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  • Carlinette

    Mitglied
    26. Januar 2026 um 19:36 In Bezug auf: Wie denken Sie über das Thema Impfen?

    Als die mRNA-Impfstoffe herauskamen, waren sie in der Tat nicht umfassend getestet – dazu war einfach keine Zeit, denn die Leute starben schon überall an Corona. Damals wurden uns in der Dienststelle freiwillige Impfungen angeboten. Manche dienstliche Aktivitäten durften allerdings nur nach erfolgter Impfung durchgeführt werden, klar. Ich hätte z.B. auch nicht toll gefunden, im Krankenhaus liegen und dort von ungeimpftem Personal gepflegt werden zu müssen.

    Ich war damals im Elsass tätig, also relativ dicht am allerersten Großausbruch von Mulhouse. Das hat meinen Blick auf die Dinge bestimmt gefärbt. Ein Nachbar wäre als KH-Arzt fast gestorben, weil er sich sofort und ohne ausreichende Versorgung mit Masken um die Covid-Patienten kümmerte.

    Bei Krankheiten wie der Grippe setze ich schon mal eher auf die bislang gute Konstitution und lasse manche Winter die Impfung sausen, auch wenn ich sie generell gut vertrage. Bei Covid war meine Reaktion viel heftiger, sowohl nach den Impfungen als auch bei den Erkrankungen. Aber ohne Impfung wären die womöglich noch schlimmer verlaufen – wer weiß das schon…?

  • @Yossarian neulich (10. Januar – naja, war viel unterwegs):

    Die Auseinandersetzung um KI hat schon einige Facetten mehr zu berücksichtigen als nur Halluzinationen vs. nützliche Problemlösungen durch KI, denke ich. Insbesondere frage ich mich, wozu z.B. so viele Bildchen mit KI generiert werden, nur zum Spaß in sehr vielen Fällen, wenn doch bekannt ist, dass die benötigte Rechenleistung eine Unmenge Energie frisst? Berücksichtigen wir den Gesamtbedarf, also das Training und die Bearbeitung von Anfragen/Problemen, stößt unsere Energieversorgung schnell an ihre Grenzen. Wollen wir wirklich DAZU noch mehr neue Kraftwerke hinstellen?

    Auf Netzpolitik.org stand schon vor einem Jahr einiges zum Thema generative KI unter dem Titel „Klimaschädlich bei Design“:

    Generative KI ist inhärent ein nicht nachhaltiges System. Sie kann zu den Klima- und Nachhaltigkeitszielen wenig bis nichts beitragen. Schlimmer noch: Sowohl die Schaffung großer Sprachmodelle als auch deren Nutzung sind nicht nur nicht nachhaltig, sondern in hohem Maße umweltschädlich. Generative KI bringt also keine Lösung für die Klimakrise, sondern heizt sie massiv an, insbesondere wenn alle weiter kopflos dem Marketingversprechen folgen, wonach generative KI so gut wie alle Branchen quasi revolutionieren werde.

    Gegen den KI-Glauben gibt es bisher nur wenig öffentlichen Gegenwind. Doch weltweit wehrt sich die Zivilgesellschaft: von indigenen Bewegungen im schwedischen Teil Sapmís, die gegen Metas Rechenzentren demonstrieren, bis hin zu Protestierenden in Montevideo, die ihr Trinkwasser gegen Verschmutzungen durch Googles Rechenzentren schützen wollen. Doch die Diskussionen um den Energie- und Wasserverbrauch, die problematischen Arbeitsbedingungen oder auch die kolonialen Kontinuitäten beginnen erst.

    Mit Blick auf Deutschland lassen sich im Vorfeld der Bundestagswahl drei zentrale Forderungen in Bezug auf die ökologischen Kosten der generativen KI erheben: Erstens braucht es strenge Transparenz über den Energie- und Ressourcenverbrauch von Rechenzentren. Zweitens sollte staatliche Förderung nur an spezifische KI-Modelle gehen, die explizit Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Und drittens brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, ob und wie wir uns umweltschädliche KI-Systeme in Zeiten der Klimakrise leisten können – und wollen.

    https://netzpolitik.org/2025/generative-ki-klimaschaedlich-by-design/

    • Diese Antwort wurde in vor 5 Tagen, 17 Stunden um  Carlinette geändert.
  • Carlinette

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    26. Januar 2026 um 18:44 In Bezug auf: Hart bleiben oder freundlich bleiben?

    Hallo drüben allesamt! Ja, es graust einen täglich mehr, falls man sich überhaupt noch traut, Nachrichten zu lesen oder zu hören.

    Selbstverständlich geht es einerseits um die zwei Todesopfer, aber eben noch um viel mehr, nämlich darum, wofür sich Alex Pretti eingesetzt hat: friedliches Miteinander, demokratische Verhältnisse, Respekt zwischen Bürgern und Amtsträgern usw. usf.

    Die eher links orientierte, aber weithin bürgerliche Tageszeitung Le Monde spricht heute abend von einer „Erschütterung“ der US-Präsidentschaft durch diesen letzten Mordfall. Die nächsten Tage sollen nach Einschätzung von Le Monde (bzw. eher AFP?) ausschlaggebend sein, weil die Regierung von der Zivilgesellschaft und den Medien inzwischen deutlich unter Druck gesetzt wird. Möge es gut ausgehen!!!

    Gruß aus Frankreich 🌤🌈🇫🇷

  • Zwar OT, aber scheint mir wichtig angesichts der „Drift“ in der Diskussion:

    Zweisprachigkeit von Schülern als solche ist erstmal kein „Problem“, sondern eher ein Vorteil, sowohl im späteren Leben als auch beim Erwerb von Kenntnissen, insbes. Sprachenlernen. Es wäre schade, wenn wir Schüler mit gleich welcher anderer Muttersprache sofort auf einem sozialen Abstellgleis lokalisieren.

    Allerdings hat Deutschland noch keine flächendeckende und verpflichtende Versorgung im Kindergartenalter. Die würde dafür sorgen, dass Kinder von 3 bis 6 bereits mit beiden Sprachen umgehen. Und dann nicht als Erstklässler mühsam eine fremde Sprachen erwerben müssen.

    Es gab in Frankreich auch lange Zeit Regionalsprachen wie Baskisch, Elsässisch usw., die keinerlei Verbindung zum Französischen haben. Aber durch die „Maternelle“, inzwischen sogar ab 3 mit Pflichtbesuch, wird verhindert, dass die Kinder in einer Art sprachlicher Isolierung aufwachsen.

  • Schade, dass der Lehrplan den Kindern so etwas nicht mehr zumutet! Schüler müssen ja nicht immer alles fehlerlos hinbekommen, sollten nur zumindest mal damit befasst werden – meine Ansicht dazu. Die einen verstehen das Prinzip, die anderen schaffen sogar die Anwendung, aber was soll daran schlimm sein, wenn nicht alle dieselbe Begabung entwickeln?

    Zugegeben, das Dividieren sieht noch einigermaßen einfach aus, wenn es sich im Bereich der ganzen Zahlen unter 100 bewegt. Aber bei dreistelligen Zahlen, zu dividieren durch zweistellige, ist der Überblick nicht mehr so einfach. Ich erinnere deutlich, dass schon in meiner Generation und auf dem Gymnasium viele an solchen Aufgaben gescheitert sind! Vom Quadratwurzelziehen dann mal ganz abgesehen.

  • Carlinette

    Mitglied
    13. Januar 2026 um 12:18 In Bezug auf: Schleim-Jesus - Wurden religiöse Gefühle verletzt?

    Hallo liebe @seestern47,

    naja, erstmal stellt sich mir schon die Frage, ob das überhaupt noch unter „Kunst“ rangiert oder nicht? Jedenfalls würde ich mich als Besucher der Veranstaltung nicht überzeugen lassen, dass solche Darbietungen gebraucht werden.

    Es gibt vieles in der moderneren Kunst, auch in Kirchenräumen, was mich anspricht, z.B. total berührende Glasfenster, Skulpturen, Musik usw. usf. Aber bei dem Spektakel jetzt wäre ich wohl eher angeekelt. Egal, welche Intention die Künstlerin verfolgt hat.

  • Carlinette

    Mitglied
    12. Januar 2026 um 20:25 In Bezug auf: Montag, der 12.Januar

    P.S. Guten Abend auch dir, Mondin, deine Nachricht sah ich erst nach dem Abschicken!

  • Carlinette

    Mitglied
    12. Januar 2026 um 20:23 In Bezug auf: Montag, der 12.Januar

    Guten Abend, Sassine!

    Neues gibt es kaum zu erzählen. Tauwetter halt, kalt und nass, und die Tage sind noch nicht spürbar länger geworden. Können sie auch kaum, solange ich immer weiter Richtung Norden reise 😆 Falsche Richtung, total!! Aber ein Besuch bei der Familie muss grade mal sein.

    Auf keinen Fall reise ich um diese Jahreszeit mit dem Auto in den Norden. Also dürft ihr mir die Daumen drücken, dass die Bahn ihr Chaos einigermaßen sortiert bekommt. Ich fahre ganz gern mit der Bahn. Und wenn doch Chaos, wird es meistens ganz lustig, weil alle Reisenden miteinander zu diskutieren beginnen, Tipps für Schleichwege zum Ziel austauschen, oder Kekse, oder Mitleid – was man gerade so braucht!

    Habt einen schönen Abend, alle die ihr noch reinkommt!

  • Carlinette

    Mitglied
    12. Januar 2026 um 20:13 In Bezug auf: FRÜHER NANNTEN WIR DAS EINFACH WINTER

    @Marius, du scheinst grobe Holzschnittmuster zu lieben. Ich weiß nicht, auf welche Schule du gegangen bist. In meiner gab es regelmäßig hitzefrei (70er Jahre). Also, man sollte seine Behauptungen nicht so sehr auf die Spitze treiben, dass nichts davon mehr stimmt.

  • Carlinette

    Mitglied
    11. Januar 2026 um 19:56 In Bezug auf: FRÜHER NANNTEN WIR DAS EINFACH WINTER

    Meine private Klimamesslatte, als Hamburger Deern, ist das Alstereisvergnügen! Es braucht eine bestimmte Dicke der Eisschicht, damit die Buden auf, bzw. inzwischen an, der Außenalster aufgestellt werden dürfen. Hier nun die Reihe der Jahreszahlen MIT Altereisvergnügen:

    Alstereisvergnügen fanden zuletzt 1979, 1985, 1986, 1991, 1996, 1997 und 2012 statt (Qu.: Wikipedia)

    Vielleicht glauben einige, dass das Klima sich nicht erwärmt hat, aber ich glaube ganz fest, dass das Eis auf der Alster dünner geworden ist! Jedem das Seine 🙃

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