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  • Depressionen im Alter werden gefährlich unterschätzt

     seestern47 antwortete vor 2 Jahren, 1 Monat 4 Teilnehmer · 7 Beiträge
  • seestern47

    Teilnehmer
    27. November 2019 um 17:25

    Jüngere haben Depressionen – Alte sind verbittert: Das ist ein längst widerlegtes Vorurteil, trotzdem hält es sich beharrlich.
    https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/depressionen-im-alter-viele-deutsche-sind-schlecht-informiert-a-1298335.html

    Ich glaube, dass es vielen Älteren schwer fällt, über sich zu sprechen. Jüngere haben den Vorteil, dass sie freier und offener erzogen sind. Das ist ein großer Vorteil ist, denke ich.

  • Ricarda01

    Teilnehmer
    27. November 2019 um 17:57

    Hallo, Seestern – ich denke, das stimmt.
    Ich habe schon vor Jahren im Rahmen einer nachberuflichen psychol. Ausbildung gelernt, dass alte Menschen viel öfter als anerkannt an Depressionen leiden. Das liegt wohl auch daran, dass sie nicht darüber sprechen, weil sie es z. T. als persönliche Schuld oder Versagen ansehen und nicht als Krankheit.
    Leider soll es aber auch so sein, dass D. im Alter nur ganz schlecht zu behandeln sind. Und im akuten Fall müssen ja auch jüngere Leidende bis zu 6 Monaten auf einen Termin beim Psychologen warten.
    Ricarda

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    27. November 2019 um 19:42

    Ich denke, dass Frauen besser über depressive Episoden reden können, als Männer. Nicht umsonst ist die Anzahl der Suizide bei Männern deutlich höher als bei Frauen.

    Es scheint mit eher so, dass man Depressionen fälschicherweise oft für Verstimmungen hält oder gar als Melancholie deutet. Was ich damit sagen will: der/die Betroffene selbst erkennt erst spät, wenn überhaupt, dass therapeutische Hilfe empfehlenswert wäre.

  • Ricarda01

    Teilnehmer
    27. November 2019 um 19:52

    Hallo, Seestern – ich denke, das stimmt.
    Ich habe schon vor Jahren im Rahmen einer nachberuflichen psychol. Ausbildung gelernt, dass alte Menschen viel öfter als anerkannt an Depressionen leiden. Das liegt wohl auch daran, dass sie nicht darüber sprechen, weil sie es z. T. als persönliche Schuld oder Versagen ansehen und nicht als Krankheit.
    Leider soll es aber auch so sein, dass D. im Alter nur ganz schlecht zu behandeln sind. Und im akuten Fall müssen ja auch jüngere Leidende bis zu 6 Monaten auf einen Termin beim Psychologen warten.
    Ricarda

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    27. November 2019 um 20:14

    Mir fällt die leichtfertige Unbekümmertheit auf, mit der "freier und offener erzogene" Jüngere ihren traurigen Momente oder Verstimmtheiten oft zur Depression küren während ältere Menschen ihr Leiden an der Vereinsamung oft dissimulieren, sodass erst ein aufmerksamer Behandler eine Depression als Hintergrund vorgetragener Beschwerden erkennt. (Zitat Dabbes)

    Das kann ich nur unterstreichen! In diesem Zusammenhang fiel mir auf, dass Ärztinnen bei bestimmten Beschwerden, deren Ursachen zunächst nicht gedeutet werden können, auf die psychische Belastung zu sprechen kommen! Bis auf den Kardiologen vertraue ich mich schon seit langer Zeit nur noch Ärztinnen an und fühle mich seitdem bestens aufgehoben.

    Ich habe übrigens therapeutische Hilfe angenommen, als mir die Hausärztin diese nach einem Herzinfarkt anbot. Es fiel mir auch überhaupt nicht schwer, mit dem Psychologen zu kommunizieren, im Gegenteil!

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