Startseite Foren Themen des Tages Ist Österreichs Vizekanzler käuflich? Antwort auf: Ist Österreichs Vizekanzler käuflich?

  • philosophin

    Teilnehmer
    22. Mai 2019 um 21:53

    @Webra, die Presse argumentiert damit, dass die Veröffentlichung illegaler Videoaufnehmen gedeckt ist durch das Wallraff Urteil von 1984, als er verklagt worden war wegen illegal aufgenommener Videos.
    Darin heißt es :

    Demnach ist die Veröffentlichung einer Information – auch wenn sie rechtswidrig und durch Täuschung beschafft worden ist – dann rechtens, „wenn die Bedeutung der Informationen für die Unterrichtung der Öffentlichkeit und für die öffentliche Meinungsbildung einseitig die Nachteile überwiegt, welche der Rechtsbruch für den Betroffenen und für die Rechtsordnung nach sich ziehen“.
    Journalistenverbandschef spricht von "erheblichem öffentlichen Interesse"

    Dementsprechend hält Frank Überall, Chef des Deutschen Journalistenverbands, die Ibiza-Veröffentlichung für legitim – auch wenn die Aufzeichnung möglicherweise einen Eingriff in die Privatsphäre der Beteiligten darstellt.

    „Es ist ganz klar, Journalistinnen und Journalisten hätten so eine Falle nicht stellen dürfen“, sagt Überall. „Aber weil das Material von erheblichem öffentlichen Interesse ist, darf es – wie in den Fällen anderer Whistleblower auch – veröffentlicht werden.
    “ Würden sich Redaktionen gegen die Bekanntmachung solch heikler Informationen entscheiden, „dann gäbe es überhaupt keine Berichterstattung über Korruption mehr“. Für den DJV-Chef ist offenkundig, dass sich die verantwortlichen Medien wie „Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“ richtig verhalten hätten.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/duerfen-medien-das-veroeffentlichen-was-ibiza-gate-mit-dem-fall-wallraff-zu-tun-hat/24363100.html

    Soweit diese Seite

    Hans Georg Maaßen spricht von einer "Videofalle" . Es spricht vieles dafür, dass es so war.

    Soweit ich es bisher sehen konnte, wurde gezielt manipuliert, um den Herrn Strache dazu zu verleiten, solche ußerungen von sich zu geben, mit dem Ziel, ihn politisch zu vernichten und die Regierung in Österreich zu destabilisieren.
    Das ist hochgradig hinterhältig und spricht für erhebliche kriminelle Energie.

    Hier wurde nicht berichtet über miserable Zustände, sondern die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass es überhaupt zu solch irrigen Äußerungen kommen konnte welche dan ngezielt gefilmt wurden.

    Das ist auch etwas anderes, in meinen Augen, als die Under Cover Einsätze von Herrn Wallraff.

    Nun, Herr Strache hätte sich nicht verleiten lassen müssen. Das ist die andere Seite. Und an seinem Tun gibt es gar nichts zu beschönigen.

    Wäre ich Chefredakteur bei der SZ oder beim Spiegel, wäre ich mit diesem Video ganz sicher anders umgegangen, zumal es ja die Regierung eines anderen Landes betrifft.

    Ich finde auch, sowas macht man nicht, jedenfalls nicht so, ohne vorher die Regierung Österreichs darüber zu informieren, und ihr selbst die Chance zu geben, damit umzugehen und ohne, dass es diese marktschreierische Komponente bekommt und man sich gemein macht mit jenen, die dieses Zeug inszeniert , angefertigt und gezielt der Presse zugeführt haben zu einem Zeitpunkt, der gewiß nicht zufällig ist.

    Schönen Abend
    phil

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