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@Manjana, evtl. bringt diese Doku Tempo und Intensität rein, nicht nur die AfD betreffend, sondern auch dort, wo sich Rechte bislang unbeobachtet tummeln konnten in Polizei, BW etc… Rechtsäugig blind zu sein, das kann sich niemand mehr leisten. Sofern ihm/ihr an Glaubwürdigkeit liegt.
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Inhalte ähnlich des ersten Teils waren bereits aus Nachrichtenmagazinen, z.B. Report oder Panorama, bekannt. Beim zweiten Teil verhielt es sich anders.
Noch was zum Thema
Es ist schon sehr auffällig, dass Herr Gauland sein schützendes Händchen immer über besonders radikale Mitglieder hielt.
„Konrad Adam, der die AfD 2013 mitgegründet hat und aus Enttäuschung über den aktuellen Kurs jetzt austreten will,
sagt: „Lüth war ein stets gut informierter Pressesprecher, er ist aber
auch der geborene Intrigant.“ So habe der 44-Jährige regelmäßig seine
Kompetenzen überschritten, wenn er etwa „auf eigene Faust versuchte,
Personalpolitik zu betreiben“. Offenbar konnte er sich dabei stets auf
Gaulands Rückendeckung verlassen. Selbst als Lüth sich in einem privaten
Chat als „Faschist“ bezeichnete, wurde er im April nur freigestellt –
nicht gefeuert. Später war er als „Mediendirektor“ der Fraktion im
Gespräch, was einer Beförderung gleichgekommen wäre. „„Warum also hat die AfD-Fraktion so lange gewartet, um ihren Sprecher
loszuwerden? „Lüth weiß zu viel“, sagt Adam. „Der hätte jeden zweiten
hochgehen lassen können.““Was sich da überall noch so im braunen Untergrund tummelt, an kleinen und größeren Gruppen, müsste sehr intensiv geprüft und analysiert werden. Leider fehlt es m.E. genau an jener dringend notwendigen Intensität.
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@Manjana, ich habe lange gezögert, um mir das anzusehen. Ich brauche nicht nur Frischluft, sondern Zewa-wisch-und-weg für meinen Kopf, denn ich werde diese Bilder nicht mehr los. Obwohl mir das alles weder neu, noch unbekannt war und ist, war der Blick in diesen Abgrund eine unvorstellbare Dimension.

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Deinen Frischluftbedarf danach kann ich sehr gut nachvollziehen, SFath! Denke mal, Du wirst heute auffüllen.
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Nicht, dass es leicht war. Aber ich habe durch- und ausgehalten. Weil es wichtig war!
Der Spiegel beschreibt es
Und wenn dieser Sender ohne Werbeunterbrechung sendet, ist das wirklich besonders. Chapeau Herr Mischke!
Einzelne Begebenheiten haben sich bei mir besonders festgesetzt. Schwer, sie wieder loszuwerden. Für die junge Frau hoffe ich sehr, dass sie nun nicht niemanden mehr hat. Wohl aber wünsche ich ihr, dass sie ganz andere Menschen hat!
Da Herr Mischke in der direkt folgenden Live Show zu Gast war, wollte ich erst dabei bleiben. Habe mich dann aber anders entschieden, weil mir das ganze viel zu albern begann. Hat für mich einfach nicht gepasst. Also umgeswitched zu Frank Plasberg. Dort hat sich das Thema dieser Doku mit dem eigentlichen vermischt. Dem dadurch sehr nervösen AfD Mann gefiel das ganz und gar nicht.
Danke für diesen TV-Tipp, Syringia!
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Ich finde, das war insgesamt eine ordentliche journalistische Arbeit von Thilo Mischke, wenn ich mich aufgrund seines bisherigen beruflichen Werdegangs auch nicht des Verdachts erwehren kann, dass der Zufall aus ihr etwas ‚Besonderes‘ gemacht hat.
Auf jeden Fall war Mischke in der Lage, sich seinen ‚Objekten‘ auf Augenhöhe zu nähern und echtes Interesse zu vermitteln, und zwar ohne Anbiederung und ohne sich zu verstellen.
Allerdings vermute ich, dass er als Mitarbeiter von Pro Sieben, das ja nicht gerade für kritischen oder gar politischen Journalismus bekannt ist, mißverstanden und sein Interesse an ihrem Tun und ihren Absichten von seinen Gesprächspartnern unterschätzt wurde.
Aus meiner Sicht ist ein leicht verständlicher (nicht: simplifizierter) Bericht über die Vielfalt rechter Gruppen und Anführer sowie ihre unterschiedlichen Interessen und Motivationen entstanden, inkl. der Gemeinsamkeit, Anspruch auf die Macht im Lande zu erheben.
Allerdings: Ohne die zufällige Begegnung mit der Bloggerin, ihren plötzlichen Sinneswandel und ihr überraschendes Angebot, die extreme Haltung des AfD-Politikers zu entlarven, wäre es eine interessante aber keineswegs spektakuläre Arbeit geworden, für die sich die Änderung es Pro7-Abendprogramms gelohnt hätte.
Weil SIE ihre Chance gesehen und wahrgenommen hat, konnte Herr Mischke das auch tun – und die Lorbeeren dafür kassieren.
M.
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…aber wehe, Du machst es später unseren Vorfahren nach und redest Dich mit: „Das happ ich alles nicht gewußt, das hat keiner gewußt….“ raus!

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Spontan dachte ich .. auf jeden Fall. Nachdem ich mehr gelesen hab, bin ich mir nicht mehr so sicher ob ich es ertrage. Das ARD-Programm mit anschließendem Hart aber fair (ausgerechnet mit einem AfD Mann als Gast) ist auch nicht uninteressant. Aber dafür gibt es ja noch die Mediathek bzw. die Wiederholung. Wie komfortabel!
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Ich gebe zu, so etwas hätte ich bei ProSieben nicht erwartet und vermutlich übersehen, zumal mein Programmheft an dieser Stelle heute einen ziemlich robusten Tarantino ankündigt.
Wenn sie den aus dem Programm schmeißen muß dem Sender ein echter Coup gelungen sein…
Insofern: Danke, Syringia, für den Hinweis – werde ich mir antun!
M.
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