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Die Zeit: Gestern-Heute-Morgen
realo antwortete vor 5 Tagen, 16 Stunden 11 Mitglieder · 21 Antworten
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@webra Habe meinen erlernten Beruf an den Nagel gehängt, weil mir die Planung und Berechnung auf die Nerven ging, vor allem, welches billige Material muss ich verwenden, um möglichst viel Gewinn zu erzielen. Diese Planung hat der Meister von mir als Geselle verlangt. Deshalb bin ich noch einmal auf die Akademie gegangen und wurde bildender Künstler. Da war ich mein eigener Herr und musste keinen Plan machen, wenn ich keine Lust hatte. Wenn mich die Muse küsste, war ich spontan produktiv, davon konnte ich leben, aber ich musste nicht vorausberechnen wie mein Jahreseinkommen aussieht und das dem Finanzamt melden. So ergibt sich ein Lebenswandel der vom Moment geprägt ist ohne Plan, ich will mir nächste Woche einen mittleren Neuwagen kaufen und brauche dafür 35.000 €. Nun rechne ich aus, wie viel meiner Ware ich verkaufen muss, bis ich das Geld zusammen habe. So einen Plan zur Berechnung macht man als Künstler nicht, man kauft ein Auto bei Gelegenheit gebraucht und spontan. Als Künstler hat man es nicht nötig sich mit materiellem Status zu schmücken, Künstler sein ist Status genug und vor allem völlig frei von bürgerlichen Zwängen.
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Natürlich, die Hoffnung bleibt. Das materielle Überleben wie es die Rentner haben ist ja nur ein Bereich, ansonsten kann auch ein Rentner ganz schnell sterben, nicht am Verhungern, aber an etwas anderem. Das Überleben ist also so lange der Mensch lebt, nie gesichert, auch ein Zuviel an etwas kann zum Tod führen. Jedoch viel Zeit haben, so wie ich als Rentner, ist schon ein wunderbares Privileg. Einfach nicht gehetzt sein, komme was da wolle, ist schon herrlich. Deshalb ist der Moment, der gerade ist, so wertvoll und sich nicht den Kopf zu zerbrechen über Vergangenheit und Zukunft. Sein im Jetzt, das ist das beste Gefühl.
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realo geändert.
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Diese Antwort wurde in vor 1 Woche, 4 Tagen um
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Hallo stadtwolf,
nach meinem Empfinden ist deine Reihenfolge stimmig, wenn man nicht mehr für sein Überleben kämpfen muss. Das ist bei den meisten Rentnern und Pensionisten der Fall. Ich habe es aber als Gestaltungserkenntnis ab Beginn der Selbstverantwortung für meinen weiteren Lebensweg interpretiert.
Sein und Traum
Wolken, die am Himmel fliegen
Blumen, die im Wind sich wiegen
Sterne, abends hell und klar
Gotteswerk ist wunderbar
Hat uns Zeit und Raum gegeben
Zum Gestalten unser Leben
Doch wir schicken unsere Träume
Außerhalb von Zeit und Räume
Unerfüllt sie bleiben werden
Unser Sein ist hier auf Erden
Doch sie können Hoffnung geben
Sie bereichern unser Leben
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Genau, als Handwerker hatte ich eine Idee, einen Plan, habe eine Zeichnung angefertigt und danach die Idee umgesetzt. Jedoch das Leben ist kein Handwerksberuf, das ist nur ein Teil davon. Nach dem Studium an der Kunstakademie war ich bildender Künstler und wusste in der Gegenwart zu leben. Da hatte ich auch eine Idee, aber keinen Plan und keine Zeichnung, da habe ich das Werk umgesetzt, wenn mich die Muse küsste, meist in Gestalt einer Freundin. Im Unterschied zum Handwerk, wenn ich einen Auftrag bekam, hatte ich künstlerische Freiheiten und nur ich wusste, wann das Ergebnis fertig ist. Ein vor allem spontanes Leben im Jetzt, wie es sich dann mit der Rente fortsetzte. Es gibt keinen Plan fürs Leben, es wird so gelebt wie es die Gegenwart hergibt. Der Moment ist entscheidend, nicht die Voraussage, was in den nächsten Momenten passieren soll. Das kann zu schweren Enttäuschungen führen, wenn das nicht eintritt.
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Lieber @Stadtwolf,
gerade nach einem langen Berufsleben ist es schön, einfach mal den Tag auf sich zukommen zu lassen und die gewonnene Freiheit zu genießen. 😊
VG
seestern47
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Hallo @Webra 19:10 Seit Beendigung meines Berufslebens plane ich nicht mehr.Ich lasse alles auf mich zukommen und entscheide mich dann.Das ist jetzt für mich der bessere Weg.Diese Freiheit nehme ich mir,statt immer zu entscheiden was machst du morgen.
Gruß nach Austria
SW
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Diese Antwort wurde in vor 1 Woche, 6 Tagen um
Stadtwolf geändert.
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Diese Antwort wurde in vor 1 Woche, 6 Tagen um
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Hallo realo,
mit deiner Lebenseinstellung ist ein Leben von Zufällen abhängig. Du hast mal geschrieben, dass du Schreiner gelernt hast. Ohne Planung und Realisierung des Plans hättest du aber dein Ziel nie erreicht.
Im Gegensatz zum Tier, dass nur seinem genetischen Programm folgt, haben Menschen im Laufe der Entwicklung ihre Lebenszeit in Notwendigkeiten und Genüsslichkeiten eingeteilt. Erst die Erledigung von Notwendigkeiten macht uns das Genießen möglich. In einem Restaurant habe ich mal folgenden Spruch gelesen.“ Essen ist ein Bedürfnis, Genießen eine Kunst. Ohne diese Bedürfnisbefriedigung Essen kann aber kein Genussessen entstehen. Das bei uns ein Supermarkt zwischen 3000 und 4000 Artikel anbietet, ist nur möglich, weil Pläne vorher realisiert wurden. Nur von so etwas zu träumen, hätte nichts gebracht.
Eine andere Frage ist allerdings, ob unser Leben mit weniger Angebot auch weniger schön wäre.
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„LERNE VONDER VERGANGENHEIT
TRÄUME VON DER ZUKUNFT
LEBE IN DER GEGENWART „. stadtwolf
Hallo stadtwolf,
ich würde die Reihenfolge anders setzen:
LERNE VON DER VERGANGENHEIT
LEBE IN DER GEGENWART
PLANE FÜR DIE ZUKUNFT
Nur so lassen sich auch Träume erfüllen.
Ohne Plan ist die Zukunft eine Lotterie.
Von der Zukunft zu träumen ist genau so, wie auf einen Lotteriegewinn zu hoffen ohne ein Los zu kaufen.
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Naja… die Zeit… ist doch immer wieder Sonntag
https://www.youtube.com/watch?v=JlUSsUKNAxM&list=RDJlUSsUKNAxM&start_radio=1
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