Max Tegmark, Unser mathematisches Universum

Zur Zeit lese ich wieder einmal das oben genannte Buch - der Verfasser macht sich, wie er schreibt, auf die Suche nach dem Wesen der Wirklichkeit. Tegmark entwickelt eine eigenartige Theorie: er interpretiert das Universum als reine Mathematik. Man kann ihm darin folgen – oder auch nicht.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen Text, der auf meinem PC gespeichert ist. Leider kenne ich die Quelle nicht mehr, es könnten Gedanken der Stoa sein. Ich schrieb damals:

»Ich glaube fest an die Vernunft der Natur und des Kosmos. Ich glaube nicht, dass Sinnlosigkeit zugelassen wird. Es kann kein sinnloses Sein geben, weil die Schöpfung als Ganzes sinnvoll ist. Aber, der Mensch hat keine Einsicht in die Größenordnung des Universums. In Relation zur unermesslichen Größe des Seins in Vergangenheit und Zukunft ist der Mensch zwar kein Nichts, aber doch auch nicht viel mehr.

Im unendlichen Strom der Zeit und in der Weite des Kosmos geht das individuelle Sein ebenso schnell wieder unter, wie es entstanden ist. Denn das Wesen des Kosmos ist ständiger Wandel, unablässige Veränderung, Auflösung und Entstehung. Nichts hat Dauer, nichts bleibt, wie es war. Auch der Tod eines einzelnen Geschöpfs ist nichts anderes als eine ganz natürliche Erscheinungsform des unablässigen Werdens – die Auflösung eines Ganzen in seine Teile, aus denen dann ein neues Ganzes entstehen kann.«

Für mich ist das kein Nihilismus, sondern eher ein Minimalismus, der erwächst aus dem Gefühl für die richtige Proportion zwischen dem Individuum und dem Weltganzen.

So weit meine damaligen Gedanken - ähnliche Assoziationen habe ich heute.

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