Startseite › Foren › Politik - Zentrale › Sachsen-Anhalt wählt – rücken Ost und West weiter auseinander?
-
Sachsen-Anhalt wählt – rücken Ost und West weiter auseinander?
Cocco antwortete vor 4 Jahre, 6 Monaten 21 Mitglieder · 149 Antworten
-
Fettnäpfchen hat man früher (symbolisch heute auch noch) bewusst aufgestellt, damit Unliebsame reintreten. Man selbst wusste ja, wo sie stehen.
Dabei sollten sie eigentlich nur das abtropfende Fett der an der Decke hängenden Schinken auffangen.

-
„Nestbeschmutzer“ vielleicht ist der Ausdruck „Nest“ ja richtig, wenn ich die Rufe nach dem Staat beobachte. „Beschmutzer“ sehe ich auch nicht. Eher einen Menschen, der mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht und auch „gegen“ „Parteiengehorsam“ seine Meinung sagt.
Worüber ich nachdenke, unabhängig ob eigene oder fremde Wortkreation, wer den Begriff – Ostbeschimpfungsbeauftragter – nutzt, tut wem bzw. was einen Gefallen?
Na ja, auch nicht neu – „Zusammenwachsen“ braucht noch Generationen

GeSa
-
Warten wir die Wahl ab.
Meine Prophezeiung…CDU liegt an 1. Stelle, dicht auf den Hacken die AfD,
Die anderen Parteien hinken abgeschlagen hinterher.
-
@GSaremba61, wenn der Anteil der AfD in den meisten der neuen Bu-Lä. bei +30% liegt, besteht er keineswegs nur aus „Protestwählern“. 1/3 der Wähler bei Landtagswahlen geht gar nicht wählen. Die Abgrenzung der CDU zur AfD klappt nicht wirklich gut. (s. Kemmerich-Wahl)
Herr Wanderwitz gilt jetzt also als „Nestbeschmutzer“?
Wer also hier sich gar nicht persönlich angesprochen fühlen muss, muss auch nicht in kollektive Verteidigung einsteigen.
-
Danke @SFath ich hatte schon im Link von seestern, die wichtigen Begriffe – teilweise – ausgeprägter – gelesen. Weiter gesucht im Thema und nicht so wie Du fündig geworden.

Ich habe H. Wanderwitz bisher nicht wahrgenommen, kenne also auch, wie Paesi sagt, die Fettnäpfchen nicht. Ich verstehe, dass Menschen, die in diesem nicht mehr geteilten Land angekommen sind und sich mit Demokratie beschäftigt haben, ich hoffe, auch gerne darin leben, solche Aussagen nicht hören mögen. Er verallgemeinert nicht und dann frage ich, wenn sie nicht persönlich genommen werden, von denen, die nicht angesprochen sind, sind die Aussagen denn wirklich so falsch?
Gegen AfD, gegen Maaßen, gegen rechtsextrem, das in deutlicher Sprache, macht mir den Mann nicht direkt unsympathisch. Er sagt nichts, was ich nicht auch von inzwischen in meiner Heimatstadt lebenden früheren DDR-ler teilweise über ihre noch in der Heimat lebenden Verwandtschaft höre. Und ja, was auch ich teilweise zu erkennen glaube, lesend, hörend und in Gesprächen erlebe.
Leider ist es meist so, dass es die Falschen sind, die sich angesprochen fühlen. Schauen wir, was die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt dazu sagen. Es dauert ja nicht mehr lange.
GeSa
-
@Paesi: Es ist doch kein Geheimnis, dass in vorwiegend ländlichen Gegenden sich
AfD-Strukturen gefestigt haben und andere Parteien kaum bis keine
Ansprechpartner mehr sind…so in etwa ist mein Beitrag auch zu verstehen gewesen, deshalb der Auszug aus dem Interview!
-
Herr Wanderwitz hat sich, seiner Partei und allen demokratischen Denkenden mit seiner Wortwahl keinen Gefallen getan – wieder ein Fettnäpfchen mehr bei ihm. Statt Ostbeauftragter, sollte es besser heißen: Ostbeschimpfungsbeauftragter. (nicht meine Wortschöpfung) Es wäre wohl weitaus gescheiter gewesen, spezifische Gründe zu benennen als auf die neue Generation zu hoffen. Es ist doch kein Geheimnis, dass in vorwiegend ländlichen Gegenden sich AfD-Strukturen gefestigt haben und andere Parteien kaum bis keine Ansprechpartner mehr sind – Herrn Wanderwitz eingeschlossen.
-
@SFath , ich schrieb allgemein über Aussagen von Politikern im Brustton der Überzeugung. Pauschalisieren gehört nicht zu meinem Stil ! Anders ausgedrückt und nicht pauschal, sind die meisten Aussagen für den „Hörer“ bereits in Stein gemeiselt und scheinen Widerspruch gar nicht zuzulassen. –
Der Philosoph Hans-Georg Gadamer ( aus Heidelberg ) brachte es auf den Punkt: „Es könnte auch sein, der andere hat recht.“
Die Frage, was Herr Wanderwitz konkret gesagt hat, kann ich nicht beantworten. Das, was er sagen wollte, weiß nur er…
-
@happyday, was hat Herr Wanderwitz denn nun genau gesagt?
Das pauschalisierend „für alle“ auszulegen, geht nicht. Dass es nur einen Teil betrifft, stimmt schon.
Protestwähler „nicht zurückzugewinnen“
Gründe dafür seien, dass man es mit verfestigtem Protestwählerpotential und mit teilweise ebenso verfestigten nichtdemokratischen Strukturen zu tun habe, sagt Wanderwitz. Und schließt mit den Worten: „Diese Menschen sind nicht durch gute Arbeit von Regierungen zurückzugewinnen. Leider.“
…Das wollen die Betroffenen nicht gerne hören, aber nichtsdestotrotz bin ich einer, der immer wieder betont, dass in den neuen Ländern die Neigung, eine rechtsradikale Partei zu wählen, offensichtlich leider ausgeprägter ist als in den alten Bundesländern.
Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter der Bundesregierung im Gespräch mit der FAZ
Sie müssen angemeldet sein, um zu antworten.