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Die Grundrente ist beschloßen - werden die richtigen profitieren..?
GSaremba61 antwortete vor 5 Jahre, 7 Monaten 7 Mitglieder · 35 Antworten
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@sanao – weil Du Dich auf „den letzten“ bezogen hattest und das war der Absatz, den ich als letzten erkannt hatte.
In dem Beispiel ist die Kindererziehungszeit sicher eingerechnet. Die nicht erreichten 30% des Durchschnittslohns, habe ich auch noch nicht so ganz verstanden. Wie kann es passieren, dass man die 30% nicht erreicht? Kann doch nur heißen, angemeldet, doch keine bis wenig Einzahlungen. Vielleicht Minijob, bei dem die Einzahlungen selbst erfolgen mussten, jedoch nicht regelmäßig abgeführt wurden?
Nachtrag: Oder hier – Nebenjobber als Aushilfe auf 450-Euro-Basis tätig und dadurch nicht sozialversicherungspflichtig. Individuell gesehen sind es Arbeitszeiten, doch keine Einzahlungszeiten. Wird auch gerne übersehen!
Grundsätzlich finde ich es richtig. Sie fällt nicht ganz raus, doch sie erhält auch nicht mehr als sie selber zu den entsprechenden Zeiten eingebracht hat.
@seestern47 – das weiß ich wirklich nicht. Da fehlen schon die zahlenmäßigen Infos

@bern68 – besprechen ist sicher gut. Doch dafür muss die Voraussetzung sein alles richtig verstanden zu haben. Sonst könnten Irritationen entstehen, die das Ganze nicht besser machen. Vielleicht doch mal einen Fachmann einschalten?!
GeSa
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Stimmt! Du hast Recht. Stimmen denn die Zahlen? Können wirklich 1,3 Millionen Menschen die Grundrente erhalten?
LG 🙂
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@GSaremba61 Warum sollte ich diese von dir zitierte Aussage gemeint haben?
Ich hatte auf diese Beispiele hingewiesen…
Beispiel 1: Eine Sekretärin im Westen mit 38 Versicherungsjahren und zwei Kindern. Für die Grundrente werden nur 26 Jahre berücksichtigt, denn in den anderen Jahren kam sie nur auf Beiträge, die weniger als 30 Prozent des Durchschnittslohns betragen. In den 26 Jahren aber kam sie auf 70 Prozent. Die Rente beträgt 754 Euro – der Grundrentenzuschlag beträgt 75 Euro. Beispiel 2: Eine Verkäuferin in Dresden mit 39 Arbeitsjahren mit 60 Prozent des Durchschnittslohns ohne andere Einkünfte bekommt 746 Euro Rente – und 195 Euro Zuschlag.
…und bin der Meinung, dass bei Beispiel 1 die neue Rente auch keine „Grundrente“ ist. Da wurde im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Kindererziehungs- und Pflegezeiten angerechnet würden, aber am Ende erscheint diese Zeit doch nur untergeordnet und kompliziert mit Zuschlag und Abschlag berechnet.
Einverstanden bin ich, dass alle Einkommen berücksichtigt werden, denn manche/r hat anderweitig vorgesorgt, auch bei kleinem Rentenanspruch also ein auskömmliches Gesamteinkommen.
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Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer3. Juli 2020 um 15:03@GSaremba61 – gestern ist das Gesetz beschlossen. Bloß so genau was da wirklich beschlossen wurde ist keinem. Ich ahb heute Vormittag mit mehreren Bekannten mich darüber unterhalten. Die allgemeine Erwartungshaltung ist nicht sehr groß, das Mißtrauen dem Mangel an Wissen über das Gesetz geschuldet.
@sanao hat ja einen Link zum „Handelsblatt“ eingestellt. Da sind jetzt dankenswerterweise die ersten Infos drinnen. Ich werd sie nachher ausdrucken und dann mal mit den Leuten reden.
Mann kann nur hoffen das diese unwürdige Situation, das Rentner Pfandflaschen sammeln gehen und sich auf der „Tafel“ mit Lebensmittel versorgen müssen, endlich geändert wird. Es ist auch ein Teil der Würde des Menschen.
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Meinst Du diese Aussage, sanao?
Heftige Kritik übte auch der Wirtschaftsverband Die Jungen Unternehmer. „Unser Rentensystem ist eine tickende Zeitbombe, und die Grundrente verkürzt die Zeit bis zum großen Knall“, sagte die Bundesvorsitzende Sarna Röser. „Es ist unverantwortlich, dass immer mehr Lasten auf die Schultern der Beitrags- und Steuerzahler und vor allem auf die Schultern der jungen Generation abgeladen werden.
Eine Aussage, die ich für eher dumm halte, insbesondere wenn ich – die Schultern der jungen Generation – lese. Dann sollen die jungen Unternehmen mal ordentliche Löhne zahlen, betriebliche Altersvorsorge betreiben. Da könnten sie helfen, dass die zukünftigen „jungen Schultern“ nicht zusammen brechen. Von dem dann irgendwann mal auch die heutigen „jungen Schultern“ profitieren. Ebenso würde helfen, wenn die jungen Unternehmen sich nicht aus den Solidaritätsgemeinschaften verabschieden würden um ihre eigenen „alten“ Leben sicherzustellen!
Und was die Lasten der Steuerzahler angeht – die tragen auch alle gut ausgestatteten Rentner mit! Frau Röser habe ich jetzt zwei mal in entsprechenden Sendungen erlebt. Bösartig sage ich mal – da gibt es noch viel zu lernen. 
GeSa
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@bern68 – Demnach soll die Grundrente maximal 1030 Euro betragen.
Also diese Aussage kann nicht stimmen. Denn dann würde ein alleinstehender Rentner mit 1250 Euro nichts erhalten. Hier mal zwar nicht vollständig, doch eine Berechnung. Da sind auch die von Dir dargestellten 1030 Euro ein Thema.
Den vollen Zuschlag erhalten jene, deren monatliches Einkommen als alleinlebender Rentner bei maximal 1250 Euro, als Ehepaar bei maximal 1950 Euro liegt. Einkommen, die über dieser Grenze liegen, werden zu 60 Prozent auf die Grundrente angerechnet. Liegt das Einkommen von Alleinstehenden bei über 1600 Euro und bei Ehepaaren bei mehr als 2300 Euro, wird der Betrag über diesen Einkommen vollständig auf die Grundrente angerechnet. Ein Beispiel: Eine Reinigungskraft könnte durch den Zuschlag statt 760 Euro Rente pro Monat 1030 Euro bekommen.
Auszug und weitere Infos aus
Vielleicht hast Du da etwas falsch verstanden.
@seestern47 – es ist wie Wattfrau scheibt. Nicht zu vergessen ist, es gibt ja auch noch den Rentenausgleich, wo der Hinterbliebene einen Teil der Rente des Verstorbenen erhält. Wird oft vergessen.
Es ist ein Einstieg. Weitere Sicherstellung für zukünftige Rentner muss über den Arbeitslohn erfolgen. Nicht über den Mindestlohn, sondern die Verpflichtung, dass Unternehmen sich nicht aus Tarifverträgen verabschieden können. Und aus meiner Sicht, da wo keine Tarifverträge bestehen müssen Branchen bezogene Verträge her. Nur so ist die Zukunft sicherzustellen.
GeSa
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Eigentlich wollte ich nur ergänzen, dass in den mind. 33 Beitragsjahren auch Kindererziehungs- und Pflegezeiten enthalten sein können. Nachdem ich aber den verlinkten Artikel gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, ob der Begriff „Grundrente“ angemessen ist.
Vor allem bei den Beispielen am Ende des Artikels kommen mir doch starke Zweifel zu den ausgehandelten Bedingungen, nach denen die bedürftigen Rentner mit mehr Rente bedacht werden. Hoffentlich bedanken sie sich artig bei der nächsten Wahl.
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seestern, die Grundrente ist für Menschen gedacht, die lange gearbeitet aber
unterdurchschnittlich verdient haben (Niedriglohnsektor), als Anerkennung ihrer
Lebensleistung.
Kleine Renten von 1,3 Millionen Menschen, davon 70% Frauen sollen aufgebessert
werden.
Wer keine Rentenbeiträge von mindestens 33 Jahren aufweisen kann, hat immer
noch die Möglichkeit Grundsicherung oder Wohngeld zu beantragen.
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Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer3. Juli 2020 um 10:45Heute Früh war dazu was im TV. Demnach soll die Grundrente maximal 1030 Euro betragen. Bisher konnte mit weiteren Sozialleistungen aufgestockt werden. Die dürften dann wohl wegfallen. Ich fürchte das unterm Strich die Menschen schlechter dastehen.
Mit der Agenda 10 war ja auch die „große Sozialreform“ geplant gewesen. Ich kenne nur sehr, sehr wenige die aus der Zeitarbeit wieder in ein normales Arbeitsverhältnis kamen. Und die niedrigen Einkommen dort werden die Zahl der Grundrentenempfänger eher hochschnellen lassen, als sie zu senken.
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