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"Diese beiden Begriffe können doch erst entstehen,
wenn Individuen oder Gruppen mit Gütern belohnt
oder anderweitig begünstigt werden."
Zitat
Genau dieser Meinung bin ich nicht, Webra,ich beziehe mich auf "erst entstehen".
Denn wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, weil z.B. jemand zu mir sagt "du bist ein Lügner" und ich nicht gelogen habe, dann empfinde ich dies auch als ungerecht mir gegenüber, und das hat nichts mit Gütern zu tun. wohlgemerkt, das war jetzt lediglich ein Beispiel von mir.
Gruß zi -
Diese beiden Begriffe können doch erst entstehen,
wenn Individuen oder Gruppen mit Gütern belohnt
oder anderweitig begünstigt werden.
Geschieht dies zu gleichen Teilen ist dies gerecht,
wenn es für dafür einen logischen Grund gibt.Erhält die eine Seite mehr und die andere weniger,
ist es auch noch gerecht, wenn hierfür auch eine logische Begründung vorliegt.
Erhält aber die eine Seite weniger als die andere, obwohl dies nicht logisch zu begründen ist, ist
der Verteilungs- oder- Begünstigungsprozeß
ungerecht.Der von Annalea eingestellte Beitrag und das von
peter-ingo13 erwähnte Beispiel zeigen das recht
anschaulich. -
Hallo Fischersfruwe,
als logische Schlussfolge auf deine Frage muss ich
davon ausgehen, dass du eine allgemeingültige
Definition des Begriffes "Philosophie" kennst.
Bisher gibt es jedoch dafür, genau wie für die
die Begriffe Gerecht oder Ungerecht, viele Definitionen.Philosophie ist für mich der Versuch, durch Denken zu Erkenntnissen zu kommen.
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@Madame.C
oh, über das Thema Gerechtigkeit gab es schon in der Antike Philosophen, die darüber sinnierten und man kann es entsprechend heute noch lesen.
Auch Camus schrieb einiges darüber. In bestimmten Epochen ist das Thema Gerechtigkeit immer wieder von großem Interesse und auch kulturell bestimmt und kann sich verändern.Auch heutige Philosophen schreiben darüber, halten Vorträge.
Google sei Dank 🙂
Gerechtigkeit/Camus: Wenn der revoltierende Mensch gegen ungerechte Verhältnisse und deren ideologische Verbrämungen aufbegehrt, kommt es ihm darauf an, die Welt zu verändern, allerdings nicht um jeden Preis und gleich universell. Camus bringt seine Position auf die knappe Formel: »Für uns alle kann heute nur eine einzige Parole gelten: in nichts nachgeben, was die Gerechtigkeit betrifft, und auf nichts verzichten, was die Freiheit angeht« (1).
Brocker I 324
Camus: Das revoltierende Individuum weiß darum, dass es eine absolute Gerechtigkeit nicht gibt. »Die Revolte zielt jedoch nur auf das Relative ab und kann nur eine gewisse Würde im Verein mit einer relativen Gerechtigkeit versprechen« (2). Gerechtigkeit kann weder schlicht allgemein noch absolut bestimmt werden. Vielmehr realisiert sie sich immer vor Ort, im Einzelfall, im Ereignis. Jedenfalls schließen sich absolute Gerechtigkeit und absolute Freiheit gegenseitig aus. -
"Unser Gerechtigkeitssinn ist offenbar so stark, dass wir sogar bereit sind, materielle Nachteile in Kauf zu nehmen."
@Webras Thema war bzw. ist "Gerechtigkeit", das lässt sich bestimmt auch in philosophischen Kreisen diskutieren @Fischersfruwe
Und Du musst sicher nicht lange warten, bis ein entsprechend belesener Prof. Dr. Dabbes seinen Zitatenschatz durchsucht hat.
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Und was hat das mit Philosophie zu tun?
Das Thema hat sehr viel mit Gerechtigkeit und nicht gerecht zu tun. Es war schon vor der Antike in der Philosophie ein großes Thema.
"""Gerechtigkeit/Camus: Wenn der revoltierende Mensch gegen ungerechte Verhältnisse und deren ideologische Verbrämungen aufbegehrt, kommt es ihm darauf an, die Welt zu verändern, allerdings nicht um jeden Preis und gleich universell. Camus bringt seine Position auf die knappe Formel: »Für uns alle kann heute nur eine einzige Parole gelten: in nichts nachgeben, was die Gerechtigkeit betrifft, und auf nichts verzichten, was die Freiheit angeht« (1).
Brocker I 324
Camus: Das revoltierende Individuum weiß darum, dass es eine absolute Gerechtigkeit nicht gibt. »Die Revolte zielt jedoch nur auf das Relative ab und kann nur eine gewisse Würde im Verein mit einer relativen Gerechtigkeit versprechen« (2). Gerechtigkeit kann weder schlicht allgemein noch absolut bestimmt werden. Vielmehr realisiert sie sich immer vor Ort, im Einzelfall, im Ereignis. Jedenfalls schließen sich absolute Gerechtigkeit und absolute Freiheit gegenseitig aus."""Siehe auch:
Im Internet gibt es noch zig Seiten darüber.
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Hallo Annalea ,
zu deinem interessanten Bericht habe ich eine Frage: gibt es dazu auch eine Quellenangabe?
Danke.Minkabh
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" Das heißt, Sie hätten, sofern Sie dem statistischen Durchschnitt entsprechen, in unserem Ultimatum-Spiel auf bis zu 300.- Euro verzichtet. Warum? Vermutlich,
weil sonst Ihr Sinn für Gerechtigkeit verletzt worden wäre."
Zitat
Diesen Satz verstehe ich nicht, Annalea. Was hat das mit Gerechtigkeit zu tun?
Gruß zi
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