-
Requiem aeternam... wer wie wo?
Hallo liebe Leute,
das Alter bringt es mit sich, dass ich mir gelegentlich eine Frage stelle, die ziemlich verzwickt scheint: Wo möchte ich eines Tages begraben werden? Denn:
Früher hatte „man“ das Familiengrab, das von Generation zu Generation nachgefüllt wurde. Ehegatten begrub man nebeneinander, und die Kinder später dazu, falls noch Platz übrig war. Schließlich blieb man im Lande und nährte sich redlich. Scheidungen und Zweitfamilien waren die Ausnahme.
Heutzutage ist das Leben bunter und abwechslungsreicher als in den 50er Jahren. Vom Familiengrab bin ich ein paar hundert Kilometer entfernt. Meine Kinder leben ebenfalls recht weit verstreut. Und neben wem könnte ich mich begraben lassen? Neben dem Ex und Vater meiner Kinder – nur, was würde seine jetzige Lebensgefährtin dazu meinen? Neben meinem heutigen Lebensgefährten? Oder einfach „irgendwo“, wo ich im Laufe des Lebens mal gern gewohnt habe, ohne Rücksicht auf die Kinder, die die Grabpflege meistern sollen?
Besonders heikel finde ich die Frage, wie mit der Tatsache umzugehen ist, dass es im Leben nunmal Trennungen, Tode und Neuheiraten gibt. Gerne hätte ich den „angeheirateten“ Großvater neben meiner Großmutter liegen sehen! Kennt ihr womöglich Fälle, wo jemand z.B. zwischen seiner ersten und seiner zweiten großen Liebe begraben liegt? Und was für Gedanken macht ihr euch eurerseits zum Thema, oder eben auch nicht? Im Herzen habe ich Platz für alle meine früheren und heutigen Lieben, aber auf dem Friedhof muss ja irgendwie Ordnung sein 😄😇
Sie müssen angemeldet sein, um zu antworten.