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@Heigi Nein, nicht nur wegen der Bananen, wegen Jakobs Krönung und Nutella auch noch.
Es nutzt ja nichts, der im Wohlstand lebende Deutsche ist oft unzufrieden, und davon ist der Ossi besonders unzufrieden. Ob das nun eingebildet oder welchen Tatsachen auch immer entspricht ist dahingestellt, Fakt ist, wenn sich für eine Partei entscheiden, dann ist es die AfD. Ausgenommen natürlich die Hardcore Parteifunktionäre der alten etablierten Parteien. Da verteidigt sogar ein eingefleischtes SPD-Mitglied seine Partei, trotz der läppischen Prozente. Parteienfanatismus in Deutschland unterscheidet sich kaum von Parteienfanatismus in der DDR mit 99 % SED. Nicht der Name der Partei ist entscheidend, sondern die hierarchische und bürokratische Struktur, das ist bei der AfD genauso wie bei allen anderen Parteien im Bundestag. Deshalb ist die freie westliche Demokratie genau so eine Mogelpackung wie der damalige reale Sozialismus mit der Deutschen DEMOKRATISCHEN Republik. O.k. der Westen hat gewonnen, die NATO-Osterweiterung ist vollzogen, aber die Menschen auf dem Gebiet der DDR, was jetzt zu Deutschland gehört, sind noch da und wählen AfD. Das nimmt Einfluss auf die politische Landschaft in der BRD insgesamt, das lässt sich nicht leugnen. Deshalb ist Hetze, Hass und Siegerpose unangebracht, es braucht einen konstruktiven Umgang mit den Gegebenheiten in der Gegenwart. Da sind neue Denkstrukturen erforderlich.
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realo, 5.Juli 22:26: „Man kann ja von dem, was im Osten Diktatur genannt wurde, enttäuscht sein, jedoch es war keine Diktatur, es war eine sozialistische Demokratie.“
Den Satz kan man auch anders formulieren, etwa so: Man kann von dem, was im Osten Demokratie genannt wurde, enttäuscht sein, jedoch es war keine Demokratie, sondern eine sozialistische Diktatur.
Das wichtigste Moment einer echten Demokratie fiel weg, freie, unabhängige Wahlen. Die 99 % für die SED waren doch eine Farce. Keine Opposition, Regulierung auf allen Ebenen. Ich glaube nicht, dass die Menschen nur wegen der Bananen in den Westen wollten.
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@rooikat 8:54: „…und das ist m.M.n leichtfertige Oberflächlichkeit, mir unverständlich.
Aber das hängt mit einem gewissen, politischen Alltagsbewusstsein,
zusammen. Dafür ist ist weder Genie noch”höhere Bildung” nötig“Deine Meinung sei dir unbenommen, wenn auch in der Formulierung für mich grenzwertig und auf mich bestimmt nicht zutreffend. Ich habe meinen Eindruck aus vielen Gesprächen gewonnen. Die beiden anderen Sätze im Zitat verstehe ich leider nicht.
Was sind „kundige“ Wähler? Wenn ich die Sympathisanten oder Wähler der AfD betrachte, so sind die mMn weder kundig noch kritisch. Wären sie das, so würden sie die Folgen einer eventuellen rechten Regierung kennen und sich nicht einlullen lassen.
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@elli_2013 Das man sich auf eine Reduzierung (seit 3.7. bekannt) einigen will hatte ich noch nicht gelesen. Bleiben die Alleinerziehenden deren Gehalt über der Grenze liegt, wie soll das dann gehen?
Ist doch eindeutig unausgegoren und wieder nicht bis zum Ende gedacht. Beim Kindergeld könnte ich eine Einkommensgrenze gut heißen. Beim Elterngeld finde ich sie unangebracht.
GeSa
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@elli_2013 Ob die Kürzung auf das Jahreseinkommen von 150.00 durchkommt, ist leider noch nicht durch. Auf jeden Fall wäre es ein wichtiges Instrument, denn mittlerweile ist jedes 5. Kind in Deutschland armutsgefährdet oder lebt bereits in Armut. Was für eine Schande! Man muss in die Kinder investieren, damit sie nicht die nächste Generation von Bürgergeldempfängern werden.
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Da gebe ich Dir Recht @Galgenbruder. In einer Demokratie wird gestritten und nach Kompromissen gesucht. Das ist aufreibend und für viele Bürger oft nicht zufriedenstellend. Dennoch, ich lebe gerne in einer Demokratie.
Die renommierte Journalistin Petra Gerster meinte in einem Interview: „Wichtig sei zu wissen, dass Medien „nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern nur Veränderungen dieses Zustands“. Gerster: „Zeitungen, die nur das Positive berichten, gehen schnell pleite.“
In Diktaturen hingegen werde hauptsächlich Positives geschrieben und gesendet. In funktionierenden Demokratien ginge es dagegen darum, „den Politikern auf die Finger zu schauen“.
Das wirkt dann oft so, als wären die Parteien komplett zerstritten, dem ist aber nicht so.
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Sorry, aber das Elterngeld fällt doch nicht weg. Es wird nur der Kreis der Anspruchsberechtigten mit derzeit einem Jahreseinkommen von 300.000 € auf 150.000 € reduziert. Für alle Eltern, deren Jahreseinkommen kleiner als 150.000 € ist, bleibt das Elterngeld.
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Auch Parteiprogramm lesen ist keine Lösung, wie die Grünen zeigen. Wenn sie an der Regierung beteiligt sind, wird nach Sachzwang entschieden, völlig unabhängig vom Parteiprogramm. Auch das Parteiprogramm ist ein Vorabversprechen und ob es nach der Wahl eingehalten wird, bleibt offen. So kann man, wenn man mit Sachverstand wählen will, nur das kleinste Übel wählen, aber ein Übel ist es immer, denn jede Partei in Deutschland erzählt bei der Wahlwerbung die tollsten Geschichten, die im Fall einer Regierungsbeteiligung nicht einzuhalten sind. Wenn es um Parteipolitik gegenüber den Wählern geht, sollte man mit Lüge und Betrug leben können, ohne geht es nicht. Man sieht es an den Grünen, damals mit Turnschuhen und Grünpflanzen in den Bundestag gezogen und heute mit Ministern in der Regierung noch viel herrischer und bestimmender als andere Minister anderer Parteien. Es ist in der Politik selten drin, was draufsteht. Deshalb ist oberflächliches Wählen besonders fatal, man bekommt kaum, was man dachte.
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