Wohnen im Alter - Wohnformen mit und ohne Betreuung

Aktuelle Umfragen unter Senioren zeigen, dass sich viele ältere Menschen wünschen, im Alter in den eigenen vier Wänden zu bleiben.
Die Realität sieht jedoch oft anders aus.
Häufig machen nachlassende körperliche und geistige Fähigkeiten oder eine Krankheit einen Umzug oder einen Umbau der Wohnung oder des Hauses notwendig, so z. B. wenn es dort viele Treppen gibt oder wenn man seinen Haushalt nicht mehr alleine führen kann oder gar pflegebedürftig wird.
Die Wohnungswirtschaft bietet für diesen Fall verschiedene Möglichkeiten an. Man kann sein Zuhause z. B. altersgerecht umbauen oder umziehen, beispielsweise in ein betreute Wohnanlage oder in eine Wohngemeinschaft mit Gleichgesinnten.

Das richtige Wohnmodell für die dritte Lebensphase zu finden, hängt jedoch nicht nur von Notwendigkeiten und der finanziellen Situation, sondern auch der Persönlichkeit ab.
Im Fokus sollten daher bei der Wahl des neuen Zuhauses immer die eigenen Bedürfnisse stehen. Diese sollte das neue Wohnumfeld adäquat abdecken.

Ob Betreutes Wohnen, Wohnprojekt, Umbau des Eigenheims, Mehrgenerationenhaus oder Pflegeheim: Es gibt heute viele Möglichkeiten altersgerecht zu wohnen.

Die Wohnmodelle im Alter: Welche Wohnform ist die richtige?

Viele Senioren wünschen sich, in einer Umgebung zu leben, die ihnen Selbstständigkeit und soziale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, auch wenn Krankheit, Hilfe- und Pflegebedürftigkeit eintreten. Wie man im Alter wohnt und lebt, hängt also vom Grad der Pflegebedürftigkeit, den Finanzen und auch von den persönlichen Vorlieben ab.

Betreutes Wohnen im Alter

Folgende alternativen Wohnformen gibt es. Die Vor- und Nachteile im Überblick:

  1. Altersgerechter/ Barrierefreier Umbau
    Wenn man das gewohnte Umfeld nicht verlassen möchte, kann man es mit einigen Umbaumaßnahmen so umbauen, dass es die Ansprüche eines altersgerechtes Zuhauses erfüllt, beispielsweise durch den Einbau eines Treppenlifts, eines Hausnotrufes, einer ebenerdigen Dusche, Haltegriffe an den Wänden oder auch abgesenkte Arbeitsflächen in der Küche.
    Weitere Infos zum Thema bei der KFW.

  2. Wohnprojekt oder Senioren-WG
    Senioren-WGs werden immer beliebter. Gemeinsam statt einsam alt werden, lautet die Devise einer Wohngemeinschaft für Rentner und Best-Ager 50+.
    Ist z. B. der geliebte Partner verstorben, vereinsamen viele Menschen nach einer oft jahrzehntelangen Zweisamkeit sehr schnell. Eine Senioren-WG oder ein Wohnprojekt bieten hier die Möglichkeit, wieder in täglichem Kontakt mit anderen Menschen zu sein und den Alltag gemeinsam zu meistern. Aufgrund der häufig geringen Renten bietet eine Senioren-WG finanzielle Vorteile, da die anfallenden Kosten geteilt werden.
    Die Vorteile im Überblick finden Sie hier.

  3. Betreutes Wohnen bzw. Service-Wohnen
    Betreutes Wohnen eignet sich besonders für Senioren, die nach wie vor selbstständig in einer eigenen Wohnung leben, aber im Notfall schnell und zuverlässig Hilfe zur Verfügung haben möchten.
    Je nach Bedarf kann man an einer betreuten Wohnanlage verschiedene Hilfsleistungen in Anspruch nehmen, um den Alltag zu erleichtern. Dazu zählen beispielsweise eine Haushaltshilfe, Essenlieferungen oder ein Pflegedienst, der rund um die Uhr verfügbar ist. Häufig werden auch Freizeitaktivitäten angeboten, bei denen man in Kontakt mit anderen Bewohnern treten kann.
    Betreut, aber selbstbestimmt Wohnen im Alter lautet daher das Motto. Das bietet das Betreute Wohnen.
    Hier finden Sie kostenlos Ihr neues, barrierefreies Zuhause in einer betreuten Wohnanlage oder in einer guten Seniorenresidenz in Ihrer Nähe.

  4. Pflegeheim
    Manchmal jedoch ist ein Umzug in ein Pflegeheim bzw. Altenheim aufgrund von Krankheit, einem Unfall oder Pflegebedürftigkeit unvermeidlich. Hier wird man um die Uhr versorgt und erhält im Notfall sofortige Hilfe. Sollte ein Umzug in ein Pflegeheim notwenig sein, ist es besonders wichtig, sich im Vorfeld gründlich über verschiedene Einrichtungen und ihre Leistungen zu informieren und so das Haus zu finden, das am besten passt.
    Ist eine Entscheidung gefallen, sollte eine ausführliche Absprache mit dem zukünftigen Pflegeheim erfolgen. Dies erleichtert den Umzug für alle Beteiligten. Naht der Umzug, sollten dem Pflegepersonal vor Ort alle wichtigen Informationen (Krankheiten, Fähigkeiten und besondere Bedürfnisse) über den neuen Bewohner vorliegen.

Wegweiser für Wohnen und Pflege im Alter

Die Internetplattform Betreut-Wohnen.de hilft, mit mehr als 13.000 Einrichtungen für das Betreute Wohnen und Pflegeheime, bequem und anonym, die richtige Einrichtung zu finden. Dort können Sie ein neues Zuhause direkt in Ihrem Wunschort recherchieren. Die Recherche kann dabei nach PLZ, der Umkreissuche oder nach der Kilometerzahl eingegrenzt und auf einer interaktiven Karte angezeigt werden. Das Leistungsspektrum wie z. B. Preise, Pflegeschwerpunkte oder Serviceleistungen, ist hierbei direkt abrufbar.

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