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  • realo

    Mitglied
    27. März 2026 um 14:35

    Webra hat es doch mit der KI ganz genau beschrieben wie es auch schon im 18. Jahrhundert möglich war eine Abweichung von 0,3 Sekunden zu messen. Die Atomuhr von heute war dafür nicht notwendig. Die königliche Sternwarte war damals so gut mit Messgeräten ausgestattet, dass eine sehr präzise Zeitmessung möglich war. Nur die bewegliche und robuste Uhr gab es zu der Zeit noch nicht wie sie für den Schiffsverkehr notwendig war.

  • forscher

    Mitglied
    26. März 2026 um 18:05

    @Marius Genau so ist es , hab ich das doch mal „irgendwo“ mitbekommen ;- 😁

  • Marius

    Mitglied
    26. März 2026 um 16:53

    @forscher

    Dein Gedanke ist genial!! Solche Stücke gibt es bestimmt in irgendwelchen Museen, und man könnte die Präzision mit einer Atomuhr vergleichen, wenn nicht schon geschehen.

  • forscher

    Mitglied
    26. März 2026 um 16:17

    Ich vermute doch , das einige Exemplare dieser Uhren , die Zeit überlebt haben und somit mit modernster Zeittechnik überprüft werden konnten. @Fagus

  • realo

    Mitglied
    26. März 2026 um 15:17

    Mit der Zeit kann man einige Kuriositäten erleben da sie abstrakt ist für die menschliche Empfindung, die Uhr ist ja nur ein Hilfsmittel, sie ist ja nicht die Zeit. Ansonsten ist die Zeit insofern natürlich, als sie von der Erddrehung abgenommen wird und von der Drehung der Erde um die Sonne. Diese astronomischen Größen ermöglichen eine präzise Zeiteinteilung von Jahr, Monat, Woche, Tag, Stunde, Minute und Sekunde. Die Erfindung der Uhr macht diesen Ablauf anschaulich und messbar und im Fall der Erfindung von John Harrisons sogar beweglich, unabhängig von der Temperatur und trotzdem präzise.

  • Marius

    Mitglied
    25. März 2026 um 23:17

    Und ein Zeitexperiment, ich hab das mal als Kind ausprobiert ob das funktioniert. Bin abends ins Bett und habe mir vorgestellt wie die Zeiger der Uhr um 6h stehen, damit bin ich eingeschlafen… wache auf, schau auf die Uhr… Punkt 6! – also, es geht!

    Dazu eine Anekdote: Später hatte ich einen Radiowecker, digital. Ich hatte geträumt es wäre 06:72h. Wache auf mit dem Gedanken im Kopf und denke mir- so ein Blödsinn. Schaue auf den Wecker, es war 07:12h !! 🤣

  • Marius

    Mitglied
    25. März 2026 um 22:44

    Na, so philosophieren muss man nicht, als ehemaliger 3-Schicht Arbeiter gerate ich schon manchmal ins Grübeln, überhaupt im Winter, wenn egal wann man aufwacht und auf die Uhr schaut, es ist dunkel draußen, da denkt man sich schon „Ha? Früh oder abends?“. Dann denke ich mir – ach, die innere Uhr hat mich aufgeweckt, die Blase hat gemeint „Es ist 7h früh, steh auf und mach mich frei.“ 😀

    Als kleines Schmankerl, von Gerhard Polt: – „Zeit ist Zeit. Zeit+Zeit ist Mehrzeit. Zeit x Zeit ist Mahlzeit.“

  • Webra

    Mitglied
    25. März 2026 um 19:08

    Zeit ist keine natürliche Konstante. Sie entstand erst mit der Entstehung belebter Materie. Der Mensch mit seiner Wahrnehmungsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit seines Geistes hat dann ein System entwickelt, mit dem er sein Leben organisieren kann. Schon die ersten Einzeller hatten mit ihrer Wahrnehmungsfähigkeit die Veränderungen für die Organisation ihres Lebens benutzt. Sie hatten eine biologische Uhr. Viele haben diese Uhr heute noch. Ich werde jeden morgen gegen 7 Uhr wach, egal wann ich am Abend vorher schlafen ging. Einen Wecker benötige ich nicht.

  • realo

    Mitglied
    25. März 2026 um 12:58

    Da ist die KI sehr ausführlich, kein Wunder, sucht sie doch alles aus dem Netz was zu finden ist und auch ich habe einige Geschichten über John Harrisons gelesen denn er hatte zu seiner Zeit was präzise und bewegliche Uhren angeht eine Bedeutung. Mechanische Uhren, ein spannendes Thema, denn mit ihnen wurde die Zeit, die in den Gestirnen liegt, sichtbar gemacht. So war Zeit nicht Sonnenauf – oder Sonnenuntergang, sondern auf die Minute genau. Das war bei der Nautik auf See notwendig. Zeit ist ja eine abstrakte Größe, auch wenn eine Uhr sie genau anzeigt, sie ist nicht greifbar, sie fließt stetig dahin. Sie hat keinen Anfang und kein Ende und man kann sie nicht in einem bestimmten Moment festnageln. Die Zeit die uns noch bleibt, ein geflügeltes Wort. Ich versuche mit den mechanischen Uhren die Zeit irgendwie begreifbar zu machen. Ich muss sie aufziehen und einstellen, damit sie präzise laufen und die Zeit auf die Minute genau anzeigen. Auch die ganz alte Uhr mit Gewichten läuft nur einen Tag, dann muss sie mit den Gewichten neu aufgezogen werden. Eine Uhr braucht Energie von außen damit sie läuft.

  • Webra

    Mitglied
    23. März 2026 um 21:54

    (Allerdings frage ich mich, wie man damals die Zeitabweichung so genau ermitteln konnte ..) Fagus

    Hallo Fagus,

    Copilot gibt dir die Antwort.

    Sehr schöne Frage – und sie führt mitten hinein in eines der faszinierendsten Kapitel der Wissenschafts‑ und Technikgeschichte. Die kurze Antwort lautet:

    Man konnte 1762 tatsächlich keine 0,3 Sekunden „direkt messen“.
    Aber man konnte aus astronomischen Beobachtungen und Vergleich mit präzisen Sternzeit‑Tabellen eine Abweichung dieser Größenordnung indirekt bestimmen – und zwar erstaunlich zuverlässig.

    Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie das funktionierte.

    ⏳ Wie konnte man 1762 eine Abweichung von 0,3 Sekunden feststellen?
    ⭐ 1. Die Grundlage: Sternzeit ist absolut präzise

    Schon im 18. Jahrhundert konnte man die Position bestimmter Sterne mit extrem hoher Genauigkeit bestimmen.
    Wichtig:

    • Die Erde dreht sich sehr gleichmäßig.
    • Ein Stern geht jeden Tag zu einer exakt berechenbaren Zeit durch den Meridian (die Nord‑Süd‑Linie am Himmel).
    • Diese Zeiten waren in den Nautical Almanacs tabelliert.

    Die Genauigkeit dieser Tabellen lag bereits im Zehntelsekundenbereich.

    🔭 2. Das Messinstrument: Der „Transit“ (Meridiandurchgang)

    Astronomen nutzten ein Gerät namens Passageninstrument oder Transit-Teleskop.

    Damit beobachtete man:

    • Wann ein bestimmter Stern genau durch die Mitte des Fadenkreuzes läuft
    • Gleichzeitig lief eine Pendeluhr mit sehr gleichmäßigem Gang

    Diese Pendeluhren waren nicht tragbar, aber an Land extrem genau – viel genauer als jede Schiffsuhr.

    Die Beobachtung eines Sterntransits konnte man auf unter 0,1 Sekunden genau durchführen.

    ⚓ 3. Vorgehen bei Harrisons Seechronometern
    Schritt 1: Vor der Abreise

    • Harrisons Uhr wurde in Greenwich mit der Greenwich Mean Time synchronisiert.
    • Die genaue Zeit wurde durch Sternbeobachtung bestimmt.

    Schritt 2: Nach der Rückkehr

    • Man verglich die Uhr wieder mit der Sternzeit.
    • Die Differenz zwischen „Soll“ und „Ist“ ergab die Gangabweichung.

    Schritt 3: Auswertung

    Wenn die Uhr nach 10 Wochen z. B. 0,3 Sekunden falsch ging, konnte man das aus der Differenz zwischen:

    • der astronomisch bestimmten Greenwich-Zeit
    • und der angezeigten Zeit der Uhr

    berechnen.

    📐 Warum war das so genau möglich?
    ⭐ Astronomie war damals die präziseste Wissenschaft überhaupt

    Schon Tycho Brahe (16. Jh.) erreichte Messgenauigkeiten von unter 1 Bogenminute – ohne Teleskop.
    Im 18. Jahrhundert waren die Instrumente viel besser.

    ⭐ Pendeluhren an Land waren extrem stabil

    Sie hatten:

    • Temperaturkompensation
    • schwere, lange Pendel
    • massive Stein- oder Metallfundamente

    Sie liefen über Wochen mit Abweichungen von wenigen Zehntelsekunden.

    ⭐ Viele Messungen wurden gemittelt

    Ein einzelner Sterntransit hat vielleicht ±0,2 Sekunden Fehler.
    Aber wenn man 20 Sterne misst, sinkt der Fehler auf etwa ±0,05 Sekunden.

    🧭 Warum brauchte man diese Genauigkeit?

    Für die Bestimmung des Längengrades gilt:

    [ 1 \text{ Sekunde Zeitfehler} = 0{,}25 \text{ Seemeilen} \approx 463 \text{ Meter} ]

    Eine Abweichung von 0,3 Sekunden entspricht also nur etwa 140 Metern – sensationell für die damalige Zeit.

    🎯 Fazit

    Man konnte 1762 keine 0,3 Sekunden „stoppen“ wie mit einer modernen Stoppuhr.
    Aber man konnte:

    • die wahre Zeit durch Sternbeobachtung auf ~0,1 Sekunden bestimmen
    • die Uhrzeit der Harrison-Uhr damit vergleichen
    • und daraus die Gangabweichung über Wochen berechnen

    Die Präzision kam also aus Astronomie + Statistik + sehr guten Pendeluhren, nicht aus einer direkten Kurzzeitmessung.

    • .🌟🔭
    • Diese Antwort wurde in vor 1 Monat, 1 Woche um  Webra geändert.
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