Bergwanderung hoch über dem Silber- und Klostertal
Diese Bergwanderung, die ich ihnen heute beschreiben möchte bietet alles, was das Herz eines Bergwanderers höher schlagen lässt, gut markierte Wege und prächtige Aussichten in einer bezaubernden Hochgebirgslandschaft.
Wir fahren von Lindau durch den Pfändertunnel die Rheintalautobahn entlang, über Feldkirch bis Bludenz. In Bludenz nehmen wir die Ausfahrt ins Montafon. In der Schrunser Ortsmitte zweigt die Strasse ins Silbertal links ab. Unser Auto stellen wir bei der Talstation der Kristbergbahn ab. Die Wegstrecke von Lindau bis daher beträgt ca. 80 Kilometer.
Jetzt fahren wir mit der Kabinenbahn bis zum Kristberg auf eine Höhe von 1430 m hinauf. Schon bei der Bergfahrt bietet sich ein atemberaubender Rundblick, der vom Hochjoch auf der anderen Talseite über Drusen- und Sulzfluh, die Drei Türme, den Golm, die Zimba (das Montafoner Matterhorn) bis zur Schesaplana reicht.
Bei der Bergstation halten wir uns links und steigen nach rund 100 m rechts den Berg zum Kristbergsattel hoch. Die Wegemarkierung Richtung Ganzaleita/Falle führt uns auf einem romantischen Waldweg, erst mäßig, später etwas steiler ansteigend zu einem ersten Aussichtspunkt, der Ganzaleita. Hier öffnet sich der Blick auf die andere Talseite mit herrlichem Panoramablick über das Klostertal von Dalaas bis Stuben. Unter uns windet sich neben der Arlbergschnellstrasse auch die Trasse der Arlbergbahn.
Nach einem ziemlich steilen Wegstück den Kamm hinauf, hier ist Trittsicherheit erforderlich, erreichen wir wenige Meter nach der Abzweigung rechter Hand, einen wunderschönen Aussichtspunkt mit Bänken, Falle genannt! Auf der gegenüberliegenden Bergseite baut sich der mächtige Felsstock der Roten Wand, zum Greifen nah, auf. Vom Frassen, Schafberg, Roggelskopf, Saladinaspitze, Plattnitzerjoch Spitze bis zur Valluga reicht der Blick, an dem man sich kaum satt sehen kann!
Nach einer ausgiebigen Rast, die wir hier machen, gehen wir nicht weiter in Richtung Itonskopf/ Alpe Latons, sondern zurück und bei der genannten Abzweigung (Falle) rechts auf dem geologischen Lehrwanderweg, der immer wieder den Blick ins Silbertal und die gewaltige Kulisse von Silvretta und Rätikon freigibt, weiter. Bei der nächsten Abzweigung, die nach gut einer halben Stunde zurück zum Kristbergsattel weist (Das würde eine Abkürzung unseres Weges sein) gehen wir geradeaus weiter bis zur Parzelle Boztis. Hier biegen wir bei einem alten Bauernhaus links ab und erreichen kurze Zeit später einen kleinen Teerweg, der uns nach Innerberg hinab führt.
Das Gasthaus Mühle bietet hier mit einer herrlichen, aussichtsreichen Sonnenterasse eine nette Einkehrmöglichkeit.
Von hier aus besteht auch die Möglichkeit, mit dem Bus hinunter nach Silbertal zu fahren.
Wir gehen bei der Mühle geradeaus weiter bis zur Parzelle Glän. Von dort aus kann man in zahlreichen Kehren nach Silbertal absteigen. Wir folgen jedoch dem Weg, der uns wieder hinauf zum Kristberg führt und beschließen dort unsere Runde, welche gut vier Stunden gedauert hat. Am Kristberg laden zwei schöne Gaststätten zur Rast ein. Mit der Bahn geht es dann in wenigen Minuten wieder hinunter ins Tal.
Viel Spass beim Wandern wünscht
pharaox 🙂 :-B
Anforderungen: Diese wunderschöne Bergwanderung erfordert etwas Ausdauer und Trittsicherheit mit guten Bergschuhen. Auch reichlich zu Trinken und eine Brotzeit sollte man mitnehmen, da eine Einkehrmöglichkeit erst nach ca. drei Stunden möglich ist.
Höhenunterschiede: Silbertal 790 m, Kristberg 1430 m, Falle 1800 m, Innerberg 1140 m
Streckenzeiten: Kristberg Falle 1,5 Stunden, Innerberg 1,5 Std., Kristberg 1 Std., Gesamtgehzeit gut 4 Std.
Einkehrmöglichkeiten: Kristberg, Mühle in Innerberg und Gastätten in Silbertal
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