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Wieder ein Auto als Waffe gegen Menschen?
Von Aglo am 5. Mai 2026 um 18:04Jetzt fuhr ein junger Deutscher durch eine belebte Strasse in Leipzig und tötete und verletzte unschuldige Menschen. Das Auto hielt irgendwann an -vermutlich weil davor Verletzte und auch Tote lagen und so die Weiterfahrt behindert wurde.
War das wieder eine Nachahmungs-Tat,die potentielle Täter motiviert, genau so zu handeln?
Können solche menschenverachtenden Taten überhaupt eingegrenz und verhindert werden?
Es sind ja nicht die Autos als potentielle Waffen, sondern die Menschen, die sie fahren. Aglo
realo antwortete vor 1 Monat, 1 Woche 10 Mitglieder · 23 Antworten -
23 Antworten
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Natürlich ist es tragisch, jede negative Regung die vom Leben abweist ist tragisch, aber wir sind Menschen, da gibt es Schwachstellen, manchmal lieben wir uns dafür, dass es kleine Schwächen gibt. Manchmal schmunzeln wir über Fehler oder Dummheiten. Eine Amoktat ist eine große Schwachstelle mit Toten und Verletzten, aber letztlich doch eine menschliche Schwäche. Ich frage mich, warum hat es so weit kommen müssen, warum ist die innere Zerrissenheit so groß, dass willkürlich Menschen sterben müssen. Wir können hier online den 33-jährigen Mann nicht beurteilen, wir wissen nicht wie er sich auf der Station der Psychiatrie verhalten hat, auf jeden Fall war er zu derzeit nicht selbst- oder fremd gefährdend. Die Idee mit der Amoktat kam ihm nach dem Aufenthalt. Das kann nach der Entlassung von der Station passieren, dass es wie ein Schubs ins kalte Wasser empfunden wird und das führt zur Isolation und zum Kurzschluss. Wie gesagt, das ist eine Situation, die meisten anderen Menschen können mit einem Psychiatrieaufenthalt gut umgehen und erleben Genesung.
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So sehe ich das auch.
Wer solche Taten plant, wird immer Mittel und Wege finden,dies zu tun und Schwachstellen, die es immer geben wird, erkennen. Meist werden diese ja erst nach der Tat sichtbar und dann versucht man, die für das nächste Mal abzustellen.
Und dann rüsten die potentiellen Täter in diesem Sinne wieder auf und so geht es dann weiter. Aber trotz allem sehr, sehr selten und trotz allem leben wir nach wie vor in einem der sichersten Länder der Erde. Und die Wahrscheinlichkeit,dass Einzelne in eine Amoktat involviert werden, ist sehr gering, aber im Falle, dass es dazu kommt natürlich tragisch. Aglo
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Genau, das ist der richtige Ansatz, eine Amoktat wegen Isolierung der Persönlichkeit lässt sich nicht mit praktischen und materiellen Methoden verhindern, es gibt immer eine Möglichkeit. Jedoch sind wie gesagt, Amoktaten so selten, dass sich nicht jede vorbeugende Maßnahme rentiert, denn wenn dadurch mehr Behinderung als Schutz erreicht wird, führt es das Leben in die Lähmung. Deshalb braucht es den Schutz vor Amoktaten schon viel früher, in der Gesellschaft, indem nicht ausgegrenzt wird, weil jemand anders ist, sondern Toleranz möglich ist, auch gegenüber sonderbar erscheinenden psychisch kranken Menschen. Der junge 33-jährige Mann kam gerade aus der Psychiatrie, kurz bevor er die Amoktat durchführte, da kann man sich gut vorstellen wie isoliert er sich fühlte, um mit dem Auto diese Tat zu begehen. Die meisten psychisch kranken Menschen werden gut behandelt, auch in diesem Gesundheitssystem, es war jetzt ein Betroffener in Leipzig, bei dem das nicht der Fall ist und es zu dieser Amoktat führte. Man muss nicht in den Kopf gucken können, um psychisch auffälliges Verhalten festzustellen. Ich kann mir vorstellen, dass das Personal auf der Station, auf der der 33-jährige Behandelt wurde in Leipzig, die ersten sind, die sich nach der Tat Vorwürfe gemacht haben und nun ihres Lebens nicht mehr froh werden. Jedoch im Nachhinein, dass Handtusch schmeißen macht auch keinen Sinn.
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Beim Aufstellen von Absperrungen, Poller und dgl. muss auch an Feuerwehr, Rettungswagen, Lieferfahrzeuge usw. gedacht werden. Wer eine Amokfahr plant, oder andere kriminelle Energie in sich trägt, wird auch Mittel und Wege finden, diese auszuführen. Menschenansammlungen z.B. vor Bahnhöfen, Fussballstadien usw. dürften sich nur schwer kanalisieren lassen.
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Liebe @seestern47 . das hat die Stadt Leipzig getan, ihr Sicherheitskonzept nicht nur überdacht, sondern auch „korrigiert“…
Einen Tag nach der Amokfahrt wurden vor der Fußgängerzone Absperrungen aufgestellt.
Leider einen Tag zu spät…🤔
LG – happyday 💁♀️
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Wenn ein Fahrzeug offenbar ungehindert in eine stark frequentierte Fußgängerzone fahren kann, zeigt das ziemlich deutlich, wo Lücken bestehen. Dass an so einer Stelle keine Poller stehen, wirft schon Fragen auf…
Die Stadt Leipzig sollte ihr Sicherheitskonzept überprüfen.
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Aber das Urproblem bleibt m.E. bestehen: selbst der beste Psychiater kann niemanden hinter die Stirn sehen. Auch wenn derPatien brav schluckt und im GEspräch den Eindruck erweckt, er oder sie würden sich auf den Weg des „Normalen“begeben – was dann getan wird, zeigt sich meist erst nach der Tat.
Und ein Auto scheint hier ein begehrtes Werkzeug zu sein: es ist verfügbar, schützt den mutmasslichen Täter währen der Tatausübung usw. Es wird vermutlich noch viele Nachahm-Taten dieser Art geben und eine völlige Sicherheit vor ihnen kann niemand garantieren. Aglo
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Da bin ich nicht so sicher, ob es vielleicht eine Zwangseinnahme von Medikamenten gibt, es gibt ja auch Zwangseinweisung und Zwangsernährung. Heute sind sich Fachkreise weitgehend einig, dass eine Erfolg versprechende Therapie aus beidem besteht: Gespräch und Medikamente.
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Wie sollte eine „wirkliche Heilung“ bei psychischen Problemen auch aussehen, wenn z.B. derPatient selbst sich nicht daran beteiligt und evtl. auch Medikamente,die hilfreich wären, nicht nimmt? Man kann sie ihm ja nicht zwangsweise einschleusen. Genau so wenig dürften effiziente Therapien ausserhalb von Gesprächstherapien u.ä. möglich sein.
Das stellt man sich als Aussenstehender sicher alles zu einfach vor.
Ein Blinddarm kann operativ entfernt werden – sogar Krebsbehandlungen werden immer erfolgreicher. Aber einem psychisch Beeinträchtigten kann schlecht ein Eimer mit Medikamenten über den Kopf gegossen werden und alles ist gut.
Ausserdem ist es auch etwas ungerecht,denn die allermeisten der psychisch Beeinträchtigten begehen keine kriminellen Taten und es ist auch Faktum,dass jeder Mensch mehrmals im Leben von psychischen Leiden betroffen ist – aber nicht zum Gewalttäter wird. Aglo
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Zum Maßregelvollzug in den forensischen Psychiatrien habe ich neulich einen interessanten Radiobericht gehört. Danach sind viele dieser Kliniken stark überbelegt, zusätzlich herrscht dort Fachkräftemangel und die Behandlung ist entsprechend. Eine wirkliche Heilung kann ich mir unter diesen Bedingungen schwer vorstellen. Dann wundere ich mich auch nicht, wenn nicht selten Fehlurteile getroffen werden, wenn es um die Entlassung eines Täters geht, sowohl was den Schutz der Bevölkerung vor ihm betrifft, als auch ein eventuell weiteres Einsperren, selbst wenn er wieder gesund ist ist und seine Strafe verbüßt hat. Was im Kopf eines Menschen, ob gesund oder krank, vorgeht, kann selbst der beste Psychiater nicht 100%ig sagen.
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