Erstellte Foren-Antworten

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  • realo

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    7. Februar 2024 um 11:39 In Bezug auf: Mittwoch, 07.02.2024

    Heute mal wieder ein Hallo von den Nachbarn aus dem Allgäu,

    Mittwoch heißt morgens Wochenmarkt und Einkaufen. Als Rentner stehe ich momentan um acht auf, das ist früh genug. Bin zwar Hausmann, aber kein radikaler, der um sechs die Küche auf den Kopf stellt. Der Tag ist lang genug für alle Erledigungen, da reicht das aus. Meine auswärtigen Verpflichtungen halten sich in Grenzen, die meisten habe ich abgeschafft, weil ich oft als Ostberliner in Bayern andere Ansichten habe als die Mehrheit. Dennoch ist der zwischenmenschliche Kontakt persönlich wunderbar und eine Bereicherung. Kempten ist ein sehr soziales Pflaster, man glaubt es kaum, wenn man die barocken Bauten und die Häuser der reichen Kaufleute sieht. Jetzt gehe ich wieder raus, es hat etwas geregnet, der Architekt der digitalen Räume der Stadt wollte etwas mit mir besprechen.

  • realo

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    7. Februar 2024 um 11:09 In Bezug auf:

    Verstehe die Angst nicht, nach so vielen Jahrzehnten Türken in Deutschland besteht immer noch Angst, die Fremden könnten mit mir mein allerheiligstes nehmen. Woher kommt diese abgrundtiefe Angst etwas verlieren zu können bei andersgearteten Menschen als man selbst unter den Deutschen? Warum hat der Deutsche nicht das Bewusstsein, ich bin es und das kann mir keiner nehmen? Ständig diese Angst, der Andere könnte mir was wegnehmen. Auch die Hamas nimmt nicht den Israelis etwas weg, es ist umgekehrt, die Israelis nehmen seit siebzig Jahren den Palästinensern das Land. Die deutsche Propaganda ist natürlich so gestaltet, dass stets die Anderen die Bösen sind, den Gewinn der deutschen Waffenindustrie nehmen wir für den Wohlstand gerne an. Es ist Doppelmoral in Deutschland, wohin man schaut. Da lobe ich mir den Umgang mit Ausländern, da gibt es Sprachschwierigkeiten, aber da ist das Missverständnis und die Ambivalenz wenigstens begründet. Ich kann mich mit den ausländischen Untermietern besser verständigen auf der menschlichen Ebene, als mit dem deutschen Nachbarn.

  • realo

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    6. Februar 2024 um 18:37 In Bezug auf:

    Es sollte nicht um das Geschachere in der Parteienpolitik gehen, sondern um die Menschen, die als Türken, als Moslems und als Deutsche in Deutschland seit Generationen leben. Natürlich ist Erdogan der Vertreter der Türken, so wie Scholz der Vertreter der Deutschen ist, das sollte man akzeptieren, egal unter welchen Umständen oder die Regierung stürzen. Die Türken sind eine kulturelle Minderheit unter den Deutschen, sie behalten ihre Kultur und sind an der deutschen Kultur beteiligt. Sie müssen nicht deutsch werden, um Gottes willen, sie sollen ihr südländisches Temperament und ihren Glauben behalten. Erst dann, mit Deutschen gemischt, entsteht Qualität. Wenn die deutschen Türken Erdogan mehrheitlich gewählt haben, warum soll Erdogan für sie nicht eine deutsche Partei ins Leben rufen, mit islamischen Wurzeln? Worin besteht die Angst, was kann die DAVA den Deutschen nehmen, außer Wählerstimmen?

  • realo

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    6. Februar 2024 um 9:37 In Bezug auf: Beispiel Frankreich: So wird erfolgreich demonstriert!

    Die Konsequenz ist es, die oft fehlt, denn wenn man ein Risiko eingeht, um etwas zu erreichen, dann kann es passieren, dass man Abstriche machen muss, wenn man dann aber den gewohnten Wohlstand nicht verlieren will, bleibt nur brav sein übrig.

    Die deutschen Bauern haben anhängerweise Mist und Baumstämme auf die Autobahn gekippt, um sie per Protest zu blockieren. Was kam in den Nachrichten, die bösen Bauern haben sich strafbar gemacht, es wird ermittelt und die Bilder zeigten, wie Fahrzeuge der Polizei die letzten Reste wegräumte. Es wurde also nicht der Protest betont, sondern die Straftat und jeder brave Zuschauer denkt, die Bösen, würde ich nie machen. Somit ist jede Solidarität für Protest aus der Welt geschafft und die Inkonsequenz der Protestierenden ist erreicht. Der Bauer hat jetzt Angst vor seiner Strafe, alle zeigen verächtlich mit den Fingern auf ihn und er ist mucksmäuschenstill.

  • realo

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    6. Februar 2024 um 9:22 In Bezug auf:

    Die Einmischung in deutsche Belange seitens der Türken passierte, als sie nach Deutschland geholt wurden als Gastarbeiter, um die Dreckarbeit zu machen. (siehe Günter Wallraff, Ganz unten). Seitdem leben Türken in deutscher Gemeinschaft, bildeten Familien und pflanzen sich fort. Türken sind also ein Teil Deutschlands geworden, warum sollen sie keine eigene Partei gründen, mit islamischem Einfluss aus dem Heimatland? Sie für die Dreckarbeit nach Deutschland holen ist o.k. und dann, sollen sie sich wieder in Luft auflösen? Sie sind geblieben, das ist konform mit der Verfassung und jetzt gehören sie dazu. Der Islam gehört zu Deutschland, hat mal ein Bundespräsident gesagt.

  • realo

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    5. Februar 2024 um 17:08 In Bezug auf:

    Ist es wirklich so, dass wenn die DAVA einen Anwalt und zwei Ärzte ins EU-Parlament schicken, Erdogan Europa unterwandern kann? Ist es nicht eher so, dass die etablierten Parteien gegen jede Neugründung einer ernstzunehmenden Partei in Deutschland wettern, weil es Konkurrenz bedeutet und Wähler abwandern? Parteien neu gründen hat ja in Deutschland gerade Konjunktur.

  • realo

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    5. Februar 2024 um 16:52 In Bezug auf: Telefonbetrug - neue Masche

    @Gartenfan So deutlich hatte ich mich nicht ausgedrückt, der Text wurde trotzdem entfernt.

  • realo

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    5. Februar 2024 um 10:20 In Bezug auf: Beispiel Frankreich: So wird erfolgreich demonstriert!

    Der Unterschied zwischen Franzosen und Deutschen ist global gesehen nicht so groß, die Franzosen sind einfach konsequenter in ihrem Protest, während der Deutsche erst fragt, ob es erlaubt ist. Wenn man neue Wege gehen will, kann man nicht die ausgetretenen Pfade nutzen. Wenn man Änderung möchte, kann man nicht im Gewohnten verharren. Man muss Grenzen überschreiten und Regeln brechen, sonst entwickelt sich nichts. Veränderung im Stillstand gibt es nicht. Die ganzen Leute auf der Straße, die spazieren gehen, manche haben ein Schild, ändern nichts. Sie tun das, was ihnen die Regeln der Demokratie vorgeben, lieb und brav und das war es. Weder bekommt die AfD dadurch weniger Stimmen, noch ändert sich die Politik der Ampelregierung. Demonstration als Ausdruck des Gehorsams, wie soll da Veränderung möglich sein? Ich bin auch gebürtiger Deutscher seit vielen Generationen, aber aufgrund meiner Biografie bin ich ein Rebell, kein fanatischer, aber ein konsequenter.

  • realo

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    5. Februar 2024 um 9:57 In Bezug auf:

    Das ist das festgefahrene Vorurteil und alle, die ein Pöstchen haben im großen Apparat, halten fest daran. Wenn die Politik der Gemeinschaft in der Verantwortung des Einzelnen absolviert wird, brauchen wir, damit es gelingt, keinen Vorstand, keinen Führer und keine Chefs, es funktioniert wie ein Schwarm, alle machen mit, aber niemand gibt vor. Die da oben oder der da oben wird es schon richten, ist eine uralte Bequemlichkeit oder Naivität, die heute mit modernen Menschen die Kontrolle über sich selbst ausüben, nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen das Kommando nicht von außen, wir haben es in uns, es hat sich im Bewusstsein entwickelt. Ich gebe zu, es ist etwas Zukunftsmusik, das reale Individuum ist in vielen Bereichen noch nicht alleine lebensfähig und braucht eine betreuende Hand. Jedoch organisch funktioniert der Organismus völlig autonom, psychisch im Grunde auch, wenn da nicht die Bindung zur Rettung durch die helfende Mama (Papa) wäre, ein Leben lang. Davon loslassen ist Aufgabe des Bewusstseins, das Selbst ist stark und komplett, dann braucht es diese Organisation von oben strukturiert, für die Gemeinschaft nicht, diese Struktur trägt jeder in sich.

    Politik für die Gemeinschaft ist im alten Griechenland entstanden als es noch Sklaven gab, da war diese Organisationsform enorm fortschrittlich. Nicht ein Kaiser hat alles dogmatisch bestimmt, sondern ein politisches Gremium, gewählt aus dem Volk. Aber heute, zweitausend Jahre später hat der Mensch eine Entwicklung durchgemacht und er kann selber sehr vernünftig und klug entscheiden und braucht dafür keine Regierung im Außen. Egal, vergiss es, es ist dummes Gelabere, wir bleiben beim Kanzler oder Gott als Papa, sie werden es schon richten.

  • realo

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    4. Februar 2024 um 9:50 In Bezug auf: Beispiel Frankreich: So wird erfolgreich demonstriert!

    Klingt ein wenig wie, haltet ihn fest, da hinten ist der Böse, ich nicht. Natürlich sind die Franzosen in ihren Protesten wesentlich konsequenter, ist die Frage, ob viel Geld wirklich die Lösung ist bei gesellschaftlichen Umbrüchen ganz global. Geld ist ein Beruhigungsmittel bei den Symptomen, jedoch es löst den Konflikt nicht auf. Natürlich kann der Funken überspringen und aus ganz normalen Demonstrationen wird ein Aufstand der Menschen in der Gesellschaft. In Deutschland war der Weg vom Staat um nach Berlin zur Kundgebung zu kommen für die Trecker genau vorgegeben, wer abwich wurde sofort von der Polizei angehalten. Das ist nicht weit vom Schildbürgerstreich, für die Besetzung des Bahnhofs vorher eine Bahnsteigkarte zu lösen. Ziviler Ungehorsam ja, aber nur nach den Vorgaben der Ordnungsbehörden.

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