Willkommen zur neuesten Staffel der SPD-Saga, dem Drama um die letzte verbliebene Volkspartei, die sich gerade in eine Mini-Partei verwandelt – live und in Farbe!
Die Hauptdarsteller: Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die unerschütterlichen Kapitäne auf dem sinkenden Schiff, und Boris Pistorius, der Retter in der Not, der aber lieber auf der Ersatzbank sitzt und „Nein, danke“ sagt.
Die SPD schafft es, sich selbst so sehr zu zerlegen, dass man fast vergisst, wofür sie eigentlich da ist.
Statt klarer Botschaften gibt es interne Machtspielchen, die eher an eine Seifenoper erinnern als an eine politische Partei. Die Frage ist nicht mehr, wie man Wähler gewinnt, sondern wer den besten Platz auf dem sinkenden Schiff bekommt.
Bärbel Bas und Lars Klingbeil führen die Kampagne an, als hätten sie gerade erst entdeckt, dass sie überhaupt im Ring stehen. Ihre Botschaft? „Wir sind noch da, und wir geben nicht auf.“ Klingt mutig, wirkt aber eher wie ein verzweifeltes Festhalten an der letzten Bühne vor dem Abgang.
Und dann wäre da noch Boris Pistorius, der heimliche Star, der aber lieber im Hintergrund bleibt. Vielleicht wartet er ja auf den perfekten Moment – oder auf jemanden, der ihm den Hut hinhält.
Die SPD hat sich selbst in eine politische Lachnummer verwandelt. Die Wähler sind müde, die Partei wirkt orientierungslos, und die Führung scheint mehr mit sich selbst beschäftigt als mit den echten Problemen der Menschen. Ob das reicht, um Stimmen zu gewinnen? Eher nicht. Aber wenigstens sorgt die Show für Gesprächsstoff – und das ist ja auch schon mal was.