Vitamin-D-Mangel im Alter: Vorbeugung und Behandlung

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Vitamin D ist ein lebenswichtiges Vitamin, das eine Schlüsselrolle für unsere Gesundheit spielt.
Es ist essenziell, da es für viele Körperfunktionen von großer Bedeutung ist. Besonders im Alter ist eine ausreichende Versorgung wichtig, um die Gesundheit zu erhalten und das Risiko für Erkrankungen zu minimieren. Ein Vitamin-D-Mangel kann bei Senioren zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, wie z.B. Osteomalazie, einer Erweichung der Knochen, die oft mit schmerzhaften Knochendeformationen einhergeht. Auch die Wahrscheinlichkeit von Knochenbrüchen steigt, was die Mobilität und Lebensqualität stark verringert. Besonders im Alter gewinnt eine adäquate Versorgung an Bedeutung, da der Körper zunehmend Schwierigkeiten hat, ausreichend Vitamin D zu produzieren und aufzunehmen. In diesem Artikel werden die wichtigsten Aspekte rund um Vitamin D und seinen Mangel im Alter beleuchtet, sowie hilfreiche Tipps und Empfehlungen gegeben, wie man einem Mangel vorbeugen und entgegenwirken kann.

Was ist Vitamin D und welche Funktionen hat es im Körper?

Vitamin D, oft als „Sonnenvitamin“ bezeichnet, ist eigentlich ein Prohormon, das der Körper unter dem Einfluss von UVB-Strahlen der Sonne in der Haut produziert. Es gibt zwei Hauptformen: Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Während Vitamin D2 hauptsächlich in Pflanzen vorkommt, wird Vitamin D3 in der Haut synthetisiert und kommt auch in tierischen Lebensmitteln vor.

Die Funktionen von Vitamin D im Körper

Knochenstoffwechsel: Es unterstützt die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus der Nahrung und sorgt für deren Einlagerung in die Knochen.
Immunsystem: Es trägt zur Abwehr von Infektionen bei.
Muskelfunktion: Es ist wichtig für die Muskelkraft und -koordination.

Warum ist Vitamin D für ältere Menschen besonders wichtig?

Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Vitamin D zu produzieren. Gleichzeitig erhöht sich der Bedarf an Vitamin D, da die Knochendichte abnimmt und das Risiko für Osteoporose und Frakturen steigt. Auch das Immunsystem wird schwächer, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen führt. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Muskelkraft und hilft, Stürze und die damit verbundenen Verletzungen zu vermeiden.

Vitamin D-Versorgung im Alter

Die allgemeine Vitamin-D-Versorgung der Bevölkerung ist oft unzureichend, aber bei älteren Menschen ist die Situation besonders kritisch. Viele ältere Menschen verbringen weniger Zeit im Freien und ihre Haut produziert daher weniger Vitamin D. Zudem kann eine eingeschränkte Nahrungsaufnahme oder eine einseitige Ernährung die Versorgung weiter verschlechtern. Besondere Risikogruppen sind ältere Frauen, Personen mit mehreren chronischen Krankheiten (Multimorbide) und Frauen in den Wechseljahren.

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Vitamin-D-Mangel: Symptome, Ursachen und Behandlung

Symptome eines Vitamin D-Mangels

Ein Vitamin D-Mangel kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen, darunter:

  • Muskelschwäche und -schmerzen
  • Knochenschmerzen und -verformungen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Erhöhtes Risiko für Infektionen
  • Depressive Verstimmungen

Ursachen

Die häufigsten Ursachen für einen Vitamin D-Mangel im Alter sind:

Geringere Sonnenexposition: Weniger Aufenthalt im Freien und vermehrtes Tragen von schützender Kleidung.
Unzureichende Ernährung: Wenig Vitamin-D-reiche Lebensmittel wie fetter Fisch, Leber, Eier und angereicherte Produkte.
Krankheiten: Bestimmte Erkrankungen wie Nieren- oder Lebererkrankungen beeinträchtigen die Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form.

Behandlungsmöglichkeiten

Um einen Vitamin D-Mangel zu behandeln, kommen folgende Maßnahmen in Betracht:

Vitamin-D-Supplementierung: Einnahme von Vitamin-D-Präparaten nach Absprache mit dem Arzt.
Ernährung: Integration von Vitamin-D-reichen Lebensmitteln in den Speiseplan.
Sonnenexposition: Regelmäßige, aber maßvolle Sonnenbäder, um die Hautproduktion zu stimulieren.

Bedarfsdeckung und Empfehlungen

Der empfohlene tägliche Bedarf an Vitamin D variiert je nach Alter und Gesundheitszustand. Für ältere Erwachsene wird eine tägliche Aufnahme von 800 bis 1000 IE (Internationale Einheiten) empfohlen. In bestimmten Fällen, wie bei einem nachgewiesenen Mangel, kann der Bedarf höher sein.

Praktische Tipps zur Bedarfsdeckung

Ernährung: Integrieren Sie regelmäßig Lebensmittel wie Lachs, Makrele, Eigelb und angereicherte Milchprodukte in Ihren Speiseplan.
Supplemente: Vitamin-D-Präparate sind eine effektive Möglichkeit, den Bedarf zu decken, besonders in den Wintermonaten oder bei eingeschränkter Sonnenexposition.
Sonnenlicht: Verbringen Sie täglich 15-30 Minuten im Freien, um die natürliche Vitamin-D-Synthese anzuregen. Achten Sie dabei auf den richtigen Sonnenschutz, um Hautschäden zu vermeiden.

Dauer der Mangelbehebung
Die Behebung eines Vitamin D-Mangels kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Der Vitamin-D-Status sollte dabei regelmäßig  überprüft werden und die Supplementierung entsprechend angepasst werden.

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Vitamin D-Gehalt in Lebensmitteln

Die Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung trägt auf natürliche Weise dazu bei, das Risiko von Vitaminmangel zu minimieren. Lebensmittel mit natürlichem oder angereichertem Vitamin D können somit eine zuverlässige Quelle dieses wichtigen Nährstoffs sein und helfen, dessen ausreichende Versorgung sicherzustellen.

Die nachstehende Tabelle bietet eine systematische Darstellung des Vitamin D-Gehalts in ausgewählten Lebensmitteln, geordnet nach Konzentration, um einen Überblick über die möglichen Nahrungsquellen von Vitamin D zu geben.

LebensmittelVitamin D-Gehalt pro 100g
Lachs, frisch16 µg
Makrele10 µg
Hering8 µg
Margarine, angereichert7.5 µg
Sardinen, in Öl5 µg
Thunfisch, in Öl5.7 µg
Forelle3.5 µg
Champignons, UV-bestrahlt3.2 µg
Milch, angereichert2.4 µg
Joghurt, angereichert2.1 µg
Eier2.2 µg
Scholle2.9 µg
Rindfleischleber1.2 µg
Kabeljau1.2 µg
Emmentaler Käse1.1 µg
Schweinefleisch0.6 µg
Quark0.5 µg
Ricotta0.4 µg
Ziegenkäse0.3 µg
Butter0.1 µg

Der genaue Vitamin D-Gehalt kann je nach genauer Art, Zubereitung und Herkunft des Lebensmittels variieren.

Bestimmung und Beurteilung des Vitamin-D-Status

Der Vitamin-D-Status wird durch eine Blutuntersuchung gemessen, bei der der Spiegel von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) bestimmt wird. Werte unter 20 ng/ml deuten auf einen Mangel hin, während Werte zwischen 20 und 30 ng/ml als unzureichend gelten.

Interpretation der Ergebnisse:
Ausreichend: 30-50 ng/ml
Unzureichend: 20-30 ng/ml
Mangel: unter 20 ng/ml

Empfehlungen für regelmäßige Kontrollen
Besonders ältere Menschen sollten ihren Vitamin-D-Spiegel regelmäßig überprüfen lassen, um frühzeitig einen Mangel zu erkennen und zu behandeln. Mindestens einmal jährlich sollte eine Kontrolle erfolgen, besonders vor und nach den Wintermonaten.

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Fazit

Mit der richtigen Kombination aus Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Sonnenexposition kann ein Mangel effektiv vermieden oder behoben werden. Ältere Menschen sollten ausreichend Vitamin D und Kalzium zu sich nehmen, da diese beiden Nährstoffe gemeinsam die Knochengesundheit unterstützen. Ein niedriger Kalziumspiegel kann durch einen Vitamin-D-Mangel noch weiter verschärft werden, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen kann.

Besonders in Pflegeheimen sollte auf eine angemessene Vitamin-D-Versorgung geachtet werden, da die Bewohner oft weniger Sonnenlicht ausgesetzt sind. Regelmäßige Kontrollen des Vitamin D im Blut und eine individuelle Beratung durch den Arzt sind dabei angezeigt, um die richtigen Mengen an Vitamin D zu dosieren und die Gesundheit zu erhalten.

Studien haben gezeigt, dass Vitamin D auch eine Rolle bei der Vorbeugung von chronischen Erkrankungen wie Diabetes spielen kann. Daher ist es wichtig, auf eine ausreichende Zufuhr dieses fettlöslichen Vitamins zu achten, um das allgemeine Wohlbefinden im höheren Lebensalter zu fördern.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, die Vitamin-D-Versorgung durch eine Kombination aus Sonnenexposition, Ernährung und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmitteln sicherzustellen. Eine gezielte Supplementierung sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um eine Überdosierung zu vermeiden und sicherzustellen, dass der Vitamin-D- und Kalziumspiegel im Körper im optimalen Bereich bleibt.

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