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  • Requiem aeternam... wer wie wo?

    Von Carlinette am 29. April 2026 um 16:07

    Hallo liebe Leute,

    das Alter bringt es mit sich, dass ich mir gelegentlich eine Frage stelle, die ziemlich verzwickt scheint: Wo möchte ich eines Tages begraben werden? Denn:

    Früher hatte „man“ das Familiengrab, das von Generation zu Generation nachgefüllt wurde. Ehegatten begrub man nebeneinander, und die Kinder später dazu, falls noch Platz übrig war. Schließlich blieb man im Lande und nährte sich redlich. Scheidungen und Zweitfamilien waren die Ausnahme.

    Heutzutage ist das Leben bunter und abwechslungsreicher als in den 50er Jahren. Vom Familiengrab bin ich ein paar hundert Kilometer entfernt. Meine Kinder leben ebenfalls recht weit verstreut. Und neben wem könnte ich mich begraben lassen? Neben dem Ex und Vater meiner Kinder – nur, was würde seine jetzige Lebensgefährtin dazu meinen? Neben meinem heutigen Lebensgefährten? Oder einfach „irgendwo“, wo ich im Laufe des Lebens mal gern gewohnt habe, ohne Rücksicht auf die Kinder, die die Grabpflege meistern sollen?

    Besonders heikel finde ich die Frage, wie mit der Tatsache umzugehen ist, dass es im Leben nunmal Trennungen, Tode und Neuheiraten gibt. Gerne hätte ich den „angeheirateten“ Großvater neben meiner Großmutter liegen sehen! Kennt ihr womöglich Fälle, wo jemand z.B. zwischen seiner ersten und seiner zweiten großen Liebe begraben liegt? Und was für Gedanken macht ihr euch eurerseits zum Thema, oder eben auch nicht? Im Herzen habe ich Platz für alle meine früheren und heutigen Lieben, aber auf dem Friedhof muss ja irgendwie Ordnung sein 😄😇

    Marius antwortete vor 2 Tagen, 13 Stunden 10 Mitglieder · 11 Antworten
  • 11 Antworten
  • Marius

    Mitglied
    30. April 2026 um 12:59

    Hallo allen 🙂 Mein Sohn weiß bescheid wenn es mal soweit ist, beim Kloster Weltenburg meine Asche in die Donau schütten, das ist meine Autobahn zum Schwarzen Meer und zur Ewigkeit. Das Bier vom Klosterbiergarten geht auf mich, wenn ich dann im Minus aufm Konto sein sollte, ist es sein Bier 😇🎺

  • realo

    Mitglied
    30. April 2026 um 12:44

    Das Weiterleben findet in den Köpfen der Hinterbliebenen statt. Mache mir überhaupt keine Gedanken was mit mir passiert, wenn ich Tod bin, es ist mir zu 100 % völlig egal. Mein kabarettistischer Spruch ist: Auch wenn ich im Rinnstein verrecke und liegen bleibe, es ist mir gleich. Meine Antwort auf das Familiengrab mit symmetrisch gepflanzten Stiefmütterchen darauf. Da ich hier im Allgäu keine Familienangehörigen habe, kommt die Urne auf die anonyme Urnenwiese ohne Stein oder sonst irgendeinen Firlefanz.

  • seestern47

    Mitglied
    30. April 2026 um 8:28

    Liebe Carlinette,

    ein spannendes Thema!🙂

    Ich (auch mein Mann) für meinen Teil habe das schon geregelt: Ich möchte, wie @Emmie09 einmal in einem Ruheforst beigesetzt werden.

    Alles ist bereits organisiert, und das gibt mir ehrlich gesagt auch ein gutes, ruhiges Gefühl. 🌿

    VG

    seestern47

  • Fagus

    Mitglied
    30. April 2026 um 8:20

    @Emmie09 Mich hat die Überschrift angesprochen, und führte meine Gedanken in die richtige Richtung – zudem mag ich Latein, obgleich ich sehr wenig Kenntnis habe.

    Die freie Wahl der Überschrift möge uns erhalten bleiben.

  • Carlinette

    Mitglied
    29. April 2026 um 22:49

    Guten Abend! Ich danke euch für eure vielfältigen Rückmeldungen. Was eine „Diamantbestattung“ ist, musste ich erstmal googeln – wieder was dazugelernt. Danke euch! Überrascht war ich, dass so viele von euch der klassischen Friedhofsruhe den Rücken gedreht haben. Damit habe ich nicht wirklich gerechnet.

    @Emmie09, keine Ahnung wie andere hier ihre Titel gestalten, aber „wer, wie, wo“ bleibt ja zum Glück verständlich 😁 Jede(r) von uns hat seine eigenen Horizonte, und da ich viel singe, habe ich sofort den Anfang der Requiem-Werke im Kopf, wenn es um das Thema Sterben geht. Requiem aeternam dona eis Domine…: Es geht um die ewige Ruhe und das Licht, das den Verstorbenen „drüben“ leuchtet. Ich mag den Gedanken sehr, dass unsere Toten nicht einfach verschwinden, sondern etwas von ihnen in anderer Form weiterlebt. 🕯

  • Zyklame

    Mitglied
    29. April 2026 um 22:17

    Da ich mich mit dem Meer sehr verbunden fühle, kommt für mich nur eine Seebestattung infrage. Außerdem ist es für mich auch eine Rückkehr in den Kreislauf des Lebens.

  • Emmie09

    Mitglied
    29. April 2026 um 18:22

    17:13 Mich! Sonst hätte ich nicht gefragt und die Frage ernsthaft gestellt.

  • Miez

    Mitglied
    29. April 2026 um 17:51

    Für mich ist das überhaupt keine Frage, alles schon geregelt, ich werde verbrannt, und komme zu meinem Mann in eine Stele. Keine Grabpflege und kein Aufwand für die Hinterbliebenen.

  • Anele

    Mitglied
    29. April 2026 um 17:27

    Dieses Problem mit einem „Friedhofsplatz“ habe ich nicht! Grabpflege und andere altertümlichen Grabrituale fallen damit auch weg. Bei mir wird es eine „Diamantbestattung“ geben, das ist auch schon länger mit meinem Sohn so abgesprochen. Bei meinem langjährigen Lebensgefährten (gestorben 2018) gab es im gegenseitigen Einvernehmen auch schon eine Diamantbestattung. Von meiner Sicht aus, daß Beste was es an Bestattungsarten gibt!

  • Randy895

    Mitglied
    29. April 2026 um 17:13

    Wen interessiert’s,?

    Nach 49 Jahren (47 Ehejahren) hat uns der Krebs getrennt, vorher haben wir dies aber noch gemeinsam geklaert. Das sich spaeter jemand verpflichtet fuehlt sich um unsere Grabstelle kuemmern zu muessen, war uns nicht recht, deshalb haben wir es so geregelt.

    Ich bewahre ihre Asche in einer Urne, zu der ich, nach Ableben, hinzu kommen werde. Unsere Testamentsvollstrecker werden die Asche dem Atlantik uebergeben und von dort begeben wir uns auf unsere (von vielen) letzte gemeinsame Reise.

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