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Was ist eigentlich mit den riesigen ukrainischen Erdgasvorkommen….
….die zuletzt ein Thema waren, als herauskam, dass Hunter Biden (Sohn des US-Präsidenten) von 2014 – 2019 im Aufsichtsrat des nichtstaatlichen ukrainischen Gasproduzenten Burisma saß…
Inzwischen spielen sie verdächtigerweise im öffentlichen Diskurs so gar keine Rolle mehr, weder im Zusammenhang mit Putins ‚militärischer Sonderaktion‘, noch bei der lautstarken Suche Deutschlands und der übrigen Europäer nach Erdgas-Ersatzlieferanten für das ausgefallene Russland.
Dabei sind die in ukrainischer Erde lagernden Erdgasvorkommen mindestens so ungeheuer groß wie die norwegischen – und über riesige Speicherkapazitäten verfügt die Ukraine auch. Außerdem braucht sie dringend Geld. Der Widerstand gegen Russland ist teuer!
Eigentlich schenkt ja sowieso niemand der russischen Begründung für ihre ‚militärische Sonderaktion‘ Glauben. Ich halte es für sehr viel plausibler, dass Putin mit seinem Überfall geostrategische Ziele verfolgt und in erster Linie verhindern will, dass die Ukraine wegen dieser enormen Bodenschätze und ihrer Absicht und Fähigkeit, auch Unmengen Biogas zu erzeugen, nicht nur materiell komplett unabhängig, sondern als Erdgas- und Biogas-Anbieter auch zum bevorzugten EU- und möglicherweise sogar NATO-Mitglied wird. Nur wenn Putin sich die Kontrolle über das ukrainische Erdgas und ggfs. auch über die geplante Biogas-Produktion verschafft, kann er das verhindern. Dabei spielt es keine Rolle, ob die NATO sich tatsächlich gemäß seiner Befürchtung verhält und die Ukraine aufnimmt. (Was sie vermutlich genau nicht tun wird.)
Doch wie auch immer:
Warum ist das ukrainische Erdgas in Zeiten größten europäischen Bedarfs kein öffentliches Thema?
M.
https://www.nzz.ch/meinung/vergessen-gegangen-die-ukraine-sitzt-auf-riesigen-gasreserven-ld.1580844
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