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  • Da meint man, einen Menschen zu kennen

     Syringia antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen 4 Teilnehmer · 4 Beiträge
  • summerlady

    Teilnehmer
    27. Juli 2020 um 20:07

    Ich weiß, dass Depressionen einen Menschen sehr verändern können, aber diese Geschichte, ist sie wirklich nur auf die Krankheit zurück zu führen?

    Ein Mann ist mit seinen Freunden verabredet. Als sie am Haus ankommen, hängt dort ein Zettel „Regt Euch nicht auf, wenn Ihr das seht und benachrichtigt meine Mutter und meinen Bruder“. Sie fanden dann den Freund erhängt vor. Es gab jede Menge Abschiedsbriefe.

    Die Polizei hat Fremdverschulden ausgeschlossen.

    Nun sind einige Wochen verstrichen und und jetzt berichtete die Mutter den Freunden, dass sie noch keine halbe Stunde vor dem Auffinden mit dem Sohn telefoniert habe und dieser sich erkundigt habe, was es am nächsten Tag zu essen gäbe.

    Ich frage mich: hat er den Zeitpunkt bewusst gewählt und gehofft, dass man ihn rechtzeitig findet? Widersprechen dieser These nicht die Abschiedsbriefe?

    Obwohl ich ihn nicht gekannt habe, bin ich verwirrt. Wie muss es da erst den Freunden, die ihn gefunden haben, und der Familie gehen? Können sie dies jemals verarbeiten?

  • seestern47

    Teilnehmer
    28. Juli 2020 um 10:18

    Liebe summerlady,

    das ist eine schockierende Geschichte, aber nicht untypisch für einen Selbstmörder bzw. depressiven Menschen. Ich kenne sogar drei Fälle, die sich ziemlich “unerwartet” das Leben genommen haben. Schrecklich ist das, weil man sich lange Vorwürfe macht. In einem Fall war therapeutische Hilfe auch notwendig, um mit dem Geschehen fertig zu werden.

    Übrigens: bei zwei der Fälle war der Vorsatz sehr genau geplant. Das konnte man nachbilden. Auf jeden Fall ist es einfach nur schrecklich.

  • bern68

    Teilnehmer
    28. Juli 2020 um 16:28

    @summerlady – Menschen mit Depressionen fallen von einem Momet zum nächsten von einem “Hoch” zu einem plötzlichen “Tief” – und sehen genau dann keinen anderen Ausweg. Wenn sie dann allein sind kann auch niemand helfen, und keiner muß sich irgendwie schuldig fühlen. Selbst wenn eine vertraute Person dabei ist – nicht immer kann diese dem Depressiven von seinem Vorhaben abbringen.

    Erkennt man Depressionen kann man durch Therapie helfen, es ist die einzige Möglichkeit.

  • Syringia

    Teilnehmer
    28. Juli 2020 um 16:50

    @bern68 28. Juli 2020 um 16:28

    Ein sehr guter Bekannter hatte einen Sohn, mit einer sehr schweren Bipolarestörung (manisch-depressiv) Er war in Dauerbehandlung, wohnte im betreuten Wohnen.

    Ein sehr intelligenter junger Mann, war sich seines Zustandes sehr bewusst. 30 Mal hat er in depressieven Phasen versucht sich das Leben zu nehmen, wurde jedesmal gerettet.

    Beim 31. Mal gelang es ihm.

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