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  • Requiem aeternam... wer wie wo?

    Von Carlinette am 29. April 2026 um 16:07

    Hallo liebe Leute,

    das Alter bringt es mit sich, dass ich mir gelegentlich eine Frage stelle, die ziemlich verzwickt scheint: Wo möchte ich eines Tages begraben werden? Denn:

    Früher hatte „man“ das Familiengrab, das von Generation zu Generation nachgefüllt wurde. Ehegatten begrub man nebeneinander, und die Kinder später dazu, falls noch Platz übrig war. Schließlich blieb man im Lande und nährte sich redlich. Scheidungen und Zweitfamilien waren die Ausnahme.

    Heutzutage ist das Leben bunter und abwechslungsreicher als in den 50er Jahren. Vom Familiengrab bin ich ein paar hundert Kilometer entfernt. Meine Kinder leben ebenfalls recht weit verstreut. Und neben wem könnte ich mich begraben lassen? Neben dem Ex und Vater meiner Kinder – nur, was würde seine jetzige Lebensgefährtin dazu meinen? Neben meinem heutigen Lebensgefährten? Oder einfach „irgendwo“, wo ich im Laufe des Lebens mal gern gewohnt habe, ohne Rücksicht auf die Kinder, die die Grabpflege meistern sollen?

    Besonders heikel finde ich die Frage, wie mit der Tatsache umzugehen ist, dass es im Leben nunmal Trennungen, Tode und Neuheiraten gibt. Gerne hätte ich den „angeheirateten“ Großvater neben meiner Großmutter liegen sehen! Kennt ihr womöglich Fälle, wo jemand z.B. zwischen seiner ersten und seiner zweiten großen Liebe begraben liegt? Und was für Gedanken macht ihr euch eurerseits zum Thema, oder eben auch nicht? Im Herzen habe ich Platz für alle meine früheren und heutigen Lieben, aber auf dem Friedhof muss ja irgendwie Ordnung sein 😄😇

    realo antwortete vor 1 Monat, 1 Woche 11 Mitglieder · 17 Antworten
  • 17 Antworten
  • realo

    Mitglied
    7. Mai 2026 um 16:46

    Die Reerdigung (auch Kompostbestattung oder Alchemical Transformation) ist eine umweltschonende Bestattungsalternative, bei der ein Körper innerhalb von 40 Tagen in einem geschlossenen Kokon aus Heu, Stroh und Luzerne durch Mikroorganismen zu Humuserde umgewandelt wird. Dieser Prozess ist ökologisch nachhaltig, benötigt keine fossilen Brennstoffe und verwandelt die Nährstoffe des Körpers in fruchtbare Erde, die anschließend beigesetzt wird.

    Diese Form ist derzeit die natürlichste und nachhaltigste Bestattung. Staub zu Staub und Erde zu Erde.

    • Diese Antwort wurde in vor 1 Monat, 1 Woche um  realo geändert.
  • Miez

    Mitglied
    7. Mai 2026 um 9:58

    Das klingt irgendwie gruselig liebe @seestern47, dann doch lieber einäschern lassen.

  • Fagus

    Mitglied
    7. Mai 2026 um 9:57

    @seestern47 Da „Reerdigung“ nicht zu meinem Wortschatz gehörte, musste ich erstmal nachschauen:

    —> Reerdigung . Für mich hätte ich nichts dagegen einzuwenden. Dann würden sich die 38 Billionen Bakterien, (das sind mehrere Kilogramm) die ohnehin im intakten menschlichen Körper sind, und damit auch zu mir gehören, freuen, dass sie Gesellschaft bekommen.

    Nachtrag: Den erklärenden link habe ich erst jetzt gesehen☹

    • Diese Antwort wurde in vor 1 Monat, 1 Woche um  Fagus geändert.
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  • seestern47

    Mitglied
    7. Mai 2026 um 9:55

    Schau Dir den Link an, da wird es anschaulich erklärt, @Ricarda01

  • Ricarda01

    Mitglied
    7. Mai 2026 um 9:53

    @seestern47

    Beitrag von 9:47

    Guten Morgen, liebe Seestern – was ist der Unterschied zu einer Urnenbestattung in einem Friedwald? Verstehe ich nicht ganz. Dir und allen Lesern einen schönen Tag – Ricarda01

  • seestern47

    Mitglied
    7. Mai 2026 um 9:47

    Nach dem Tod zu Erde werden: In Schleswig-Holstein soll nach einer mehrjährigen Erprobung die sogenannte „Reerdigung“ als weitere Bestattungsform erlaubt werden – als erstes Bundesland. Wäre das für Sie eine vorstellbare Möglichkeit? Würdet Ihr Euch „reerdigen“ lassen?

    Ich nicht.

    https://www.meine-erde.de/reerdigung

    • Diese Antwort wurde in vor 1 Monat, 1 Woche um  seestern47 geändert.
  • Marius

    Mitglied
    30. April 2026 um 12:59

    Hallo allen 🙂 Mein Sohn weiß bescheid wenn es mal soweit ist, beim Kloster Weltenburg meine Asche in die Donau schütten, das ist meine Autobahn zum Schwarzen Meer und zur Ewigkeit. Das Bier vom Klosterbiergarten geht auf mich, wenn ich dann im Minus aufm Konto sein sollte, ist es sein Bier 😇🎺

  • realo

    Mitglied
    30. April 2026 um 12:44

    Das Weiterleben findet in den Köpfen der Hinterbliebenen statt. Mache mir überhaupt keine Gedanken was mit mir passiert, wenn ich Tod bin, es ist mir zu 100 % völlig egal. Mein kabarettistischer Spruch ist: Auch wenn ich im Rinnstein verrecke und liegen bleibe, es ist mir gleich. Meine Antwort auf das Familiengrab mit symmetrisch gepflanzten Stiefmütterchen darauf. Da ich hier im Allgäu keine Familienangehörigen habe, kommt die Urne auf die anonyme Urnenwiese ohne Stein oder sonst irgendeinen Firlefanz.

  • seestern47

    Mitglied
    30. April 2026 um 8:28

    Liebe Carlinette,

    ein spannendes Thema!🙂

    Ich (auch mein Mann) für meinen Teil habe das schon geregelt: Ich möchte, wie @Emmie09 einmal in einem Ruheforst beigesetzt werden.

    Alles ist bereits organisiert, und das gibt mir ehrlich gesagt auch ein gutes, ruhiges Gefühl. 🌿

    VG

    seestern47

  • Fagus

    Mitglied
    30. April 2026 um 8:20

    @Emmie09 Mich hat die Überschrift angesprochen, und führte meine Gedanken in die richtige Richtung – zudem mag ich Latein, obgleich ich sehr wenig Kenntnis habe.

    Die freie Wahl der Überschrift möge uns erhalten bleiben.

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