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Erstellte Foren-Antworten
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@Cocco Mein Liebesleben ist ja üppig, gerade komme ich vom Sonntagmorgenlauf, alles voll Schnee, die Bäume eine Pracht, die Sonne scheint, das pure Liebesgefühl. Nur falls Du Sex meinst im kalten Schlafzimmer oder wo auch immer, ich lebe bewusst und auch voller Liebe als Single, die anderen Menschen, Tiere und Pflanzen in der Wohnung sind Untermieter. Alle haben sich mit der kalten Wohnung arrangiert, das geht, kein Schimmel, keine Erkältung, keine Kosten, es ist nicht so schwer wie es um Klischee her klingt. Man kann auch in einer warmen Wohnung schlechte Laune haben wegen was auch immer und es schlägt auf die Seele und macht krank. Mein Feldversuch seit ein paar Jahren sagt, es hilft, um in den Garten zu kommen und wer das nicht will, kommt auf den Misthaufen als zu schwach für diese Welt oder die ganzen Illusionen müssen herhalten, um aufrecht zu bleiben. Wie z.B. warme Wohnung ist Luxus und Wohlergehen, zeugt von Reichtum und Macht. Das ist Quatsch, der Organismus verweichlicht, wird anfällig wie so ein Baby und zeigt diverse Schwächen auf. Für mich ist Luxus im Leben in dieser Gesellschaft, nur die harten kommen in den Garten. Vermehrung und Fortpflanzung ist in meinem Alter schon lange Geschichte, auch wenn Charlie Chaplin mit 80 noch gezeugt haben soll, ich bin kein weltberühmter Filmstar. Frauen mit Sexinteresse gibt es, aber ich will nicht. Ich verliebe mich spätestens in der ersten Nacht und dann habe ich den Salat, renne herum wie ein süchtiger Vollidiot. Habe so ein tolles soziales Umfeld, da habe ich solche Bindungen und Abhängigkeiten nicht nötig. Bei Besuch mache ich die Heizlüfter an, nur für ein Zimmer, ist schnell warm, hält jedoch nicht lange vor und der Besuch geht wieder. Tja, der Luxus in der westlichen Welt, das meiste ist Bequemlichkeit oder umsorgt sein wie ein Kleinkind, sehr schlecht für den menschlichen Organismus, der mal als Langstreckenläufer bei Durst und Hunger, ganz einsam in der Savanne gedacht war.
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Hier bei den Nachbarn von Baden-Württemberg, im Allgäu schneit es ja, aber dann regnet es und alles ist Matsch. Ich würde das nicht Winter nennen, sondern eher Novemberkapriolen auch heute am ersten Dezember. Winter ist, wenn Schnee liegt und der knirscht unter den Stiefeln oder wenn es so viele Minusgrade hat, dass alles gefriert. Im Moment haben wir 3,2 Grad Außentemperatur und es fällt so eine Mischung von Schnee und Regen. Nicht gemütlich, aber ich finde der Jahreszeit angemessen. November/Dezember ist Matsch.
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Wenn es so sehr ums Heizen geht bei diesem Wetter in dieser Jahreszeit, dann kann ich anmerken, dass wir seit Jahren die große Mietwohnung fast gar nicht heizen. Es wird sich dick angezogen, die Arschbacken zusammengekniffen, an ’nur die harten kommen in den Garten‘ gedacht und wer es gar nicht aushält, macht sich eine Wärmeflasche mit dem Wasserkocher. So kommen wir seit geraumer Zeit über den Winter und es geht. Die Wohnung hat eine funktionierende Heizölanlage, jedoch ich habe sie vom Schornsteinfeger stilllegen lassen. Ich habe elektrische Infrarotpaneele für die Wand besorgt als Heizung, sie werden nicht benutzt. So bleibt es bei dicken Klamotten in der Wohnung und das Frieren ein Stück weit aushalten. Habe seit Jahren keine Erkältung, kein Corona, keine Zipperlein, dieses sich abhärten hilft. Nur mal als Anmerkung, dass es freiwillig bei diesem Wetter mit Schnee und Eis mitten in Deutschland, im Allgäu auch ohne Heizanlage in der Wohnung geht und es hat sogar Vorteile am Ende.
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Unbehagen ist ein gutes Gefühl, da besteht die Chance etwas dran zu
ändern. Man kann in die eine Richtung gehen und verdrängen oder
Illusionen schaffen, oder man geht in die andere Richtung und macht sich
den Schmerz bewusst, um Maßnahmen der Linderung zu ermöglichen an den
Ursachen. Dann braucht man nicht mehr nur anzuklagen, wie böse die
Anderen sind, sondern erkennt eigene Fehler und Schwächen. -
Ich sag’ ja, Illusion.
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Man sieht ja, es hat keinen Zweck, wir trinken hier in Deutschland aktuell Blümchentee und wiegen uns in Unschuld. Wenn dann etwas in den Nachrichten über Schießen und Tote kommt, sind wir am Boden zerstört und empören uns aufs heftigste. Dass jedoch der Tod dieser Menschen mit deutschen Waffen ermöglicht wird, bleibt diskret verschwiegen. Die heile Welt des freien Westens ist eine Illusion, jedoch wir halten krampfhaft daran fest, bis Blut kommt. Dann wird über die Schmerzen gejammert, dass es nervt und die Laune ist futsch. So kann auch der wohlhabendste Mensch sich das Leben verleiden.
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Bei den Russen war es mal die Sowjetunion und der Ostblock, der eine Gesellschaftsordnung darstellte. Das Meiste davon ging an die NATO, nach politischen Umbrüchen. Dass die Ukraine auch an die NATO geht, verhindern die Russen.
@SFath Ich bin auch ein weißer Europäer, aber mir ist bewusst, dass ich der Nachfahre von Raubmördern, kaltblütigen Schlächtern, grausamen Mördern und unersättlichen Gierschlunds bin. Ich bin kein Deut besser.
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Was ist wichtiger für die Polizei als Diener des Staates, als einen internen politischen Aufruhr zu verhindern? Knöllchen verteilen für Falschparken?
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Jedoch gibt es auf dem Planeten mit diesen Naturgesetzen den Konflikt zwischen Leben und Tod. Solange einer größer sein will als der Andere (Ost-West-Konflikt) wird es Krieg geben. Erst, wenn man den Anderen lassen kann, ohne selbst etwas zu verlieren, ist Harmonie möglich. Jedoch die weißen Europäer und die Nordamerikaner gehören dazu, werden es nie begreifen, denn sie führten schon immer Völkermord durch, um den eigenen Besitz zu erweitern. Sie können nicht zu Indianern oder Afrikanern sagen, es ist Euer Land, wir haben genug, sie müssen es besetzen, wenn es nur irgendwie geht.
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Bin in Berlin aufgewachsen. Im Osten gab es keine Demos, nur Kundgebungen für Frieden und Sozialismus auf der Karl-Marx-Alle vorbei an der Tribüne mit der Staatsführung. Ab 1990 gab es im vereinten Berlin Demos. Ich war auf linken Demos, sie wurden von der hoch gerüsteten Polizei mit Helm, Schlagstock und Schild links und rechts komplett nach außen abgeriegelt. Es war ein bedrohliches Gefühl der Gewaltandrohung von Seiten dieser Polizei in voller Montur. Ich habe es gelernt, sie vertreten das Gewaltmonopol des Staates und dürfen Gewalt anwenden, wohingegen der Demonstrant es nicht darf, dann macht er sich strafbar. Das ist Demokratie, die Freiheit zu demonstrieren. Es wird alles erbarmungslos niedergeknüppelt, was der herrschenden Politik nicht in den Kram passt, so war es schon immer und so ist es auch heute noch. In den Nachrichten heißt es natürlich, wenn die Polizei zugeschlagen hat, der böse Mobb hat randaliert. Wie gesagt, ich war in Berlin auf vielen Demos und auch auf welchen, die von der Polizei mit Gewalt niedergeschlagen wurden. Deshalb weiß ich, eine Veränderung in der Politik bewirken sie nicht, sie sind ein Zeichen des Protestes, aber mehr nicht.
Die Demo in der noch DDR am 4. November 1989 in Ost-Berlin mit einer riesigen Beteiligung blieb friedlich, viele Organisatoren liefen mit einer Schärpe herum, auf der stand, keine Gewalt. Das hat funktioniert, die Volkspolizei ist nicht eingeschritten wie bei so vielen anderen öffentlicher Kritik vorher. Selbst am 7. Oktober, der 40 Jahrestag der DDR mit Gorbatschow zu Besuch wurden Demonstranten vor dem Palast der Republik von Polizisten vertrieben. Der Spruch, würde eine Demo etwas verändern, wäre sie verboten, passt ganz gut.