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Tja, @Modesty – beginne ich mal
1. Wo habe ich geschrieben, dass Schwarze wie ein Stier reagieren? Ich spreche allgemein von Rassismus. Und da gibt es viele Seiten, die „blindwütig“ reagieren. Selbst die, die es anklagen.
2. Wo stehe ich nicht zu dem was ich geschrieben habe? Zu dem was ich schreibe stehe ich. Zu dem was DU daraus machst nicht und das muss ich auch nicht!
3. Wo habe ich geschrieben, dass DU DIE Lösung präsentierst? Da ich es nicht geschrieben habe werde ich es auch nicht löschen.
Einmal mehr alles nur was DU liest und verstehen willst – interpretierst. Ich habe von Betroffenen und nicht Betroffenen gesprochen.
Und als Letztes – ich bin bei der Wahrheit. Wäre ich Du würde ich jetzt verlangen, dass Du die Behauptung (Lüge) löschen sollst. Ich allerdings kann andere Meinungen stehen lassen. Vor allem wenn sie aus Unverständnis heraus entstehen.

GeSa
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@rooikat – 25.09.20 / 17:30
Was Du als einen ‚Hype‘ (Übertreibung) abtust, ist das weltweite Entsetzen über den exemplarischen Umgang weißer US-Polizisten mit schwarzen US-Bürgern, bei denen am Ende stets der Schwarze tot oder zumindest schwer verletzt am Boden liegt – und in den meisten Fällen niemand dafür zur Verantwortung gezogen wird.
@rooikat – 26.09.20 – 9:39
Gestatte mir bitte den Hinweis, dass mein von Dir kritisierter Beitrag v. 25.09.20 / 21:28 Uhr hauptsächlich aus 3 Fragen an Dich und nicht aus Behauptungen besteht. Du könntest sie also, ohne Dich künstlich aufzuregen, einfach sachlich beantworten und eventuelle Mißverständnisse ausräumen.
Das würde mir zumindest helfen, Deine Ansichten besser zu verstehen und entsprechend darauf zu reagieren.
Normalerweise geht so Unterhaltung! Oder?
M.
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@GSaremba – 25.09.20 / 15:36
Wie wahr! Für mich zeigt sich Rassismus im täglichen Miteinander und nicht in der Vermarktung von Produkten.
Stimmt! Die weiße amerikanische Polizei beweist ‚im täglichen Miteinander‘ sehr anschaulich, was sie darunter versteht: Nur ein toter Schwarzer ist ein guter Schwarzer! Also lasst uns so viele wie möglich von ihnen erschießen oder wenigstens einsperren.
Ja, gegen Rassismus ist immer richtig. Doch wie überall sollte es mit Maß und Ziel erfolgen und nicht blindwütig wie der Stier.
Wenn man bedenkt, seit wann Schwarze in den USA um Gleichbehandlung und Gleichberechtigung kämpfen und wie viele schwarze Leben dieser Kampf bereits gekostet hat, dann ist das – mit Verlaub – nicht nur ein zynischer sondern auch ein zutiefst verlogener Rat: Nicht die Schwarzen reagieren ‚blindwütig wie der Stier‘ auf die schießwütige weiße Polizei, sondern weiße, rassistische Amerikaner, unterstützt von einem weißen, rassistischen Präsidenten reagieren blindwütig auf gerechtfertigte Proteste schwarzer Minderheiten und solidarischer Weißer.
@GSaremba – 26.0920 / 11:02
Anstatt mir Interpretation vorzuwerfen steh‘ doch zu dem, was Du geschrieben hast und mecker nicht an meinen Beiträgen herum, aus denen klar hervorgeht, was ich unter Rassismus verstehe und wo und in welcher Form ich ihn verorte.
Und eh‘ ich’s vergesse:
Nenn‘ doch mal die Stelle, an der ich angeblich DIE Lösung präsentiere, die ich ohne Rücksicht durchsetzen will. Wenn Du das nicht kannst, dann sei doch so nett und lösche die Behauptung wieder oder bleib wenigstens beim nächsten Mal bei der Wahrheit!
M.
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@Modesty – gleich was Du interpretierst, ob bei rooikat, Paesi oder mir es ist nicht was geschrieben ist, sondern eben was Du interpretierst. Hauptsächlich sicher auch weil es Deine Schwarz/weiß-Sicht nicht unterstützt.
Kann es sein, dass hier über Rassismus hauptsächlich aus Sicht der eigenen…..
Ja, das kann sein und es gilt natürlich nur für die anderen … niemals für Dich. Richtig ist es, es nicht aus Deiner oder meiner Sicht zu sehen, sondern aus der Sicht der Betroffenen. Da helfen Gespräche mit den Betroffenen und nicht die eigene Sicht und die dann noch „festgemauert“.
Weißt Du, es ist in meinen Augen auch hochnäsig, wenn nicht Betroffene glauben, dass sie für Betroffene DIE Lösung hätten und diese dann ohne Rücksicht durchsetzen wollen. Statt, wie schon mal geschrieben, als nicht Betroffener an sich selbst und Umfeld…. na Du weißt schon….
GeSa
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Stimmt, was du schreibst – dennoch sind solche Diskussionen und Überlegungen nicht von der Hand zu weisen.
Ich habe es nur deswegen erwähnt, weil es zeigt, wie konfus Diskussionen bzw. deren Bezugsfelder mitunter auch werden können.
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@Paesi – 25.09.20 / 19:53
Das kommt mir ein wenig arg an den Haaren herbeigezogen vor.
In fast jeder größeren amerikanischen Stadt gibt es Viertel, die von bestimmten Bevölkerungsgruppen gegründet, bevorzugt und geprägt wurden. Es gibt chinesische, französische, jüdische, italienische, deutsche, russische u.a. Viertel. In allen werden typische Lebens-, Ess- und Trinkkulturen gepflegt und manche sogar amerikanisiert (z.B. Oktoberfest).
Die großen Supermärkte – auch Walmart – sind deshalb auf Kunden mit internationalen Bedürfnissen gut eingestellt. Wenn es sich nicht rechnen würde, gäbe es das Angebot nicht. Was die konzentrierte Anordnung, die in den riesigen Läden das Auffinden erleichtert, mit Rassismus zu tun haben soll erschließt sich mir nicht.
M.
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Seltsam, wenn es um Rassismus geht betont jeder, dass er alle Menschen individuell und nicht nach der Hautfarbe beurteilt. Und dann folgen Beispiele und Erklärungen… so dass man sich am Ende wundert, wie das Thema überhaupt aufkommen und überall auf der Welt zu enormen Unruhen und Konflikten führen konnte, auch hierzulande. ‚Black Lives Matter‘ ist nicht von ungefähr entstanden und zur internationalen Bewegung geworden.
Kann es sein, dass hier über Rassismus hauptsächlich aus Sicht der eigenen, eher seltenen Erfahrungen gesprochen wird und so gut wie gar nicht aus Sicht der Betroffenen?
Es scheint wichtiger zu sein, sich selbst von jeder Art Rassismus zu distanzieren als den Rassismus zu erkennen, dem Menschen mit anderer Hautfarbe und/oder anderer Ethnie ausgesetzt sind.
M.
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@rooikat
Es sollte also wirklich der nativen und schwarzen Bevölkerung Amerikas geraten werden, aus geschichtlichen Gründen nicht darauf zu bestehen, dass Weiße auf die alltägliche Verwendung abwertender Bezeichnungen für ihre Volksgruppen verzichten?
Verstehe ich das richtig? Um die in der Vergangenheit erlebte Abwertung nicht zu vergessen, soll sie auch in Zukunft erhalten bleiben?
Ist das total naiv, absichtlich verharmlosend oder hanebüchener Unsinn?
Ich meine, selbst wenn die Geschichte der nativen Bevölkerung auch heute noch nicht anders als mündlich überliefert werden könnte (was natürlich nicht zutrifft, da auch sie inzwischen im 21. Jh. angekommen ist), sollte sie ganz selbstverständlich auch dazu das Recht haben, ganz sicher jedoch ohne Herabsetzung durch Weiße als permanente Erinnerungshilfe.
M.
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… aus US-Medien
Ich fand es schön, dass es verschiedene Reihen gibt bei Walmart gibt – auch einen kurzen deutschen Abschnitt. Ob es zu weitreichenden Änderungen kommt, bleibt abzuwarten. Im Moment sind es vorwiegend Diskussionen.
Befürworter meinen, da die neue Generation Amerikaner sich an die Vielfalt gewöhnt hat und auch verwendet, sollte neu sortiert werden. Überhaupt seien Schilder wie „Indian Food“, Asian Food“ rassistisch und erinnern and die 50er Jahre, als in Läden, ausländische Waren in extra Sektionen angeboten wurden, damit Weiße nicht zu sehr mit anders Aussehenden in Berührung kamen. Ich glaube, der Grund ist überholt, wenn es denn überhaupt ein Grund war. Es ging in erster Linie um Trennung der Menschen, nicht um die Nahrungsmittel.
Wenn ich mir den ersten Grund ansehe (an Vielfalt gewöhnt), dann kommt mir in den Sinn: Wollen es einige Amerikaner beim Einkauf bequemer haben, um nicht wegen des einen oder and anderen Produkts eine „ethnische Reihe“ noch aufsuchen zu müssen?
Und wo würden die meisten der „ethnischen“ Produkte landen? In den unteren (oberen) Regalfächern, weil sie oft billiger sind – wohl kaum auf Augenhöhe.
Gut, ist nicht mein Problem, wie dort regale eingeräumt werden, zeigt nur, in welche auch irrsinnigen Richtungen Rassismus-Debatten laufen können. Bei Produkten und Produktverteilungen muss wirklich nicht begonnen werden – sondern bei der Gleichbehandlung von Menschen.
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