Erstellte Foren-Antworten

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  • realo

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    5. Oktober 2023 um 22:01 In Bezug auf: WAS IST LIEBE ?

    Halte das kulturhistorisch überlieferte Liebesgefühl für einen Mythos. Es ist eine Vision, eine Wunschvorstellung, eine Fantasie und ein Traum. Real sind die positiven und negativen präsent und sie halten sich im besten Fall die Waage. Auch eine Zuwendung ist nur positiv, wenn es auch eine Distanz gibt, sonst führt der Prozess zur Abhängigkeit und das ist sehr negativ. Eine meiner Ex-Frauen nannte es Resonanz, da ist vielleicht etwas Lebbares dran. Liebe ist nach dem Gott glauben der größte Menschheitsmythos.

  • realo

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    5. Oktober 2023 um 9:28 In Bezug auf:

    Wenn man die Wendezeit in Berlin mitbekommen hat, besteht Grund für Skepsis. Die Massen an Ossis auf die offene Grenze, Schlangen von hupenden Trabis, die Euphorie, der Taumel, alles nur, weil man den Westen besuchen konnte. Mit war das alles suspekt, denn warum auf einen Schlag die DDR verraten und so tun, als wäre man ohne Westen am Verhungern. Ich habe diesen Rausch nicht nachvollziehen wollen, ich konnte in der DDR gut leben und die Probleme, die ich hatte, waren menschlicher Natur, unabhängig vom System. Heute sind die Massen an Ossis, die damals grölten und nach der DM schrien, zutiefst frustriert und wählen die AfD. Etwas mehr Skepsis beim Übergang von einem System zum Anderen wäre gesund gewesen. Dann hätten sich die Ossis das Bilden einer neuen Verfassung erkämpfen können und es wäre wirklich zur Wiedervereinigung von BRD und DDR gekommen, mit dem Erhalt von Werten auf beiden Seiten. Aber die Dollarzeichen in den Augen haben die Ossis blind gemacht und sie taumelten in der Euphorie, die DM in der Hand zu haben. Jetzt recht sich das und die Ossis sind in der BRD unzufriedener als je zuvor. Die DM ist lange weg, jetzt heißt das Geld Euro, aber egal wie es heißt, es dient als Unterhalt für das Dasein. Das tat die Ostmark auch. Nächstes Jahr habe ich dreißigjähriges Bayern Jubiläum, habe somit etwa die Hälfte in Ost und West verbracht, das schafft Erfahrung genug um skeptisch sein zu können und die Angebote und Beteuerungen zu prüfen, bevor ein ja ich will möglich ist.

  • realo

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    4. Oktober 2023 um 19:18 In Bezug auf:

    Nichts treibt, es gibt keine Entschuldigung für das eigene Denken und
    Handeln, man tut es, weil man so ist wie man ist. Das ist meine
    Erfahrung, in zwei völlig gegensätzlichen Gesellschaftsordnungen gelebt
    zu haben. Die menschliche Persönlichkeit ist überall auf der Erde das
    Resultat eigener Prägung. Sicher, vieles ist psychologisch sehr perfide
    eingefädelt, aber wenn man sich das bewusst macht, gibt es eine Chance,
    damit umzugehen, ohne Opfer zu werden, das war im Osten so mit Partei
    und Stasi und das ist es Westen so mit Coca-Cola, Werbung und Suggestion
    durch die Medien. Sicher, im Osten war vieles einfacher im Sinne von
    Nachvollziehbar. In den Nachrichten kam die tolle Planerfüllung, jedes
    Kind hat das durchschaut, was das für eine Medienente ist usw. Heute in
    der Globalisierung sind die Nachrichten wesentlich vielschichtiger und
    von den Interessen weltweit abhängig. Auch die deutschen Nachrichten
    über die Ukraine und die Russen heute haben fast eine Qualität wie über
    Planerfüllung. Ich halte es für leicht durchschaubar, wenn man mit
    wachen Augen durch die Welt geht und eine gewisse Grundskepsis an der
    Tag legt. Wenn man sein Herkunftsland verloren hat, ist mit heiler Welt
    allein nicht zu locken. Deshalb geht es heute um die Fähigkeit der
    Krisenbewältigung, genauso wie in der Konsumgütermangelwirtschaft DDR.
    Eine moderne programmierbare Waschmaschine kaufen war ein Abenteuer, es
    gab sie als DDR-Produkt, aber sie stand nicht im Laden herum und wurde
    beworben. Man musste kreativ sein und Ideen haben, wie man an ‚Vitamin
    B‘ kommt, damit man Argumente hat, um so eine Maschine geliert zu
    bekommen. Meiner Schwester ist es gelungen, junge Mutter usw. mir nicht.
    Ich hatte bis zum Schluss die alte Wellenradwaschmaschine WM 66 mit
    Laugenpumpe um das Wasser abzulassen. Das Waschpulver war Spee gekörnt,
    dass es heute noch gibt von der Firma Henkel. Vielleicht hat deshalb
    Otto Schily gemeint, im Osten stinkt es, wir hatten keinen Weichspüler
    von Lenor.

    Im Buddhismus lernt man, mit dem Ego umzugehen bzw. es weniger zu brauchen. Buddha meinte, nur wenn man das Ego loslassen kann, hat man eine Chance zu erwachen.

  • realo

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    4. Oktober 2023 um 9:37 In Bezug auf:

    Wenn man sich den Einzelfall anschaut, ist es mit dem wir nicht so schwierig, je aufgeschlossener die Persönlichkeit, je harmonischer das Wir. Die ostdeutsche Haltung mit der AfD ist eine politische Gesinnung, ein Wir mit allen Ostdeutschen politisch gesehen auf Gesamtdeutschland. Die DDR und der Sozialismus waren der Verlierer, die Sowjetunion ist zerbrochen und der gesamte Ostblock ist in die NATO übergegangen. Nur die Menschen im Osten wollen sich nicht als Verlierer fühlen, sie haben eine gewaltfreie Revolution zur Veränderung der Gesellschaft durchgeführt, wie es so schön heißt. Ich auch, ich war auf der großen Demo in Ostberlin am 4. November 1989, wo Kritik an der DDR-Führung geübt wurde. Es war wenige Tage vor dem Mauerfall. Die Öffnung der Grenze hat dann die Umgestaltung der DDR hinfällig werden lassen und der Anschluss war unaufhaltsam, der dann nach der DM im Sommer 1990 am 3. Oktober 1990 realisiert wurde, gestern vor 33 Jahren. Für mich ist das der Todestag der DDR, denn wie auch immer die Verhältnisse waren, meine Kindheit und Jugend in der DDR aus Sicht meiner ganz persönlichen Psyche werde ich nicht verleugnen. Was hatte ich mit der Partei oder der Stasi zu tun, nichts. Aber als ich krank alleine in der Wohnung war, kamen viele Menschen, um mir zu helfen, das ist heute undenkbar.

  • realo

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    3. Oktober 2023 um 19:07 In Bezug auf:

    Es ist erschreckend, was ich hier als Ossi nach 34 Jahren Mauerfall für Meinungen, Ansichten und Ausdrucksweisen lese. Es hat sich am kalten Krieg nichts geändert. Die meisten Vorurteile sind westliche Propaganda, wie seit eh und je. Auch die Pleite der DDR ist ein westliches Märchen, um das ganze Filetstück wirtschaftlich einsacken zu können. Jedoch aus marktwirtschaftlicher Sicht stimmt es, mit Privatbesitz an Produktionsmitteln sah es nicht nur ganz schlecht aus, sie wahren so gut wie nicht vorhanden. Jedoch wir Menschen im Osten waren reich, reich an sozialen Kontakten, an Solidarität, an Nachbarschaftshilfe und an Psychotherapie, da kann man heute nur träumen von.

  • realo

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    3. Oktober 2023 um 10:04 In Bezug auf:

    Genau, das sehe ich im Militärschlag der Russen, Hilfe zur Selbsthilfe, um die Ukraine nicht der NATO zu überlassen und somit einen Stützpunkt der westlichen Welt unmittelbar vor der Nase. Es ist alles etwas verlogen in der Politik, was die Propaganda angeht. Heute, 3. Oktober offiziell Tag der Einheit, dabei hat es zwischen BRD und DDR nie eine Wiedervereinigung gegeben, es war ein schnöder Anschluss der DDR an die BRD, mit allen Konsequenzen bis heute. Dieses Ost-West-Thema wird uns noch eine Weile beschäftigen auf dieser Welt. Da ist die Ukraine nur ein Aspekt, wie die USA mit Europa und NATO versucht Fuß zu fassen in den östlichen Regionen, aber die Russen wissen es dieses Mal zu verhindern.

  • realo

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    2. Oktober 2023 um 9:27 In Bezug auf:

    Das mit dem Helfersyndrom sehe ich weniger, Deutschland will militärisch die Ukraine unterstützen aus Sicht der NATO gegen die Russen. Es geht weniger darum, der Ukraine zu helfen, es geht vor allem darum, den Russen zu schaden. NATO gegen Russland bleibt übrig als Konflikt, Ost gegen West wie im kalten Krieg. Nur ist es jetzt nicht Sowjetunion und Ostblock, sondern Russland, China und vielleicht noch Indien. Die flächen- bzw. bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Da muss sich die USA mit der NATO und Europa etwas einfallen lassen, will sie sich doch als Weltherrschaft sehen. Der Präsident der USA als mächtigster Mann der Welt, so wird es uns in den Nachrichten vermittelt. Während Xi und Putin als böse Autokraten bezeichnet werden. In meinen Augen kalter Krieg heiß aufgetischt.

  • realo

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    1. Oktober 2023 um 18:44 In Bezug auf:

    Heigi Angriffskrieg sein (auf dem Begriff bestehe ich) und die gesamte westliche Welt auch, einschließlich der USA. Genau, der Krieg geht so lange bis die Ukraine nicht mehr in die NATO möchte bzw. nichts mehr übrig ist von der Ukraine was in die NATO könnte. Russland hat diesen militärischen Einsatz begonnen, wollten eine schnelle Kapitulation der Ukraine, aber mithilfe der westlichen Welt wird gekämpft, nun zieht Russland es durch. Die USA werden das Territorium der Ukraine politisch nicht in den Besitz bekommen, obwohl sie intern so viele Jahre darauf hingearbeitet haben. Dieses Filetstück direkt an der russischen Grenze bleibt ihnen verwehrt. Russland würde schon lange verhandeln, nur mit einer Bedingung, die Ukraine kommt nicht in die NATO. Das möchte die USA nicht und so gibt es keine Verhandlung.

  • realo

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    1. Oktober 2023 um 9:22 In Bezug auf:

    Angst, die Familie könnte niedergemetzelt werden, hört man öfter hierzulande und dagegen muss sich gewappnet werden. Ich weiß nicht, wer solche Ideen anstiftet, vielleicht die Zeitung mit vier Buchstaben oder einschlägige Fernsehprogramme. Auf jeden Fall fruchtet es, die Angst ist da und es wird mit höheren Zäunen, Kameras und Alarmanlagen aufgerüstet. Am besten wäre eine hohe Mauer um das Grundstück und einem Stahltor nur für Familienmitglieder per Auge oder Fingerabdruck gesteuert. Dabei ist es die Angst, die den meisten psychischen Schaden anrichtet und die Schutzvorrichtungen, die letztlich doch alle nicht helfen, wenn es hart auf hart kommt, nicht der vermeintliche Überfall. Wer wegen des Ukrainekrieges Angst um sein Leben in Deutschland bekommt, hat die Zeichen der Natur nicht verstanden und leidet unter einer pathologischen Angsterkrankung. Ein Atomschlag ist denkbar und technisch machbar wie im kalten Krieg auch, aber wenn er passiert, sind wir sowieso alle Tod, da kommt das Gefühl Angst nicht mehr vor und alle anderen Gefühle auch nicht.

  • realo

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    29. September 2023 um 21:54 In Bezug auf:

    Man kann wohl davon ausgehen, dass die U18 Wahl und die Sonntagsfrage sehr ähnlich ausfallen.

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