Was wäre wenn....

Dieser Beitrag passt zwar nicht zu meinen Reiseberichten, aber ich wollte ihn trotzdem mal einstellen.

Bei diesen ganzen Flüchtlingsdiskussionen hatte ich einen
Gedanken und daraus ist dann eine Geschichte geworden:

Der liebe Gott machte sich schon längere Zeit Sorgen um seinen Lieblingsplaneten, die Erde. Darum rief er seinen Sohn zu sich "Hör zu, die bringen da unten wieder mal nichts auf die Reihe, du musst nochmal runter und ihnen sagen, wo's lang geht". " Oh nein" rief Jesus " du weißt doch, die können mich da nicht leiden, sie werden mich wieder ans Kreuz schlagen". "Nein, nein" sagte Gott "diesmal nicht, da wo ihr hingeht haben sie die Todesstrafe abgeschafft".
Dann rief er nach Maria und Josef, doch nur Maria erschien. Als nämlich Josef hörte, was geplant war, hat er sich schnell verkrümelt, denn er wollte nicht wieder den Trottel spielen. "Nun gut" sagte Gott zu Maria " du kannst auch alleine gehen, mittlerweile haben sie die Frauenrechte eingeführt, es ist nicht mehr schlimm, wenn eine Frau alleine ein Kind hat. Wir machen es wie letztes Mal, du bringst meinen Sohn erst unten auf die Welt". "Wieder in einem stinkenden Stall" fragte Maria. "Nein, sie haben jetzt sehr schöne Geburtskliniken, da wird bestens für euch gesorgt.
Ihr geht in das Land, das sie Deutschland nennen, da sind zwei Engel an der Spitze, Angela und Gabriel, da wird es euch gut gehen".
Leider gab es einen Fehler bei der Programmierung und so kam Maria nicht in Deutschland an, sondern irgendwo anders und sie hatte keine Ahnung, wo sie war. Doch da waren viele Leute versammelt und als Maria hörte, dass viele auch nach Deutschland wollten, schloss sie sich ihnen an.
Unterwegs hörte sie viel von Krieg, Terror, Verfolgung und Hunger, auch dass die meisten ihren Gott Allah nannten und einer Religion namens Islam angehörten, dass jedoch in den Ländern, in denen sie sich Zuflucht erhofften, die Menschen sich Christen nannten, weil sie nach der Lehre eines gewissen Jesus Christus lebten. Da wunderte sich Maria, warum hat er uns nach unten geschickt, wenn die Menschen schon nach der Lehre seines Sohnes leben?.

Als die Geburt sich ankündigte sah sie sich nach einem geeigneten Platz um, doch außer einem zugigen Zelt konnte sie nichts finden, "Geburtsklinik" hörte jemand sie murmeln. Sie wäre nun froh, wenn sie einen warmen Stall gefunden hätte, denn sie froren jämmerlich.
Als sie sich etwas erholt hatte, machten sie sich wieder auf den Weg in dieses gelobte Deutschland, denn überall, wo sie hin kamen, hieß es: geht weiter, hier könnt ihr nicht bleiben. Einmal kamen sie ans Meer und sie hätten in einem Boot mitfahren können, doch es kostete viel Geld und Maria hatte keines. Das war ihr Glück, denn das Boot ging unter und alle ertranken.
Eines Tages sagte man ihr, dass sie jetzt in einem christlichen Land wären. Da freute sie sich, denn sie meinte, nun wäre sie ihre Sorgen los. Doch zuerst kamen Beamte und fragten sie nach dem woher, wohin und warum. Als Maria sagte, sie wolle nach Deutschland um da ihren Sohn in Frieden und ohne Sorgen großzuziehen, bekam sie einen Stempel "Wirtschaftsflüchtlinge". Sie verstand nicht, warum die anderen sagten, damit habe sie ganz schlechte Karten.
Und vor allem hörte sie auch hier: geht weg, wir wollen euch hier nicht haben, man schickte sie von einer Ecke zur anderen und manchmal hörten sie sogar Beschimpfungen. Da begriff Maria, warum sie wieder auf der Erde waren, die Leute nannten sich zwar Christen, aber sie hatten die Lehren von Christus vergessen.
Nur manchmal, da trafen sie auf Leute, die ihnen Sachen gaben und halfen, wo sie nur konnten und als sie sie fragte, warum tut ihr das, sagten sie, weil wir doch alle Menschen sind. Das machte Maria Mut, dass sie ihren Auftrag ausführen könnten.

Mittlerweile waren es jedoch so viele geworden, die nach Deutschland wollten, dass sie in der Masse verschwanden. Wahrscheinlich weiß nur noch einer, wo sie gerade sind.
Warten wir mal ab, vielleicht wird man in ein paar Jahren wieder von Ihnen hören.
(28.12.2015)

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