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Kinderlos? Dann mehr für die Pflege zahlen?
realo antwortete vor 15 Stunden, 4 Minuten 16 Mitglieder · 72 Antworten
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Aber Hallo Marius.
Norbert Blüm hat den Bundestag vor rund 25 Jahren verlassen. Sein berühmtes Rentenversprechen scheint aber erstaunlich langlebig zu sein – meine Rente landet jedenfalls Monat für Monat auf meinem Konto. Bei manchen heutigen Politikern ist die Halbwertzeit ihrer Versprechen deutlich kürzer: Oft überstehen sie nicht einmal den ersten Tag und andere lügen bereits, während sie Ihre Versprechen noch formulieren.
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Doch! Von den Familien mit Kindern gibt es Rente. Norbert Blüm hat uns angelogen: „Die Rente is sischer.“ Von der Pflege hat er nichts gesagt, – sozusagen „Nach mir, die Sintflut.“ Jetzt hammers.
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Dass Kinder Geld, Zeit und Nerven kosten, bestreitet niemand. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass Kinderlose stärker belastet werden müssen. Eltern erhalten, wie bereits gesagt, Kindergeld, Steuerfreibeträge, Elternzeitregelungen und niedrigere Pflegebeiträge.
Außerdem wirkt das Argument etwas schief: Kinder zu bekommen ist eine persönliche Lebensentscheidung und kein Sparvertrag, aus dem sich Jahrzehnte später Ansprüche gegenüber Kinderlosen ableiten lassen.
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seestern47 geändert.
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Also bitte… schon in den 80-er Jahren kostete ein Kind den Eltern bis zur Volljährigkeit 100.000 DM, was ist bei zwei, drei? Wer kauft die Nahrung, die Windeln, das Babyöl, Puder, Spielzeug, wer ist (natürlich meistens Sonntags) in die Klinik wegen Aua-Zahnweh, und das Kind macht den Mund nicht auf? Wer war nicht ganze Nächte mit dem Kind am Klo, um zu hören dass es sein Kaka nicht loslässt, denn es gehört ihm? usw. Wer hat ihn eingeschult und das ganze Zeug gekauft? Wer Kleidung, Fahrrad, zuvor Buggy, Fußbälle, SuperSoaker, Carrera-Bahn und Godzilla gekauft, Nintendo, Gameboy? Hab ich auch gespielt, aber ich war Vater, hatte Verantwortung und verdient für uns drei. Andere hatten sie nie- ob gewollt oder ungewollt- aber jetzt jammern, das ziemt sich nicht.
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Marius geändert.
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Diese real sehr naive Argumentation blendet aus, dass Eltern bereits umfangreich unterstützt werden: durch Kindergeld, Kinderfreibeträge, beitragsfreie Mitversicherung der Kinder, Elternzeitregelungen und inzwischen auch durch niedrigere Beiträge zur Pflegeversicherung.
So zu tun, als würden ausschließlich Kinderlose von ihrer Lebenssituation finanziell profitieren, greift deutlich zu kurz. Kinderlose finanzieren über ihre Steuern und Sozialabgaben all diese familienpolitischen Leistungen mit ohne sie selbst in Anspruch nehmen zu können.
Wer immer höhere Beiträge für Kinderlose fordert, sollte zumindest ehrlich erwähnen, dass es bereits zahlreiche finanzielle Ausgleichsmechanismen zugunsten von Eltern gibt.
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Man kann es mit Penibilität hin und her drehen, dass was Eltern für Ihre Kinder zahlen, oft zwanzig Jahre lang, kann man mit keiner anderen Leistung verrechnen, es bleibt eine enorme Summe. Kinderlose erwachsene Menschen sparen enorm viel Geld, das machen auch die paar Steuern nicht wett. Man kann es sehen wie man will, Kinderlosigkeit schafft materiellen Reichtum bei voll berufstätigen. Deshalb ist ein erhöhter Beitrag in die Sozialsysteme wie die Pflegeversicherung berechtigt.
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Der Eindruck in der virtuellen Welt ist doch immer fiktiv, das geht auch nicht anderes, virtuell bedeutet „scheinbar“, „möglich“ oder „nicht physisch vorhanden, aber in seiner Wirkung echt“, damit kann man jede Fantasie zur Sprache bringen. Deshalb haben bei mir Beschimpfungen, Beleidigungen und Erniedrigungen virtuell keinen Effekt, es perlt ab. Ich kann mich zwischen den etablierten Bundesbürgern als Ossi outen, meine Erfahrungen in Kindheit und Jugend hochhalten, ohne mich von der Häme beeindrucken zu lassen. Dass ich mir selber treu bleibe, auch virtuell, beschert mir die besten Gefühle.
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