Leben, lieben lernen

Zu Beginn ein Spruch den ich mir erdachte und für gut befinde:

,,Das Leben ist ein Prozess den Menschen durchlaufen und gleichzeitig einer der ihnen gemacht wird.“

Mein Gedanke dahinter, besteht aus den Komponenten Wirklichkeit und Resonanzwirkung.

Bekannt ist die Furcht des Menschen, kleinerer Gruppen und ganzen Völkern, vor Beurteilungen und Bewertungen durch andere, welche ihnen aus ihrer Sicht Unrecht tun, oder Schaden zufügen. Auch gerechtfertigte Kritiken, lösen in aller Regel keine Begeisterung aus. Der berüchtigte Flurfunk oder die stille Post, sind häufig mit Wirkungen verbunden, die mindestens unangenehmen Charakter haben.

Nahezu alle Menschen neigen zu Schnell – Verurteilungen und lernen (hoffentlich) diese nicht zur Maßschnur für eigene Taten zu machen, sondern die schnellen Gedanken lieber immer zu prüfen. Wie oft hat man schon falsch gelegen mit seinen schnellen Verurteilungen und Beurteilungen?

Das Tun eines Menschen, bewirkt seine Bewertung bei seinen Mitmenschen.

Wie sein Charakter von anderen bewertet wird, spielt eine große Rolle und natürlich seine eigene Einschätzung von sich. Von anderen wünscht man sich stets gerechte Kritik und mag es gern gelobt zu werden, also ist man im Gegenzug selbst auch dazu verpflichtet. Wie in den Wald gerufen wird, so schallt es wieder heraus.

Von den Eltern, Geschwistern und weiteren Verwandten aller Grade und von sämtlichen Freunden, Bekannten und Mitmenschen, die einem im Leben über den Weg laufen, lernt der Mensch, unbewusst und bewusst und alle lernen von ihm. Die Wechselwirkungen bei menschlichen Kulturen, ergeben die notwendige Entwicklung, die das Leben ausmacht.

Das Leben von Galaxien, Planeten, Pflanzen, Tieren und Menschen, besteht aus Lernen und ein Optimum anzustreben und sich an die herrschenden Wirklichkeiten anzupassen.

Der Mensch strebt nach seinem persönlichen Glück und stellt seine Bedürfnisse oft über alles andere, was ihn nicht sehr sympathisch macht. An der Stelle besteht sicher Verbesserungsbedarf. Egoismus ist nur bis zu einem gewissen Grad gesund und richtig, darüber hinaus, mehr oder weniger schädlich. Wo die Begrenzungen genau verlaufen, ist ein wichtiger Lernprozess und geht einher mit wichtigen Erfahrungen aus denen die Schlüsse gezogen werden können, die einem ein reines Gewissen einbringen.

Menschen haben nämlich das Gewissen, das Herzgefühl, das Bauchgefühl und kennen bewährte Hemmschwellen, die besser nicht überschritten werden sollten. Ganz natürlich, lernen sie selbst keinen Schaden erleiden zu wollen und anderen keinen zuzufügen.

Das dies im Verlauf des Menschenlebens nicht einwandfrei klappt ist natürlich und gehört zum Prozess des Lebens. Niemand ist sein Leben lang ein vorzüglicher und vorbildlicher Charakter und in der Regel auch kein Gegenteil davon.

Das denken eines Menschen unterliegt keinen Grenzen. Denken kann ein Mensch absolut alles, egal ob grausam oder gutherzig. Erst sein Gewissen und sein Verstand, regulieren seine Gedankengänge und geben Ordnung hinein. Alles was der Mensch tut, hat er vorher gedacht. Stark beeinflusst wird jeder Mensch von körperlichen und seelischen Einschränkungen, Verletzungen aller Art.

Spätestens im sehr reifen Menschenalter, begutachtet ein Mensch sein Lebenswerk und bewertet es.

Manchmal stellt sich ein Unbehagen ein, ob verpasster Möglichkeiten in Liebe, Beruf und anderen Feldern. Manchmal eine durchaus zufriedene Gefühlswelt.

Und immer, findet ein unterschiedlicher Umgang mit den Umständen des Alterns und der Beschäftigung mit dem eigenen ausscheiden aus dem Leben statt. Alles fließt in eine Bewertung vom Leben ein und beinhaltet wahres und falsches.

Das Leben ist nicht auf die Gattung Mensch beschränkt, also gehe ich von einer Instanz aus, die jedem Wesen das vergeht, den Spiegel vorhält und es eine dem Leben entsprechende Wirkung geben wird, die ich als Urteil bewerte, wie bei einer Gerichtsverhandlung und das dieses natürliche Gericht, immer gerecht urteilt.

Diese urteilende Instanz, ist die Quelle sämtlicher Lebendigkeit und daher ganz allein dazu befugt.

Kann ein Mensch das Leben, lieben lernen und seine Lebensweise in Richtung reines Gewissen gestalten, darf er mit einem dementsprechend milden Urteil rechnen und vielleicht das gelernte in einem weiteren Leben weiter entwickeln. Eine Menge menschlicher Kulturen glaubt an Wiedergeburt von Menschen und einem ,,himmlischen“ Urteil, eingeschlossen die eigenen Vorfahren. Warum nicht?

Ungeachtet dessen, bietet die Aussicht, dass man nach seinem Tode, von den Lebenden geschätzt, gut bewertet, geachtet, vermisst und geliebt wird, genug Motivation um sein und das Leben, lieben zu lernen.

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