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Sachsen-Anhalt wählt – rücken Ost und West weiter auseinander?
Cocco antwortete vor 4 Jahre, 6 Monaten 21 Mitglieder · 149 Antworten
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Für mich ist es nicht die Kernaussage, ob pauschalisiert oder nicht (wurde nicht), für mich geht es um das „Abschreiben, Ausgrenzen“ von Teilen Menschen. Als Ostbeauftragter resigniert er m.M. nach. Bei einem Interview, in dem über seine Ziele als Ostbeauftragter spricht, klang das noch ganz anders.
Das triff voll meine Meinung: Die Spitzenkandidatin der SPD in Berlin, Franziska Giffey, wurde deutlicher: „In dem Moment, in dem man Menschen abschreibt und abwertet, hat man politisch verloren“, sagte sie der Berliner Zeitung am Rande des Ostkonvents der SPD am Sonntag in Halle. „Ich bin ein Fan der Schwarmintelligenz. Wenn 100 Leute sagen, wir haben ein Problem, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass wir wirklich eins haben“, sagte Giffey. „Und dann ist es die Aufgabe von Politik, sich darum zu kümmern. Und wenn sich im Osten so viele Menschen von der demokratischen Politik abwenden, dann muss man sich überlegen, welche Ursachen das hat und wie man darauf reagieren und ins Gespräch kommen kann, statt Menschen aufzugeben. Das führt nur zu einer weiteren Verschärfung der Situation.“
(Berliner Zeitung)
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@Manjana, mir erscheint es eher so, dass manche/r sich mehr und mehr – auch nach 30 Jahren – hinter die dicke Mauer der Emotion zurück zieht. Und ALLES damit entschuldigen möchte. Wenn ihm rechte …. dann den Steigbügel für dieses Pferd hinhalten, wird die Haltung nicht nur bestätigt, unterstützt, sogar gesteigert.
Und ja, Herr Wanderwitz hat eben nicht pauschalisiert! Hat hier auch niemand!
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Mir hat es nochmal bestätigt, dass er eben nicht pauschalisiert hat. War eigentlich alles drin, was ich gestern schrieb.
Dass den meisten Menschen dort mit irgendwelchen theoretischen und rationalen Erklärungen, in Teilen vielleicht richtig, nicht näher zu kommen ist, dürfte auch klar sein. Warum ist es so schwer zu berücksichtigen, dass menschliches Erleben nun mal emotional geprägt ist? Das war schon immer so und wird GsD auch so bleiben. Ihr zwei würdet sie vermutlich eher noch störrischer bis wütender machen. Damit hilft nicht weiter. Das hilft auch nicht weiter.
Mir fiel dazu das ein
https://www.youtube.com/watch?v=CEfShhX00kE
Hab ich gerade mal sehr laut gehört. Passt und gefällt (mir)!
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@Manjana, der Moderatorin sollte man mal unsere hier geführte Diskussion samt aller Links und Erklärungen zu lesen geben.

Herr Wanderwitz hat den Finger auf einen wunden Punkt gelegt und prompt jaulen getroffene Hunde auf. Vielleicht weckt es auch einige seiner Parteikollegen aus dem Tiefschlaf.
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Hier die weitere Aussage des Herrn Wanderwitz zu seinem vorherigen Kommentar
https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-523338.html
Ich muss gestehen, ich finde die Moderatorin schon recht zickig/bockig in Tonfall und Mimik.
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@GSaremba61, da liegt der Hase im Pfeffer: Emotional ist nicht einzufangen.
Dieses „im Kreis laufen“ aller führt nicht zum Ziel, wenn man die Tür, an der man raus käme, nicht sieht. Das haben vor uns schon andere erkannt. Aber es war halt wieder mal trotzdem einen Versuch wert. Dümmer bin ich dabei auch nicht geworden!

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@SFath – ja, meine Liebe, ich weiß das alles. Doch Du weißt doch selber aus der Vergangenheit in diesem Forum, wie schwer es ist es in die Köpfe zu bringen, in die es müsste und @reggae nicht nur in die der AfD-Wähler. Auch in die Köpfe derer, die sich wundern – nicht verstehen – kritisieren und zum guten Schluss auch keine Lösungsansätze haben/finden. Emotional ist nicht einzufangen.
Nun noch einen schönen Abend – ich mag nicht mehr – im Kreis laufen ist und bleibt langweilig

GeSa
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@GSaremba61, zur jetzt geforderten „Arbeitsproduktivität“ musste ich mich ein wenig schlau machen. Selbige kenne ich noch aus den Jahren vor 1989. Hatte div. Gründe…
Dass Freie Marktwirtschaft völlig anders funktioniert, als Planwirtschaft, liegt auf der Hand! Ist und war nicht ad hoc zu vermitteln. Hatte man Erstere doch lange ideologisch bekämpft. Jetzt sollte sie plötzlich gut sein?
…Das gelte genauso für die Kopplung von Subventionen an die Schaffung von
Arbeitsplätzen. „Das hat dazu geführt, dass auch heute noch die
Produktivität der ostdeutschen Unternehmen deutlich niedriger ist als
die der westdeutschen“, sagt Gropp. Denn dort, wo mit Subventionen
Arbeitsplätze geschaffen und gehalten werden, ist jeder einzelne
Arbeitnehmer im Schnitt weniger produktiv. Besonders eindrücklich sind
auch die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Das liegt nämlich in
Ostdeutschland mit 32.108 Euro deutlich niedriger als in
Westdeutschland, wo es bei gut 42.000 Euro liegt. -
@GSaremba61, die Möglichkeiten, Tarifflucht zu begehen, sollte von der Politik angegangen werden. Dann könnte sich auch ein Fachkräftemangel beheben lassen. Soweit ich weiss, sind Subventionen noch immer an zu schaffende/zu erhaltende Arbeitsplätze gebunden. Nur muss dann die Attraktivität auch im Lohnniveau erkennbar sein. Da geht der Ball dann wieder an die AN-Vertretungen zurück – die offenkundig zu wenig vorhanden sind. Ok, das hiesse dann allerdings auch „Arbeitskampf“ für die AN. Wie hoch ist die Bereitschaft dazu? Zumal schnelle Erfolge kaum zu erreichen sind.
Den zitierten Satz zur Willkommenskultur quittiere ich mit verhaltenem Schmunzeln.
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Hallo hier wird so viel geschrieben und diskutiert über
Ost – West und das nach soviel Jahren Wiedervereinigung.
Jedes Land hat seine Gegenwart – Vergangenheit . Es war nicht
Alles schön habe die Wiedervereinigung haut nah erlebt bin heute
sehr froh ohne Blutvergießen das sollten wir nicht vergessen .
Bin heute in Rente mir geht es gut war in keiner Partei dafür
war mein Mann drei Jahre im KNAST und ich mit zwei Kindern alleine
und 40 Mark Kindergeld im Monat.
Und nun haben wir bald Corona überstanden denkt an all die Toden.
Messe aus Thüringen
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