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  • Leben mit Enkelkindern

     Marilou antwortete vor 2 Monate, 3 Wochen 5 Teilnehmer · 9 Beiträge
  • Marilou

    Teilnehmer
    13. Mai 2019 um 19:34

    Leben mit Enkelkindern
    Enkelkinder sind etwas wunderbares. Sie sind die reinsten Wundertüten. Ich habe acht.

    Als Großmutter gehöre ich noch zu der Generation, in der man sich über einen Klapps nicht beschwerte. In die Ecke gestellt werden in der Schule war normal. Eins mit dem Lineal auf die Fingerspitzen kriegen auch.

    Meine Kinder haben durchaus den Kochlöffel zu spüren bekommen von Zeit zu Zeit. Es gab auch mal einen Puff. Meine Ansagen waren auch keinesfalls immer leise. Das änderte sich in der Pubertät. Ich kam mit Überzeugen weiter. Sanfte Manipulation, die man nicht sofort merkt, nennt mein Sohn das heute.

    Meine Enkelkinder gehören zu der Generation der gewaltfrei erzogenen Kinder. Von Schreikindern über Trotzköpfchen hab ich alles durch. Meine bewährten Methoden konnte ich bei meinen gewaltfrei erzogenen Enkelkindern nicht anwenden. Interessant war die Auseinandersetzung mit meinen Kindern, die mir reihum alles das vor die Füße warfen, was sie an meiner Erziehung nicht geschätzt haben. Sie taten das liebevoll, ich ging in mich, und so manche Tüte voll Nüssen knackte ich für mich alleine.

    Jede Generation hat das Recht, ihre Kinder so zu erziehen, wie sie das für richtig hält. Das ist normalerweise ja auch unproblematisch.
    In meinem Fall aber nicht, da wir seit Jahren in den verschiedenen Phasen meiner Kinder über längere Zeit zusammen gelebt haben und auch immer noch zusammen leben.
    Für das Zusammenleben von Eltern und Kindern, oder in meinem Fall Mutter und Kind, kann das Fluch sein, aber auch Segen. Wenn man als älterer Mensch zuhören kann, bereit ist, dazu zu lernen, anderen Argumenten gegenüber Offenheit bewahrt, dann reifen beide, Mutter und Kind, und es kann eine wundervolle neue Beziehung unter Erwachsenen daraus entstehen.

    Enkelkinder sind eine Bereicherung. Haben sie erst mal die 16 überschritten, sind sie ein Wunder an Ideen, Einschätzungen, Ansichten und Weltsichten. Sie sorgen für die notwendige Unruhe in unserem alternden Leben.

    Eins hab ich aber auch gelernt. Ob nun mit oder ohne Klapps erzogen, Kinder fühlen sich geschlagen alleine schon durch das Anschreien. Bemerkenswerte Erkenntnis.

    Gegen die Brüllaffenstimmen von männlichen Pubertiers anschreien zu wollen, ist ein unsinniges Unterfangen, habe ich gelernt. Immer schön leise bleiben. Öfter mal nichts sagen ist auch nicht schlecht. Nicht jeder Schwachsinn verlangt nach einem Kommentar.
    Von einander lernen miteinander zu leben. Vielleicht klappt es dann ja auch immer öfter mit der generationenübergreifenden Großfamilienkonstellation.

  • Paesi

    Teilnehmer
    13. Mai 2019 um 20:21

    Dein Beitrag gefällt mir.
    Man spürt den liebevollen und einfühlsamen Umgang miteinander.

    Danke.

  • amy111

    Teilnehmer
    11. September 2019 um 17:48

    Was ist bitte an Kochlöffelschläge liebevoll?

    Jede Generation muss erziehen, sofern sie sich für ein Kind entscheiden, aber keine Generation darf schlagen, in meinen Augen ist das schon Gewalt.

    Ich bin eine Mami und eine Omi. Die Erziehung meiner Kinder war für mich die wundervollste Aufgabe meines bisherigen Lebens. Dann kamen drei Enkelkinder, die für mich wie Wunder in meinem Leben sind.
    Ich habe Krebs, es kann sein, dass ich die Hochzeit meiner Enkel nicht mehr erleben, aber ich geniesse jeden Tag an dem ich leben darf. Ich bin so dankbar, dass ich meine Kinder mit so viel Liebe und ohne Schläge oder Geschrei zu wundervollen Frauen erzogen habe.

  • Seniora

    Teilnehmer
    29. September 2019 um 15:18

    Liebe amy

    fühl dich mal lieb umarmt!

    Eine noch schöne lange Lebenszeit wünsche ich dir
    und beglückwünsche dich zu deinen Ansichten!

    Ich erlebe nun schon,wie meine Urenkel leben lernen dürfen und bewunder Enkeltöchter- und Enkel-Väter!!

    Die sehr tempermentvolle übernächste Generation
    darf ich entwickeln,ohne Schläge und Gebrüll 😉
    Trotzdem bekommen sie absolute Grenzen gesetzt,die sie nicht immer so ganz gerne akzeptieren.
    Aber sehr viel Liebe und Geduld und erforderliche Erklärungen bringen sehr gute Erfolge.

    Die am nächsten Wohnenden erleb ich öfter,3 Buben,5,un die Brüder zweijährige Zwillinge…….

    …sehr temperammentvoll.aber so zum Knuddeln!

    und zu deiner Erkrankung möchte ich sagen:
    auch ich habe seit 10 Jahren diesen nicht gewollten "Untermieter"….

    da lernt man,wie wichtig jede Minute gelebtes Leben ist und wird sehr dankbar.

    alles,alles Gute für dich!

    Seniora

  • amy111

    Teilnehmer
    30. September 2019 um 14:26

    Hallo Seniora,
    hier spricht Liebe, Einzigartigkeit und nochmal Liebe.

    Gewaltfreie Erziehung war so wichtig für mich, meine Erziehung wurde zwar ohne körperliche, aber mit viel psychischer Gewalt vollzogen.

    Auch bei uns gibt es natürlich Grenzen, die selbstverständlich von den Teenagern nicht ohne wenn und aber angenommen werden. Es kostet oft Kraft und lange Diskussionen.
    Aber ist es nicht ein wundervolles Leben mit der Liebe leben.

    Gruß
    Amy

  • Seniora

    Teilnehmer
    30. September 2019 um 15:35

    Doch,liebe Amy,
    das ist es!
    Vor allem lernen die Kinder und Heranwachsenden zu verstehen,was warum vorgegeben oder auch nicht genemigt werden kann.Ich nutze absichtlich nicht :"verboten" ….

    den jedes Verbot (ohne Erklärung) schafft automatisch Widerstand.
    Und,wenn es auch -manchmal- anstrengend ist,
    bei dieser Art Erziehung sind Kinder und Jugendliche mit eingebunden und fühlen sich nicht übergangen .
    Und dann ist es gar nicht schwer,aus dem Eltern-Kind-Verhältnis zu späterem freundschaftlichen Umgang.

    denkt Seniora

  • amy111

    Teilnehmer
    2. Juni 2020 um 13:19

    Liebe Seniora, du hast so warmherzige Äuglein, man sieht dir die Liebe schon an.

    Ich war vor einiger Zeit einmal hier im Forum und musste den post von Marilou kommentieren.

    Jetzt bin ich wieder hier, ich habe viele Krankenhausaufenthalte hinter mir, aber ich schaue trotz der verrückten Welt momentan, positiv in die Zukunft.

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag aus dem sonnigen Stuttgart.

  • philosophin

    Teilnehmer
    2. Juni 2020 um 23:08

    @Marilou, mir gefällt dein Beitrag.

    Das Gute ist, dass deine Kinder von ihren Kindern auch allerhand vor die Füße geworfen bekommen werden, wenn die mal groß sind, weil eben niemand vollkommen ist. Und wie gut deren Erziehung am Ende seien wird, das sieht man dann.

    Stimmt, nicht jeder Schwachsinn verlangt nach einem Kommentar.

    Ich wünsch dir und deiner Familie alles Gute , dass du wach bleibst mit ihnen, all den “Wundertüten” , gesund vor allem und noch viel Freude hast in deinem Leben.

    phil .

    • Dieser Beitrag wurde vor 4 Monate, 2 Wochen von  philosophin bearbeitet.
  • Marilou

    Teilnehmer
    24. Juli 2020 um 20:02

    hallo phil.

    Ich danke dir für deinen einfühlsamen Kommentar. Wenn du magst würde ich gerne mit dir schreiben. Hab ein wunderschönes Wochenende. Herzlichst Marilou

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