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  • Erhöhung des Mindestlohnes

     Heigi antwortete vor 5 Monate 6 Teilnehmer · 9 Beiträge
  • flodderli

    Teilnehmer
    26. Juni 2023 um 17:13

    Welch ein Hohn…von der besagten Kommission beschlossen..

    Der Mindestlohn soll um lediglich 41 Cent ab 2024 auf 12,41 € erhöht werden, ab 2025 um weitere 41 Cent.

    Wenn man dagegen die Lohnforderungen bei der Bahn betrachtet, wo den Gewerkschaften eine monatliche Erhöhung von 650 € zu wenig sind…dazu wäre noch eine höhere Einmalzahlung gekommen…da stellen sich mir die Haare auf..

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    26. Juni 2023 um 17:44

    Nach wie vor halte ich den “politischen” Mindestlohn für ein falsches Signal. Gerade die geringzahlenden AG werden sich mehr und mehr auf diesen Mindestlohn berufen und darauf zurückziehen. Schlimmer noch sich aus vorhandenen Branchentarifen (mit meist “viel” höherem Mindestlohn, ich habe jetzt lediglich einen geringeren Lohn für ungelernte Kräfte gesehen) verabschieden. Genau da sollte Politik ansetzen – Branchentarifverträge müssen (immer) allgemeinverbindlich werden und nicht nur, wenn der Arbeitgeber Mitglied des abschließenden Arbeitgeberverbands ist. Dort kann er sich “verabschieden”.

    Falls jemand interessiert ist, mit viel scrollen nach unten – Branchenmindestlöhne:

    https://www.dgb.de/schwerpunkt/mindestlohn/++co++8d230242-cb39-11e1-4164-00188b4dc422

    GeSa

  • Wattfrau

    Teilnehmer
    26. Juni 2023 um 19:32

    GSaremba

    Es geht um die 6 Millionen Niedriglöhner, die dann einen höheren Mindestlohn erhalten

    und nicht um Arbeitnehmer, die jetzt schon einen höheren Mindestlohn bekommen.

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    26. Juni 2023 um 20:28

    GSaremba:

    “Politisch” wurde der Mindestlohn zwar eingeführt, jetzt aber sitzen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände an einem Tisch und verhandeln in und mit einer Kommission. Leider hat das nicht viel Zweck für Arbeitnehmer/innen, denn wenn Arbeitgeberverbände aus der Tarifgemeinschaft austreten, handeln AN mit Rosinen.

    Gleichwohl halte ich den ausgehandelten Mindestlohn nicht für unangemessen, wenn man davon ausgeht, dass Arbeitnehmer/innen im Mindestlohnbereich keinerlei Ausbildung vorweisen müssen.

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    26. Juni 2023 um 20:31

    nalta:

    Guter Einwurf!

    Die Bezahlung von Strafgefangenen ist nämlich ein Skandal! Nicht nur, dass ihre Arbeit wenigstens mit dem Mindestlohn bezahlt werden müsste, sondern es gilt ja auch, den von ihnen angerichteten Schaden zumindest teilweise wiedergutzumachen. Ohne Mindestlohn geht das überhaupt nicht, wenn man zudem noch bedenkt, dass davon noch Übernachtung und Verpflegung von Strafgefangenen abgezogen wird!

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    27. Juni 2023 um 11:19

    Gut, Wattfrau, dass Du mich aufklärst. JoyDa spreche ich davon, dass Branchentarifverträge allgemeinverbindlich werden müssen und sich AG nicht davon schleichen können und DU????

    Na ja, lohnt nicht Upside Down

    Die Bezahlung in Gefängnissen ist noch ein ganz anderes Thema!

    GeSa

    • Dieser Beitrag wurde vor 5 Monate, 1 Woche von  GSaremba61 bearbeitet.
  • flodderli

    Teilnehmer
    29. Juni 2023 um 10:33

    Ich habe noch was zum Haftkostenbeitrag gefunden….also nicht Haftpflichtversicherung, sondern Knastkosten.

    Vor einigen Jahren lag der noch bei 430 €, pro Jahr soll sich der Beitrag um etwa 30 Cent erhöhen.

    Der unterteilt sich in 189,55 Einzelunterkunft Zelle.

    51 € Früh, 95 Mittag und 95 Abend

    Naja, auch wenn jetzt mancher den Kopf über diese Info schüttelt….ist doch aber interessant.

    Wenn aber von den Häftlingen manche kein Einkommen haben, dann zahlt Vater Staat…oder muss der Knastbruder das als Schulden ansehen und das später abzahlen?

    Frage nur…war ja noch nie im Knast..Wink

  • Heigi

    Teilnehmer
    29. Juni 2023 um 12:53

    @GSaremba61: Danke für den Link! Erstaunlich für mich und so nicht gewusst.

    Ein als Lokführer beschäftigter Bekannter meint, die Streiks und die Lohnforderungen seien berechtigt, weil die leitenden Angestellten der “oberen Etage” unverschämt hohe Gehälter in insgesamt Millionenbeträgen erhielten und immer wieder angemessene Bezahlung der “normalen” Beschäftigten verhindert hätten.

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