage anderer. Es gibt spannende Psychofilme, da kommt es vor, getrieben in den Suizid durch dunkle Spielchen, aber real entsteht der Suizidgedanke durch innere seelische Konflikte.
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Ich liebe anstrengende Bücher, aber nicht geistig anstrengend, sondern seelisch anstrengend, deshalb lese ich vorrangig aktuell Psychothriller. Fachbücher habe ich genug gelesen, das Wissen reicht aus, noch schlauer werden bringt im Alter nichts, es ruft nur die Neider auf den Plan. Lesen eines Buches aus Papier ist eine wunderbare Tagesbeschäftigung. Über den Zweiten Weltkrieg habe ich in der DDR so viel Aufklärung bekommen, so viel über Widerstandskämpfer und die Gräuel in den KZs, noch mehr darüber zu lesen habe ich keinen Bedarf. Ob das Buch wirklich aufklärt, kann ich nicht beurteilen.
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„Seine Beiträge zu lesen ist reine Zeitverschwendung.“ meint Yossarian, denn seine Beiträge lesen bringt den ultimativen Erkenntnisgewinn. Ich nenne das die pure Rivalität. Eine ganz billige Nummer und hochgradige Arroganz. Wer das Werkzeug KI missbraucht, lebt gefährlich und spielt damit, die natürlichen seelischen Empfindungen zu verlieren. Er wird selbst zu einer Maschine.
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Genau, wenn Nachhaltigkeit gefragt ist zu Gunsten der Umwelt, dann braucht es Veränderung in den konservativen Gewohnheiten und Traditionen. Wozu braucht man im Seniorenalter einen Weihnachtsbaum in der Wohnung? Da tut Veränderung gut, loslassen von den alten schädlichen Gewohnheiten und verzichten. Am nachhaltigsten für die Umwelt ist, keinen Baum brauchen. Es dann den Enkeln erklären, warum es keinen Baum gibt gehört zu den Veränderungen dazu. Wenn die dann groß sind, kommen sie gar nicht auf die Idee einen Baum zu brauchen. Das lässt sich auf alle anderen Bereiche übertragen.
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Würde sagen, die Prominenten sind nicht unbedingt der Maßstab, das sind die Menschen, die es in die Öffentlichkeit geschafft haben und populär wurden, trotz oder wegen ihrer Vergangenheit. Sie sind zwar öffentlich bekannt, jeder kennt ihren Namen, aber sie sind im Vergleich zur Gesamtbevölkerung eine enorme Minderheit. Die meisten Menschen die Leiden im Leben erlitten haben, bleiben in der Menge völlig unscheinbar. Deshalb bin ich beim Geschichten erzählen nicht dafür eine Berühmtheit zu verwenden, sondern jemanden aus dem Alltag, ein ganz normaler einfacher Mensch. Denn spannend ist jeder Mensch, nicht nur der Berühmte, denn jeder Mensch hat Gedanken und Gefühle.
Die Beschimpfungen, die ich hier bekomme, beziehen sich hauptsächlich auf meine Haltung als DDR-Bürger und den Sozialismus sowie auf meine Art mich nicht dümmer zu stellen als ich bin. Gerade wegen meiner Erfahrungen mit Depression und Suizidversuch sehe ich viele Bereiche nicht als Otto Normalverbraucher, sondern aus einer ganz individuellen Warte. Das mag dann besserwisserisch klingen, ist aber nur der Ausdruck meiner Gedanken und Gefühle. Ich blase auch in der Demokratie nicht in das Horn der Mehrheit, das hat mir die Depression beschert, sondern ich muss mich vor allem um mich kümmern und auf meine Bedürfnisse achten, erst wenn es da Erfolg gibt, kümmere ich mich um Andere. Ich stelle nicht meine Lieblichkeit zu Usern zu Schau, ich bleibe bei mir. Nur selten reagiere ich persönlich, so wie bei Webra. Ich habe Angst, wenn ich auch so alt bin, auch in die KI zu verfallen und somit die zwischenmenschlichen Gefühle abzusagen. Ich möchte gerade meine Gedanken nicht dem Selbstlauf überlassen und bewusst kontrollieren können. Beschimpft werden, von immer denselben Usern, ist das Eine, aber sich selber nicht mehr unter Kontrolle haben wäre weitaus schlimmer für das seelische Wohlbefinden.
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In der Farbigkeit, im Kontrast und in der Schärfe macht es schon einen Unterschied, welcher Apparat zum Fotografieren benutzt wird. Die süßen Vögel am Vogelhaus sind das Eine als Motivation, aber gute Fotos sind das Andere. Dabei geht es nicht um professionell, das sind die bezahlten Dienstleister, sondern um Ästhetik im Bild.
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@Webra Gedanken habe ich auch fortwährend, auch ich verwende die virtuelle Kommunikation zum bequemen Mitteilen, habe kein Hörproblem, kann auch mit realen Menschen wunderbar kommunizieren, aber sie stehen nicht so viel zur Verfügung wie ich als Rentner Zeit habe. Während ich diese Zeilen schreibe, führe ich einen inneren Dialog mit Dir auf der anderen Seite des Internets und das füllt mich aus. Dieser geistige Dialog gibt mir Antworten auf Fragen. Ich habe es mit dem Chatbot als Kommunikationspartner versucht und Fragen gestellt. Ellenlange Antworten, die reine Theorie und vor allem, mir alles bekannt. Ich habe es in Büchern gelesen, noch viel ausführlicher und detaillierte als es die KI formuliert, mich langweilt die nette und sachliche Antwort. Da ist hier im Forum beschimpft werden besser, denn es zeugt von Gefühlen, zwar negative, aber menschlich authentisch. Habe negative Gefühle genauso gerne wie positive Gefühle, es zeugt von meiner Lebensenergie. Die KI kann keine negativen Gefühle vermitteln, deshalb unterstelle ich ihr Heuchelei, das halte ich für gefährlich.
Wie auch immer, Du bist aufgrund der Schwerhörigkeit abgekommen von der Kommunikation mit realen Menschen und hast Dich Copilot zugewannt, als eine Maschine, die sehr persönlich Antworten liefert. Das ist verständlich, ich brauche noch eine Weile, bis ich so weit bin. Noch geben meine Gedanken auch Antworten und Lösungsmöglichkeiten, was zu tun ist und dann bin ich beruhigt. Das klappt seit vielen Jahren, aber ich kann mich auch dem Müßiggang zuwenden und der Meditation, da wird der Gedankenstrom heruntergefahren.
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@forscher Natürlich ist das so, alles ist vergänglich, aber was nutzt das Wissen über das Zersetzen der Plane oder des Plastiks insgesamt und es entsteht Mikroplastik, deshalb gibt es nicht eine Plane, Tüte oder Plastik allgemein weniger. Das Problem ist doch unsere Bequemlichkeit, die das Plastik fördert und somit die Industrie weiterhin anbietet. Wäre alles in Glas oder Porzellan verpackt, ein riesengroßer Aufwand. So wird das Plastik aus Erdöl hergestellt, eine einfache Methode und so ungeheuer praktisch. Was wurde gegen Plastik bisher unternommen? Das Plastik-Einwegbesteck und die Trinkhalme wurden verboten. Die Plastiktüten im Supermarkt gibt es nach wie vor. Ich sehe in unserem Verbrauch das Problem, weniger in der Vergänglichkeit des Materials. Kein Erdöl, kein Plastik wäre ein Segen für den Planeten, aber es ist eher das Gegenteil der Fall. Es werden neue Erdölvorkommen erschlossen.